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Pfotenfit – Dr. Wuffys Journal für Hundegesundheit
Erkältung bei Hunden Hausmittel die wirklich helfen
Erkältung bei Hunden Hausmittel die wirklich helfen
Wenn Ihr Hund plötzlich schlapp wirkt, die Nase feuchter ist als sonst und er immer wieder niest, dann sind das oft die ersten untrüglichen Anzeichen einer Erkältung. In vielen Fällen reichen bewährte Hausmittel und ganz viel Ruhe aus, um die milden Symptome zu lindern. Das Wichtigste ist aber, die Signale richtig zu deuten, damit Sie einen harmlosen Infekt von etwas Ernsterem unterscheiden können.
Erste Anzeichen einer Hundeerkältung richtig deuten
Ihr Hund kann Ihnen leider nicht mit Worten sagen, was ihm fehlt, aber sein Verhalten spricht Bände. Die ersten Anzeichen einer Erkältung schleichen sich oft leise ein und sind leicht zu übersehen. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass Ihr sonst so verspielter Vierbeiner plötzlich viel mehr schläft oder sein Lieblingsspielzeug links liegen lässt. Diese Lethargie ist ein klassisches Signal dafür, dass sein kleiner Körper gerade alle Energie mobilisiert, um gegen einen Infekt anzukämpfen.
Achten Sie ganz genau auf seine Atmung und die Geräusche, die er macht. Ein kurzes Niesen hier und da ist völlig normal, aber wenn es häufiger wird oder von klarem Nasenausfluss begleitet wird, ist das schon ein deutlicherer Hinweis. Husten ist ebenfalls ein Kernsymptom, das Sie immer im Auge behalten sollten.
Husten und Niesen genau beobachten
Ein trockener, manchmal fast würgender Husten kann auf eine einfache Reizung der Atemwege hindeuten. Stellen Sie sich vor, Ihr Hund hätte einen kratzigen Hals – der Husten klingt dann oft rau und hart. Im Gegensatz dazu kann ein feuchter, „produktiver“ Husten ein Zeichen für eine tiefer sitzende Infektion in der Lunge sein.
Hier hilft genaues Beobachten:
- Wann hustet er? Nur kurz nach dem Aufwachen oder verteilt über den ganzen Tag?
- Gibt es Auslöser? Verstärkt sich der Husten bei Aufregung, nach dem Trinken oder bei Anstrengung?
- Was kommt noch dazu? Wirkt er appetitlos, hat er tränende Augen oder scheint er allgemein matt?
Ein einzelner Nieser, nachdem er neugierig im Gras geschnüffelt hat, ist kein Grund zur Sorge. Eine ganze Serie von Niesanfällen, besonders wenn er ruhig im Haus liegt, ist jedoch ein klares Zeichen für gereizte Nasenschleimhäute.
Symptome einer Hundeerkältung im Überblick
Diese Tabelle hilft Ihnen, die häufigsten Anzeichen schnell zu erkennen und richtig einzuordnen.
| Symptom | Was es bedeuten könnte | Ihre erste Reaktion |
|---|---|---|
| Häufiges Niesen | Gereizte Nasenschleimhäute, Beginn eines Infekts | Beobachten, für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen |
| Klarer Nasenausfluss | Typisches Erkältungsanzeichen | Sauber halten, Ruhe gönnen |
| Gelblicher/grünlicher Ausfluss | Bakterielle Infektion | Tierarzt aufsuchen! |
| Trockener, bellender Husten | Reizung der oberen Atemwege, evtl. Zwingerhusten | Tierarzt zur Abklärung konsultieren |
| Tränende Augen | Begleitsymptom der Erkältung | Vorsichtig mit einem weichen Tuch reinigen |
| Müdigkeit, Lethargie | Immunsystem arbeitet auf Hochtouren | Viel Ruhe und Schlaf ermöglichen |
| Appetitlosigkeit | Allgemeines Unwohlsein, Halsschmerzen | Weiches, schmackhaftes Futter anbieten |
| Fieber (über 39,2 °C) | Starke Immunreaktion, ernsterer Infekt | Unbedingt zum Tierarzt! |
Eine gute Beobachtungsgabe ist hier Ihr wichtigstes Werkzeug, um die richtigen Entscheidungen für Ihren Vierbeiner zu treffen.
Von Erkältung bis Zwingerhusten unterscheiden
Es ist wirklich wichtig zu verstehen, dass nicht jeder Husten gleich ist. Die typischen Erkältungen bei Hunden in Deutschland werden oft durch eine Mischung aus Viren und Bakterien ausgelöst. Studien haben gezeigt, dass in Umgebungen mit vielen Hunden, wie in Hundeschulen, bis zu 70 Prozent der Tiere schnell Symptome entwickeln können. Während viele davon nur niesen, zeigen 40 bis 50 Prozent auch den typischen trockenen, bellenden Husten, der oft mit dem gefürchteten Zwingerhusten in Verbindung gebracht wird.
Ein Schlüsselelement zur Unterscheidung ist das Allgemeinbefinden. Bei einer einfachen Erkältung ist Ihr Hund vielleicht schlapp, aber er frisst und trinkt noch relativ normal. Kommen aber Appetitlosigkeit und Fieber hinzu, ist das ein klares Alarmsignal.

Solche Symptome können auch auf andere, tiefer liegende Probleme hindeuten. Manchmal ist das Immunsystem durch eine unbemerkte Entzündung im Körper des Hundes bereits geschwächt, was ihn anfälliger für Infekte macht. Eine genaue Beobachtung hilft Ihnen am besten bei der Entscheidung, ob Hausmittel ausreichen oder der Gang zum Tierarzt die deutlich sicherere Wahl ist.
Was Sie selbst tun können: Sanfte Hausmittel, die Ihrem Hund jetzt guttun
Wenn Ihr Hund nur leichte Erkältungssymptome zeigt, müssen Sie nicht gleich die Chemiekeule auspacken. Oft reicht schon ein bisschen liebevolle Pflege mit bewährten Hausmitteln, um ihm spürbare Linderung zu verschaffen und seine Selbstheilungskräfte anzukurbeln. Das Wichtigste ist, ihm genau das zu geben, was sein Körper jetzt am dringendsten braucht: Wärme, viel Flüssigkeit und vor allem Ruhe.

Fangen Sie am besten damit an, für eine richtig kuschelige Umgebung zu sorgen. Ein warmer, gemütlicher und vor allem zugfreier Schlafplatz ist jetzt Gold wert. Vielleicht legen Sie ihm eine zusätzliche Decke in sein Körbchen oder rücken es etwas näher an die Heizung – aber bitte nicht zu nah, eine Überhitzung wollen wir natürlich vermeiden. Beobachten Sie Ihren Hund: Rollt er sich fester ein oder sucht er von sich aus die Nähe zur Heizung? Das sind klare Zeichen, dass er Wärme braucht.
Flüssigkeit und Nährstoffe sind das A und O
Ein kränkelnder Hund verliert oft die Lust am Trinken. Dabei ist Flüssigkeit gerade jetzt entscheidend, um die Schleimhäute feucht zu halten und dem Körper zu helfen, die Viren auszuspülen. Mein absoluter Geheimtipp ist eine lauwarme, selbst gekochte Hühnerbrühe. Sie schmeckt den meisten Hunden nicht nur fantastisch, sondern liefert auch Flüssigkeit und wertvolle Nährstoffe, ohne den Magen zu belasten.
Die Zubereitung ist kinderleicht:
- Kochen Sie ein Stück Hühnerfleisch (unbedingt ohne Knochen!) in reichlich Wasser.
- Ganz wichtig: Verzichten Sie komplett auf Salz, Zwiebeln, Knoblauch und andere Gewürze, die für Hunde schädlich sind.
- Lassen Sie die Brühe gut abkühlen, bis sie nur noch lauwarm ist.
- Bieten Sie Ihrem Hund über den Tag verteilt immer wieder kleine Portionen an.
Dieses Vorgehen ist übrigens in Deutschland weit verbreitet. Umfragen zeigen, dass rund 60 Prozent der Hundebesitzer auf warme Hühnersuppe schwören, um die Flüssigkeitsaufnahme und die Abwehrkräfte ihrer Lieblinge zu fördern.
Natürliche Helfer für die Atemwege
Neben der Brühe haben sich auch bestimmte Kräutertees als wohltuend für die gereizten Atemwege erwiesen. Kamille und Fenchel sind hier eine super Wahl, denn sie sind besonders mild und wirken beruhigend und schleimlösend.
Brühen Sie einfach einen Beutel Kamillen- oder Fencheltee mit heißem Wasser auf und lassen ihn dann aber bitte vollständig abkühlen. Sie können den Tee pur anbieten oder einfach einen kleinen Schuss davon mit ins Trinkwasser oder die Brühe mischen.
Ein super Tipp aus der Praxis bei trockenem Reizhusten ist ein kleiner Löffel Honig. Er legt sich wie ein schützender Film über die gereizten Schleimhäute im Hals. Achten Sie aber darauf, nur hochwertigen, natürlichen Honig und nur kleine Mengen zu geben – ein halber bis ganzer Teelöffel pro Tag ist, je nach Größe des Hundes, völlig ausreichend.
Für gute Luft und ganz viel Ruhe sorgen
Trockene Heizungsluft kann die Schleimhäute Ihres Hundes zusätzlich reizen und ihm das Atmen erschweren. Wussten Sie, dass etwa 35 Prozent der Haushalte in Deutschland deshalb Luftbefeuchter nutzen? Eine einfache Alternative ist es, feuchte Handtücher auf die Heizung zu legen oder eine Schale Wasser im Raum aufzustellen.
Das Allerwichtigste ist und bleibt aber: Ruhe. Schalten Sie einen Gang zurück. Die Spaziergänge sollten jetzt kurz ausfallen und nur dem Nötigsten dienen. Toben und anstrengende Spiele sind tabu. Ihr Hund braucht jetzt seine ganze Energie, um schnell wieder auf die Pfoten zu kommen. So wie entzündliche Prozesse im Körper Kraft kosten, zehrt auch die Abwehr eines Infekts an den Ressourcen. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, finden Sie hier Infos über natürliche Entzündungshemmer für Hunde, die das allgemeine Wohlbefinden unterstützen können.
So stärken Sie das Immunsystem Ihres Hundes nachhaltig
Ein starkes Immunsystem ist und bleibt der beste Schutzschild gegen lästige Infekte. Anstatt immer nur zu reagieren, wenn die Nase schon läuft, können Sie die Abwehrkräfte Ihres Hundes auch proaktiv und langfristig aufbauen. Der Schlüssel dazu liegt, wie so oft, im Futternapf.

Eine Ernährung, die reich an allen wichtigen Nährstoffen ist, legt das Fundament für einen robusten Hund. Sie gibt dem Körper genau die Bausteine, die er braucht, um Krankheitserreger effektiv abzuwehren. Aber manchmal kann eine kleine, gezielte Ergänzung den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Gezielte Nährstoff-Boosts für die Abwehr
Keine Sorge, Sie müssen nicht gleich das komplette Futterkonzept über den Haufen werfen. Oft sind es schon kleine, aber feine Zusätze, die den Speiseplan aufwerten und dem Immunsystem einen echten Schub geben.
Hier sind ein paar bewährte Helfer aus der Praxis:
- Hagebuttenpulver: Ein wahrer Schatz an natürlichem Vitamin C. Dieses Vitamin ist ein starkes Antioxidans, das die Zellen vor Schäden bewahrt und die Immunfunktion auf Trab hält.
- Hochwertiges Lachsöl: Vollgepackt mit Omega-3-Fettsäuren, allen voran EPA und DHA. Diese Fette sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung und leisten einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit.
- Probiotika: Ein gesunder Darm ist die Kommandozentrale des Immunsystems. Probiotische Kulturen – ob in Naturjoghurt oder speziellen Präparaten – bringen die Darmflora ins Gleichgewicht und stärken die Abwehrkräfte damit direkt an der Wurzel.
Ein kleiner Tipp: Führen Sie neue Zusätze immer langsam und schrittweise ein. So kann sich der Magen-Darm-Trakt Ihres Hundes daran gewöhnen und Sie sehen am besten, was ihm guttut.
Die Superhelden des Immunsystems: Antioxidantien
Antioxidantien sind so etwas wie die Bodyguards der Körperzellen. Sie fangen sogenannte freie Radikale ab – das sind aggressive Moleküle, die durch Stress oder normale Stoffwechselprozesse entstehen und Zellschäden verursachen können. Ein Zuviel davon schwächt die Abwehrkräfte spürbar.
Ein Körper, der gut mit Antioxidantien versorgt ist, kann sich einfach besser gegen Angriffe von außen wehren. Das macht Ihren Hund widerstandsfähiger gegen Erkältungsviren und andere Plagegeister.
Viele Vitamine und Spurenelemente haben diese schützende Wirkung. Neben Vitamin C aus der Hagebutte sind auch Vitamin E (zum Beispiel in Nüssen oder guten Ölen) sowie Zink und Selen enorm wichtig. Wenn Sie tiefer in die Materie eintauchen wollen, schauen Sie sich unseren Beitrag zur Bedeutung von Antioxidantien für Hunde an.
Die richtige Balance aus Bewegung und Ruhe finden
Zu einem starken Immunsystem gehört mehr als nur die richtige Ernährung. Die richtige Mischung aus Aktivität und Erholung ist genauso entscheidend. Angepasste Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und stärkt den Körper, ohne ihn zu überfordern. Gerade wenn Ihr Hund schon etwas angeschlagen ist, sind kurze, gemütliche Spaziergänge ideal.
Gleichzeitig ist genügend Schlaf für die Regeneration absolut unerlässlich. Ein ruhiger, gemütlicher Rückzugsort, an dem Ihr Hund wirklich ungestört dösen kann, ist Gold wert.
Auch die Tiermedizin betont immer wieder, wie wichtig eine gute Ernährung für die Abwehrkräfte ist. Tatsächlich setzen bereits rund 55 Prozent der Hundebesitzer auf hochwertiges Futter oder gezielte Vitamingaben. Kombiniert mit viel Ruhe und ausreichend Flüssigkeit zeigt sich der Erfolg: In etwa 70 Prozent der Erkältungsfälle bei Hunden führen diese simplen Maßnahmen zu einer schnellen Besserung, ganz ohne den Einsatz von Medikamenten. Mehr zu diesen tierärztlichen Einschätzungen lesen Sie auf mz.de.
Typische Fehler bei der Pflege eines kranken Hundes
Wenn unser vierbeiniger Freund kränkelt, wollen wir natürlich alles richtig machen. Aus lauter Sorge greifen wir aber manchmal zu Maßnahmen, die genau das Gegenteil bewirken. Damit Ihre Pflege wirklich hilft und nicht schadet, schauen wir uns mal die häufigsten Stolperfallen an.
Der mit Abstand gefährlichste Fehler ist der Griff in die eigene Hausapotheke. Was uns Menschen bei einer Erkältung hilft, kann für einen Hund lebensbedrohlich sein. Finger weg von Medikamenten wie Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin – sie sind für Hunde pures Gift! Schon winzige Mengen können zu dramatischen Folgen wie Leber- oder Nierenversagen und inneren Blutungen führen. Das ist ein absolutes No-Go.
Der schmale Grat zwischen Fürsorge und Überforderung
Ein kranker Hund braucht vor allem eins: ganz viel Ruhe. Viele von uns neigen dazu, ständig nach ihm zu sehen, ihn zu streicheln oder aufzumuntern. Doch diese gut gemeinte Fürsorge kann für den Hund puren Stress bedeuten und ihn aus dem wichtigen Heilschlaf reißen.
Beobachten Sie Ihren Hund lieber aus ein wenig Entfernung. Schläft er tief und fest? Perfekt. Zieht er sich in sein Körbchen zurück? Dann respektieren Sie seinen Wunsch nach Abstand. Nähe ist gut, aber lassen Sie ihn das Tempo bestimmen.
Auch bei den Spaziergängen ist weniger oft mehr. Ein erkälteter Hund muss sich schonen. Ausgedehnte, anstrengende Runden sind jetzt völlig fehl am Platz. Sie kosten den geschwächten Körper wertvolle Energie, die er dringend braucht, um die Infektion zu bekämpfen.
Für die Gassi-Runde gilt daher eine klare Ansage:
- Kurz und knapp: Gehen Sie nur so lange raus, wie es für sein Geschäft nötig ist.
- Keine Action: Wildes Toben, Ballspiele oder der Besuch der Hundewiese sind tabu.
- Passende Kleidung: Bei Kälte oder Regen schützt ein Hundemantel den geschwächten Körper.
Jede zusätzliche Anstrengung kann die Genesung unnötig in die Länge ziehen.
Wenn der Napf unberührt bleibt
Appetitlosigkeit gehört bei kranken Hunden oft dazu. Der Körper signalisiert damit: „Ich konzentriere meine ganze Energie auf die Immunabwehr, nicht auf die Verdauung.“ Ein klassischer Fehler ist es dann, den Hund zum Fressen zu drängen oder ihm den Napf ständig vor die Nase zu halten. Das erzeugt nur zusätzlichen Druck und Stress.
Versuchen Sie es stattdessen mit sanften Alternativen. Eine lauwarme, ungewürzte Hühnerbrühe ist Gold wert – sie liefert Flüssigkeit und wichtige Nährstoffe, ohne den Magen-Darm-Trakt zu belasten. Manchmal kann auch ein Löffelchen Hüttenkäse oder etwas gekochtes Hühnchen den Appetit wieder wecken.
Das Wichtigste ist Geduld. Solange Ihr Hund ausreichend trinkt und nicht länger als 24 Stunden komplett das Futter verweigert, besteht meist kein Grund zur Panik. Akzeptieren Sie, dass sein Körper gerade eine Auszeit braucht. Indem Sie diese typischen Fehler vermeiden, schaffen Sie die besten Voraussetzungen dafür, dass Ihr treuer Begleiter schnell und stressfrei wieder auf die Pfoten kommt.
Wann der Weg zum Tierarzt unerlässlich wird
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So hilfreich und wohltuend Hausmittel bei einer leichten Erkältung auch sein können, es ist absolut entscheidend, ihre Grenzen zu kennen. Sie sind eine wunderbare Unterstützung bei milden Symptomen, aber sie ersetzen niemals eine professionelle Diagnose und Behandlung, wenn die Sache ernster wird. Zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt für einen Anruf in der Tierarztpraxis ist, macht oft den Unterschied für eine schnelle und vollständige Genesung Ihres Lieblings aus.
Betrachten Sie die Pflege zu Hause als eine erste Maßnahme und eine Phase der genauen Beobachtung. Wenn Sie nach 48 Stunden liebevoller Fürsorge mit Hausmitteln keine Besserung sehen – oder sich der Zustand Ihres Hundes sogar verschlechtert – sollten Sie nicht länger zögern. Dieser Zeitrahmen ist ein ziemlich verlässlicher Indikator dafür, dass der Körper es allein nicht schafft, den Infekt in den Griff zu bekommen.
Klare Warnsignale, die sofortiges Handeln erfordern
Es gibt einige Symptome, die Sie als klare rote Flaggen betrachten sollten. Ignorieren Sie sie auf keinen Fall, denn sie können darauf hindeuten, dass mehr als nur ein harmloser Schnupfen im Spiel ist und Ihr Hund dringend tierärztliche Hilfe braucht.
Diese Anzeichen sollten Sie immer im Blick haben:
- Fieber: Steigt die Körpertemperatur über 39,5 °C, ist das ein Zeichen für eine starke Abwehrreaktion. Das deutet oft auf eine ernstere Infektion hin, die ein Profi abklären muss.
- Futterverweigerung: Ein kranker Hund frisst vielleicht mal etwas weniger, aber wenn er über mehr als 24 Stunden konsequent alles Futter und sogar Leckerlis verweigert, ist das ein klares Alarmsignal.
- Atembeschwerden: Hören Sie genau hin. Schnelles, flaches Hecheln, pumpende Atembewegungen oder merkwürdige Geräusche wie ein Rasseln oder Pfeifen können auf eine beginnende Lungenentzündung hindeuten.
- Starke Lethargie: Müdigkeit ist normal. Aber wenn Ihr Hund apathisch wirkt, kaum noch auf Sie reagiert und sich fast gar nicht mehr bewegt, ist das ein Notfall.
Ein besonders wichtiges Detail, auf das viele aus Erfahrung schwören, ist die Farbe des Nasen- oder Augenausflusses. Ein klarer, wässriger Ausfluss ist anfangs oft typisch. Doch eine Farbveränderung signalisiert fast immer ein Problem.
Gelblicher oder grünlicher Ausfluss ist ein sehr starkes Indiz für eine bakterielle Sekundärinfektion. Bakterien nutzen das durch Viren geschwächte Immunsystem gnadenlos aus und müssen oft mit Antibiotika behandelt werden – und die bekommen Sie nur vom Tierarzt.
Schnelles Handeln kann hier Schlimmeres verhindern. Stellen Sie sich vor: Ein Hundebesitzer bemerkt bei seinem Golden Retriever erst nur leichten Husten. Als nach zwei Tagen gelblicher Nasenausfluss dazukommt, fährt er sofort in die Praxis. Die Diagnose: eine beginnende bakterielle Bronchitis. Dank der richtigen Medikamente konnte sie schnell unter Kontrolle gebracht werden, bevor daraus eine gefährliche Lungenentzündung wurde. Ihre Aufmerksamkeit ist der beste Schutz für Ihren Hund.
Was Hundehalter oft zur Erkältung ihres Vierbeiners fragen
Wenn der eigene Hund plötzlich schlapp ist, niest und hustet, kommen schnell Sorgen und Fragen auf. Das ist ganz normal. Um Ihnen in dieser Situation ein wenig mehr Sicherheit zu geben, habe ich hier die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt, die mir in der Praxis immer wieder begegnen.
Wie lange muss ich mit einer Erkältung bei meinem Hund rechnen?
Eine ganz normale, unkomplizierte Erkältung ist meistens nach fünf bis zehn Tagen überstanden. In dieser Zeit braucht Ihr Hund vor allem viel Ruhe und liebevolle Pflege, um sich wieder zu erholen. Typischerweise sind die ersten Tage am anstrengendsten, danach sollten Sie aber Schritt für Schritt eine Besserung sehen.
Behalten Sie Ihren Liebling aber genau im Blick. Zieht sich die Erkältung länger hin, werden die Symptome plötzlich schlimmer oder kommen neue dazu? Dann zögern Sie bitte nicht und lassen Sie das von einem Tierarzt abklären. Sicher ist sicher.
Darf ich meinem Hund Hustensaft aus meiner eigenen Apotheke geben?
Hier gibt es nur eine richtige Antwort, und die ist ein klares und lautes Nein. Bitte geben Sie Ihrem Hund niemals Medikamente, die für Menschen gedacht sind. Was uns hilft, kann für unsere Vierbeiner im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein.
Viele Mittel aus der Humanmedizin enthalten Stoffe, die für den Organismus eines Hundes pures Gift sind.
- Xylit (Birkenzucker): Dieser Süßstoff steckt in vielen zuckerfreien Hustensäften. Für Hunde ist er hochgiftig und kann zu einem dramatischen Abfall des Blutzuckerspiegels und zu akutem Leberversagen führen.
- Ibuprofen & Paracetamol: Auch diese gängigen Schmerzmittel sind für Hunde tabu. Sie können schwere Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Nierenschäden und Leberversagen verursachen.
Greifen Sie also bitte immer nur zu Mitteln, die Ihnen Ihr Tierarzt ausdrücklich für Ihren Hund verschrieben oder empfohlen hat.
Ein Leitsatz, den jeder Hundebesitzer verinnerlichen sollte: Was für den Menschen gut ist, ist noch lange nicht für den Hund sicher. Im Zweifel lieber einmal zu oft den Tierarzt anrufen als einmal zu wenig.
Kann ich mich bei meinem erkälteten Hund anstecken?
Da kann ich Sie beruhigen. Die Gefahr, dass Ihr Hund Sie mit seiner Erkältung ansteckt – eine sogenannte Zoonose –, ist bei den typischen Schnupfenviren verschwindend gering. Die Erreger, die eine Hundeerkältung auslösen, wie zum Beispiel das Canine Parainfluenzavirus, sind in der Regel wirtsspezifisch. Das heißt, sie sind auf Hunde spezialisiert und können sich im menschlichen Körper nicht festsetzen.
Sie können Ihren kranken Schatz also ohne Sorge umsorgen, mit ihm kuscheln und ihm die Nähe schenken, die er jetzt so dringend braucht. Ihre Zuwendung ist oft die beste Medizin für eine schnelle Genesung.
Ein robustes Immunsystem, das durch eine hochwertige Ernährung gestärkt wird, ist der beste Schutzschild gegen Infekte. Dr. Wuffy hat eine wissenschaftlich fundierte Gelenkformel entwickelt, die nicht nur die Beweglichkeit unterstützt, sondern durch ihre entzündungshemmenden Inhaltsstoffe auch das allgemeine Wohlbefinden und die Abwehrkräfte Ihres Hundes stärken kann. Erfahren Sie mehr über unsere natürliche Formel auf dr-wuffy.de.
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