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Hund lahmt hinten? Ursachen & schnelle Hilfe bei Problemen
Hund lahmt hinten? Ursachen & schnelle Hilfe bei Problemen
Wenn Ihr Hund plötzlich hinten lahmt, ist das selten nur ein kleines Missgeschick. Vielmehr ist es ein untrügliches Zeichen, dass etwas im Argen liegt. Die Ursachen können von einer harmlosen Pfotenverletzung bis hin zu einer ernsthaften Gelenkerkrankung reichen. Ihre genaue Beobachtung und das richtige Verständnis der Symptome sind jetzt entscheidend, um Ihrem treuen Freund schnell und effektiv zu helfen.
Warum die Lahmheit Ihres Hundes ein Warnsignal ist

Stellen Sie sich den Bewegungsapparat Ihres Hundes wie ein perfekt eingespieltes Uhrwerk vor. Jedes Gelenk, jeder Muskel und jeder Knochen greift präzise ineinander und ermöglicht die flüssige Symphonie der Bewegung. Wenn Ihr Hund hinten lahmt, ist das wie ein Sandkorn im Getriebe – ein Störfaktor, der signalisiert, dass etwas die Harmonie empfindlich stört. Dieses Symptom zu ignorieren, wäre fahrlässig.
Manchmal ist die Ursache schnell gefunden, etwa ein spitzer Stein zwischen den Ballen oder eine kleine Schnittwunde, die nach kurzer Schonung wieder verheilt. Doch oft steckt mehr dahinter. Insbesondere wenn Ihr Hund nach dem Aufstehen humpelt oder nach längerer Ruhepause sichtlich steif wirkt, könnten dies erste Anzeichen für eine chronische Erkrankung wie Arthrose sein.
Anzeichen richtig deuten
Ihre Beobachtungsgabe ist jetzt das wichtigste Werkzeug. Sie hilft Ihnen, die Dringlichkeit der Situation besser einzuschätzen. Nicht jedes Humpeln bedeutet sofort einen Notfall, aber bestimmte Anzeichen sollten Sie definitiv alarmieren.
Wichtiger Hinweis: Lahmheit ist immer ein Ausdruck von Schmerz. Auch wenn Ihr Hund nicht jault oder winselt, zeigt sein verändertes Gangbild, dass er Unbehagen empfindet und versucht, die schmerzende Stelle instinktiv zu entlasten.
Um Ihnen eine erste Orientierung zu geben, haben wir eine Tabelle zusammengestellt. Sie soll Ihnen helfen, die Symptome besser einzuordnen und zu entscheiden, welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind.
Erste anzeichen von lahmheit und ihre möglichen ursachen
Diese Tabelle hilft Hundebesitzern, spezifische Symptome zu erkennen und gibt einen ersten Hinweis auf mögliche zugrundeliegende Probleme.
| Symptom beim Hund | Mögliche Ursache | Empfohlene erste Maßnahme |
|---|---|---|
| Plötzliches Humpeln nach dem Toben | Muskelzerrung, Verstauchung, Pfotenverletzung | Sofortige Schonung, Pfote vorsichtig auf Fremdkörper oder Wunden untersuchen. Kühlen, falls eine Schwellung sichtbar ist. |
| Lahmheit vor allem nach dem Aufstehen | Anzeichen für Gelenkverschleiß (Arthrose), besonders bei älteren Hunden | Beobachten, ob sich die Lahmheit nach kurzer, sanfter Bewegung bessert. Auf Dauer einen Tierarzt zur Abklärung konsultieren. |
| Schleifende Krallen, unsicherer Gang | Neurologisches Problem (z. B. Bandscheibenvorfall, Cauda-equina-Syndrom) | Dringend einen Tierarzt aufsuchen, da bleibende Nervenschäden drohen können. |
| Bein wird gar nicht mehr belastet | Schwere Verletzung (z. B. Kreuzbandriss, Bruch) oder sehr starke Schmerzen | Sofortiger Tierarztbesuch ist unerlässlich. Versuchen Sie nicht, das Bein selbst zu manipulieren. |
Diese Übersicht dient als erste Hilfe für Ihre Beobachtungen, ersetzt aber keinesfalls eine professionelle Diagnose durch einen Tierarzt. Wenn Sie unsicher sind oder die Lahmheit länger als einen Tag anhält, ist der Gang in die Praxis immer der richtige Weg.
Die häufigsten Ursachen für Lahmheit der Hinterbeine

Wenn Ihr Hund hinten lahmt, fühlt es sich oft an, als würde man vor einem Rätsel stehen. Die möglichen Gründe sind so vielfältig wie unsere vierbeinigen Freunde selbst und reichen von einem harmlosen Fehltritt bis hin zu ernsthaften Erkrankungen. Um Ihrem Hund gezielt helfen zu können, müssen wir zunächst verstehen, was hinter der Lahmheit stecken könnte.
Man kann sich die Ursachen grob in verschiedene Bereiche einteilen: Probleme mit den Gelenken, Verletzungen von Muskeln und Bändern, neurologische Störungen und eine ganze Reihe anderer, manchmal weniger offensichtlicher Gründe.
Gelenkerkrankungen als schleichende Gefahr
Chronische Gelenkerkrankungen sind eine der Hauptursachen für Lahmheit, vor allem bei älteren Hunden oder bei Rassen, die genetisch dazu neigen. Das Tückische daran ist, dass sie sich oft langsam und fast unbemerkt entwickeln, bis die Schmerzen so stark werden, dass die Lahmheit nicht mehr zu übersehen ist.
- Hüftdysplasie (HD): Hierbei handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung des Hüftgelenks. Der Oberschenkelkopf sitzt nicht richtig in der Gelenkpfanne, was zu Instabilität, Schmerzen und auf lange Sicht unweigerlich zu Arthrose führt. Gerade große Hunderassen sind hier leider oft betroffen.
- Arthrose: Man kann es sich als fortschreitenden Gelenkverschleiß vorstellen. Der Knorpel, der als schützendes Polster im Gelenk dient, wird nach und nach abgebaut. Irgendwann reibt Knochen auf Knochen, was extrem schmerzhaft ist. Typisch ist hier der sogenannte „Anlaufschmerz“: Der Hund lahmt nach dem Aufstehen stark, aber nach ein paar Schritten scheint es besser zu werden. Mehr darüber, wie Sie Gelenkprobleme bei Ihrem Hund frühzeitig erkennen, erfahren Sie in unserem weiterführenden Artikel.
- Patellaluxation: Hierbei springt die Kniescheibe aus ihrer normalen Position. Dieses Problem sieht man besonders häufig bei kleinen Hunderassen. Es äußert sich oft durch ein kurzes, hüpfendes Laufen auf drei Beinen, bevor die Kniescheibe von selbst wieder zurückrutscht.
Solche Erkrankungen tun nicht nur weh, sie schränken die Lebensfreude und Beweglichkeit Ihres Hundes massiv ein. Sie sind die stillen Übeltäter, die oft erst spät ihre wahre Fratze zeigen.
Akute Verletzungen an Muskeln und Bändern
Im Gegensatz zu den schleichenden Gelenkproblemen passieren Verletzungen an Muskeln oder Bändern meist plötzlich. Ein unglücklicher Sprung beim Spielen, eine falsche Bewegung im Eifer des Gefechts – und schon ist es passiert.
Der Klassiker in dieser Kategorie ist der Kreuzbandriss. Stellen Sie sich das Kreuzband im Knie Ihres Hundes wie ein zentrales Sicherungsseil vor, das Oberschenkel und Unterschenkel stabilisiert. Wenn dieses Seil reißt, wird das gesamte Knie instabil, was zu höllischen Schmerzen und einer sehr deutlichen Lahmheit führt. Meistens weigert sich der Hund, das betroffene Bein überhaupt noch zu belasten.
Aber auch einfache Muskelzerrungen, Prellungen oder Sehnenentzündungen können eine plötzliche Lahmheit auslösen. Oft entstehen sie durch eine Überlastung, zum Beispiel nach einem ungewöhnlich langen Spaziergang oder einer wilden Toberei im Park.
Wenn die Nerven das Problem sind
Manchmal liegt die Ursache gar nicht im Bein selbst, sondern im „Steuerungssystem“ – also im Nervensystem. Sind die Nervenbahnen, die die Hinterbeine versorgen, eingeklemmt oder beschädigt, kann das zu Schwäche, Koordinationsproblemen und eben auch Lahmheit führen.
Wichtig zu wissen: Neurologische Ursachen sind oft ein Notfall. Schnelles Handeln ist hier entscheidend, um bleibende Schäden zu vermeiden. Achten Sie auf Anzeichen wie schleifende Pfoten, einen unsicheren, schwankenden Gang oder sogar Lähmungserscheinungen.
Häufige neurologische Probleme sind:
- Bandscheibenvorfall: Ganz ähnlich wie beim Menschen kann eine Bandscheibe auf das Rückenmark drücken und so die Nervenverbindung zu den Hinterbeinen stören.
- Cauda-Equina-Syndrom: Hier werden die Nerven am Ende der Wirbelsäule eingeengt. Dieses Problem tritt häufig bei älteren, größeren Hunden auf.
- Spondylose: Das sind knöcherne Wucherungen an der Wirbelsäule, die die Beweglichkeit einschränken und auf die Nerven drücken können.
Weitere mögliche Ursachen im Überblick
Neben diesen großen Kategorien gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Gründe, warum Ihr Hund hinten lahmt. Diese sind oft leichter zu entdecken und zu behandeln, sollten aber auf keinen Fall übersehen werden.
- Pfotenverletzungen: Ein eingetretener Dorn, eine Glasscherbe, eine eingerissene Kralle oder ein Schnitt im Ballen – all das ist sehr schmerzhaft und führt dazu, dass der Hund das Bein sofort schont. Eine gründliche Inspektion der Pfote ist daher immer der erste und wichtigste Schritt.
- Knochenbrüche: Nach einem Unfall oder einem schlimmen Sturz ist ein Bruch eine reale Möglichkeit. Dies ist ein absoluter Notfall, der sofort tierärztliche Hilfe erfordert.
- Infektionskrankheiten: Bestimmte Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, wie Borreliose oder Anaplasmose, können Gelenkentzündungen und damit eine wandernde Lahmheit auslösen.
- Wachstumsschmerzen: Insbesondere junge Hunde großer Rassen können während ihrer Wachstumsphasen unter einer sogenannten Panostitis leiden, die zu vorübergehender Lahmheit führt.
Die Suche nach der Ursache, wenn ein Hund hinten lahmt, gleicht oft der Arbeit eines Detektivs. Jedes Symptom ist ein wertvoller Hinweis, der Sie und Ihren Tierarzt der richtigen Diagnose ein Stück näherbringt.
Symptome richtig deuten und wann sie zum Tierarzt müssen

Wenn Ihr Hund hinten lahmt, sind Sie als Besitzer sein allerwichtigster Beobachter. Ihre Fähigkeit, die Symptome genau zu erkennen und zu beschreiben, ist der erste und oft entscheidende Schritt auf dem Weg zur richtigen Diagnose. Es geht darum, vom passiven Sorgenmachen ins aktive Handeln zu kommen.
Stellen Sie sich einfach vor, Sie wären ein Detektiv und Ihr Hund gibt Ihnen durch sein Verhalten lauter kleine Hinweise. Ihre Aufgabe ist es nun, diese Hinweise zu sammeln und richtig zusammenzusetzen. Jedes noch so kleine Detail kann für den Tierarzt später Gold wert sein.
Diese genaue Beobachtung hilft nicht nur bei der Diagnose, sondern auch bei der wichtigen Entscheidung: Reicht vorerst Schonung oder ist eine sofortige Fahrt in die Tierarztpraxis unumgänglich?
Worauf sie genau achten sollten
Schauen Sie nicht nur auf das Humpeln selbst, sondern nehmen Sie das gesamte Verhalten Ihres Hundes unter die Lupe. Der Kontext, in dem die Lahmheit auftritt, verrät oft schon eine ganze Menge.
- Der Zeitpunkt des Humpelns: Humpelt Ihr Hund vor allem morgens nach dem Aufstehen und läuft sich dann nach ein paar Metern wieder ein? Das ist ein klassisches Anzeichen für Arthrose, den sogenannten Anlaufschmerz.
- Die Art der Entlastung: Belastet Ihr Hund das Bein gar nicht mehr und hält es permanent in der Luft? Das deutet auf starke Schmerzen hin, wie sie bei einem Kreuzbandriss oder einem Bruch auftreten können.
- Veränderungen im Gangbild: Wirkt der Gang allgemein steif und unsicher? Schleifen vielleicht die Krallen eines Hinterbeins hörbar über den Boden? Solche Anzeichen können auf neurologische Probleme hindeuten.
Diese Details sind wie Puzzleteile, die der Tierarzt zu einem vollständigen Bild zusammensetzt. Tatsächlich berichten in Deutschland über 60 % der Tierbesitzer, dass sie erste Lahmheitsanzeichen bemerken, lange bevor die Schmerzen chronisch werden. Oft sind es subtile Veränderungen wie ein steiferes Laufen oder das leichte Nachziehen eines Beins.
Subtile Hinweise nicht übersehen
Neben dem offensichtlichen Humpeln gibt es viele feinere Signale, die Ihr Hund aussendet. Diese sind leicht zu übersehen, liefern aber wertvolle Informationen über die Ursache und den Grad der Schmerzen.
Ein Hund, der Schmerzen hat, versucht instinktiv, diese zu verbergen. Das ist ein tief verwurzelter Überlebensinstinkt. Ihre Aufgabe als Halter ist es, durch diese Fassade zu blicken und die stillen Hilferufe zu erkennen.
Achten Sie daher auch auf Folgendes:
- Veränderte Kopfhaltung: Bewegt der Hund seinen Kopf beim Laufen anders als sonst? Oft hebt er den Kopf, wenn das schmerzende Hinterbein auf den Boden kommt, um es so instinktiv zu entlasten.
- Muskelzittern: Beobachten Sie feines Zittern oder Zucken in der Muskulatur des betroffenen Beins, selbst wenn der Hund eigentlich ruht.
- Verhaltensänderungen: Meidet Ihr Hund plötzlich Treppen, springt nicht mehr ins Auto oder aufs Sofa? Hat er weniger Lust zu spielen oder zieht er sich auffällig zurück?
- Lecken oder Knabbern: Konzentriert sich Ihr Hund auffällig auf eine bestimmte Stelle am Bein oder an der Pfote? Das ist oft ein Hinweis auf den genauen Schmerzpunkt.
Diese Beobachtungen helfen, das Problem besser einzugrenzen. Bei starken Gelenkbeschwerden können sich sogar Veränderungen im gesamten Körperbau zeigen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über die umfassende Problematik von Gelenkschmerzen beim Hund.
Wann der sofortige Gang zum Tierarzt nötig ist
Obwohl eine genaue Beobachtung wichtig ist, gibt es Situationen, in denen Sie keine Sekunde zögern sollten. In diesen Fällen ist sofortige tierärztliche Hilfe erforderlich, um schlimmere Schäden oder unnötiges Leiden zu verhindern.
Die Alarmglocken sollten schrillen, wenn:
- Vollständige Entlastung: Ihr Hund belastet das Bein überhaupt nicht mehr.
- Starke Schmerzäußerung: Er jault bei Berührung oder Bewegung des Beins laut auf.
- Sichtbare Verletzungen: Sie erkennen eine offene Wunde, eine starke Schwellung oder eine offensichtliche Fehlstellung des Knochens.
- Zusätzliche Symptome: Ihr Hund hat Fieber, wirkt apathisch, frisst nicht oder zeigt neurologische Ausfälle wie einen schwankenden Gang.
- Unfall: Die Lahmheit tritt direkt nach einem Unfall, einem Sturz oder einer Beißerei auf.
In all diesen Fällen ist Abwarten die falsche Strategie. Zögern Sie nicht und suchen Sie umgehend einen Tierarzt oder eine Tierklinik auf. Bei leichterem Humpeln ohne diese Alarmsignale können Sie die Situation für etwa 24 Stunden beobachten. Bessert sich der Zustand aber nicht oder verschlechtert sich sogar, ist auch dann ein Tierarztbesuch unerlässlich.
Der diagnostische Weg beim Tierarzt
Wenn Ihr Hund hinten lahmt und Sie sich Sorgen machen, ist der Gang zum Tierarzt der richtige Schritt. Keine Sorge, Sie begeben sich damit nicht in ein undurchschaubares Labyrinth, sondern auf einen klaren, gut durchdachten diagnostischen Pfad. Das Ziel ist es, die Ursache für das Humpeln systematisch einzukreisen – von einem allgemeinen Symptom hin zu einer handfesten Diagnose. Nur so kann Ihrem Hund wirklich geholfen werden.
Ein Tierarztbesuch kann natürlich aufwühlen, aber wenn Sie die einzelnen Schritte verstehen, nimmt das viel von der anfänglichen Unsicherheit. Sie werden so zu einem wichtigen Partner im Gesundheitsteam Ihres Lieblings.
Die Anamnese – das grundlegende Gespräch
Jede gute Untersuchung fängt mit einem ausführlichen Gespräch an, der sogenannten Anamnese. Stellen Sie es sich wie Detektivarbeit vor: Sie liefern die entscheidenden Hinweise, und der Tierarzt fügt die Puzzleteile zusammen. Ihre Beobachtungen sind hier Gold wert.
Der Tierarzt wird Ihnen gezielte Fragen stellen, zum Beispiel:
- Seit wann humpelt Ihr Hund genau?
- Gab es vielleicht einen Unfall oder eine kleine Rangelei, an die Sie sich erinnern?
- Tritt die Lahmheit eher nach dem Aufstehen auf oder verstärkt sie sich nach einem langen Spaziergang?
- Ist Ihnen sonst etwas aufgefallen? Vielleicht, dass er weniger Appetit hat oder sich zurückzieht?
Jede Ihrer Antworten hilft dabei, das Bild zu schärfen und erste Vermutungen anzustellen.
Die orthopädische Untersuchung
Nach dem Gespräch geht es ans Eingemachte: die klinische Untersuchung. Zuerst wird der Tierarzt Ihren Hund beobachten, wie er steht und läuft. Diese Ganganalyse ist oft schon sehr aufschlussreich. Sie verrät, welches Bein betroffen ist und wie stark Ihr Hund es schont.
Danach folgt die Untersuchung mit den Händen. Der Tierarzt tastet das Bein systematisch ab, von der Pfote über das Sprung- und Kniegelenk bis hoch zur Hüfte. Durch sanftes Beugen, Strecken und gezielte Handgriffe prüft er auf:
- Schmerzreaktionen (ein Zucken, ein leises Winseln)
- Schwellungen oder ungewöhnliche Wärme
- Eingeschränkte Beweglichkeit in den Gelenken
- Instabilitäten, wie das berühmte „Schubladenphänomen“ beim Verdacht auf einen Kreuzbandriss
Erstaunlich oft lässt sich die schmerzhafte Stelle schon durch diese gründliche Untersuchung ganz genau lokalisieren.
Eine der häufigsten, aber oft übersehenen Ursachen für plötzliches Humpeln sind tatsächlich kleine Verletzungen an der Pfote. Ein spitzer Stein, ein Dorn im Ballen – und schon ist es passiert. Studien zeigen aber auch, dass bei etwa 10–15 % der Fälle neurologische Probleme wie ein Bandscheibenvorfall dahinterstecken. Wenn Sie mehr über die vielfältigen Ursachen erfahren möchten, finden Sie auf dieser Fachseite zur Hundegesundheit weitere Einblicke.
Bildgebende Verfahren für den Blick ins Innere
Manchmal reicht die manuelle Untersuchung einfach nicht aus, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Oder es besteht der Verdacht auf ein tieferliegendes Problem. Dann kommen bildgebende Verfahren ins Spiel, die uns einen direkten Blick auf Knochen, Gelenke und das umliegende Gewebe ermöglichen.
- Röntgen: Das ist der Klassiker, um Knochen und Gelenke zu beurteilen. Arthrose, ein Knochenbruch oder eine Hüftdysplasie werden hier sofort sichtbar.
- Ultraschall (Sonografie): Diese Technik ist perfekt, um Weichteile wie Muskeln, Sehnen und Bänder darzustellen. Ein Kreuzbandriss oder eine Sehnenentzündung lässt sich damit oft zweifelsfrei bestätigen.
- Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT): Diese hochmodernen Methoden kommen bei komplexeren Fällen zum Einsatz. Vor allem, wenn der Verdacht auf neurologische Ursachen wie einen Bandscheibenvorfall besteht oder ein Gelenkproblem schwer zu beurteilen ist.
Ihr Tierarzt wird Ihnen immer genau erklären, warum ein bestimmtes Verfahren sinnvoll ist und was er sich davon erhofft. So bleiben Sie stets im Bilde und können alle Entscheidungen nachvollziehen.

Diese Infografik fasst die drei Säulen der Gelenk-Vorsorge wunderbar zusammen.
Sie zeigt ganz klar, wie regelmäßige Bewegung, ein gesundes Gewicht und die gezielte Unterstützung durch Nährstoffe ineinandergreifen, um die Gelenke Ihres Hundes langfristig gesund und fit zu halten.
Moderne Behandlungsmöglichkeiten und was Sie zu Hause tun können
Sobald die Diagnose steht, beginnt der entscheidende Teil: die Behandlung. Die gute Nachricht ist, dass wir heute eine ganze Reihe an Möglichkeiten haben, um einem Hund mit Lahmheit in den Hinterbeinen wirklich zu helfen. Der Therapieplan wird dabei immer ganz individuell auf die Ursache, das Alter und den allgemeinen Zustand Ihres Hundes zugeschnitten.
Man kann die Behandlung grob in zwei große Bereiche aufteilen: die professionelle medizinische Versorgung durch den Tierarzt und das, was Sie als Besitzer aktiv zu Hause beisteuern können. Meistens ist es genau diese Kombination, die am Ende den größten und nachhaltigsten Erfolg bringt.
Tierärztliche Behandlungsstrategien
Je nach Befund wird Ihr Tierarzt eine oder mehrere der folgenden Behandlungen vorschlagen. Das Ziel ist immer dasselbe: Schmerzen zu lindern, Entzündungen einzudämmen und die Funktion des Bewegungsapparates so gut wie möglich wiederherzustellen.
- Medikamentöse Therapie: Das ist oft der erste Schritt, um akute Schmerzen und Entzündungen schnell in den Griff zu bekommen. Meist kommen hier sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) zum Einsatz, die extra für Hunde entwickelt wurden. Sie sind ein wichtiger Baustein, um den Teufelskreis aus Schmerz und Schonhaltung zu durchbrechen.
- Chirurgische Eingriffe: Bei manchen Diagnosen führt kein Weg an einer Operation vorbei. Ein gerissenes Kreuzband, eine fortgeschrittene Hüftdysplasie oder ein komplizierter Bruch erfordern oft einen chirurgischen Eingriff. Nur so lässt sich die Stabilität des Gelenks wiederherstellen und man verhindert langfristige Folgeschäden.
- Physiotherapie: Ein absolut zentraler Baustein in der modernen Tiermedizin. Ganz ähnlich wie bei uns Menschen hilft sie, die Muskulatur gezielt wieder aufzubauen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Methoden wie das Laufen auf dem Unterwasserlaufband sind dabei besonders effektiv, da sie die Gelenke schonen, während die Muskeln kräftig arbeiten müssen.
Aus der Praxis: Physiotherapie ist viel mehr als nur ein nettes Wellness-Programm. Es ist eine aktive Therapie, die den Heilungsprozess nach OPs massiv beschleunigen und bei chronischen Krankheiten wie Arthrose die Lebensqualität enorm steigern kann. Sie hilft dabei, Fehlbelastungen zu korrigieren und eine gesunde, stützende Muskulatur aufzubauen.
Zusätzlich gewinnen auch alternative Ansätze wie Akupunktur oder die Behandlung durch einen fähigen Hundeosteopathen, der Blockaden löst, immer mehr an Bedeutung. Sie können eine wunderbare Ergänzung zur klassischen Behandlung sein.
Ihr aktiver Beitrag zur Genesung zu Hause
Ihre Rolle als Hundebesitzer endet nicht an der Praxistür – im Gegenteil, hier fängt sie erst richtig an. Mit gezielten Maßnahmen im Alltag können Sie einen riesigen Unterschied für die Genesung und das Wohlbefinden Ihres Hundes machen.
1. Passen Sie die Umgebung an Gestalten Sie Ihr Zuhause gelenkschonend. Rutschige Böden wie Parkett oder Fliesen sind für einen Hund mit Problemen in der Hinterhand eine echte Herausforderung. Legen Sie Teppiche oder Läufer aus, um ihm mehr Halt zu geben. Eine Rampe für das Auto erspart schmerzhafte Sprünge und auch das Springen auf die Couch sollte tabu sein.
2. Bewegen Sie sich richtig „Schonung“ bedeutet nicht, dass Ihr Hund nur noch in der Ecke liegen soll. Bewegung ist extrem wichtig, aber sie muss kontrolliert und angepasst sein. Kurze, regelmäßige Spaziergänge an der Leine auf ebenem Boden sind oft viel besser als eine einzige lange Tour mit wildem Toben. Vermeiden Sie abrupte Stopps, schnelle Wendungen und Sprünge.
3. Achten Sie auf das Gewicht Das ist vielleicht der wichtigste Punkt von allen. Jedes Gramm Übergewicht ist eine zusätzliche Last für die ohnehin schon schmerzenden Gelenke. Eine Gewichtsreduktion ist oft die wirksamste nicht-medikamentöse Maßnahme überhaupt, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Ihr Tierarzt hilft Ihnen gerne dabei, einen passenden Diätplan zu erstellen.
4. Unterstützen Sie mit den richtigen Nährstoffen Auch die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle. Natürliche, wissenschaftlich fundierte Gelenknährstoffe können die Gelenkgesundheit von innen heraus unterstützen. Inhaltsstoffe wie Grünlippmuschelextrakt, Glucosamin, MSM und Chondroitin sind bekannt dafür, die Knorpelgesundheit zu fördern und entzündungshemmend zu wirken. Gerade bei chronischen Leiden wie Arthrose können sie einen wertvollen Beitrag leisten. Wenn Sie sich fragen, was bei Arthrose beim Hund wirklich hilft, finden Sie in unserem detaillierten Ratgeber dazu weitere wertvolle Informationen.
Indem Sie diese professionellen Behandlungen mit einem durchdachten Management zu Hause kombinieren, geben Sie Ihrem Hund die bestmögliche Chance auf eine schnelle Genesung und ein schmerzfreies, bewegliches Leben.
Häufig gestellte Fragen zur Lahmheit beim Hund
Wenn der eigene Hund plötzlich hinten lahmt, schießen einem unzählige Fragen durch den Kopf. Das ist ganz normal und zeigt nur, wie sehr Sie sich sorgen. Um Ihnen in dieser unsicheren Situation eine erste Orientierung zu geben, haben wir hier die häufigsten und dringendsten Fragen von Hundebesitzern gesammelt und ganz praxisnah beantwortet.
Mein Hund lahmt hinten plötzlich nach dem Spielen – was soll ich tun?
Das ist ein Klassiker: Nach einer wilden Toberei humpelt der Hund plötzlich. Das Wichtigste zuerst: Bewahren Sie Ruhe. Nehmen Sie Ihren Hund sofort aus dem Spiel und sorgen Sie dafür, dass er sich nicht weiter verausgabt. Springen oder Rennen sind jetzt tabu, um eine mögliche Verletzung nicht schlimmer zu machen.
Schauen Sie sich in einer ruhigen Minute die Pfote und das Bein ganz vorsichtig an. Sehen Sie eine Wunde, einen Dorn, eine Scherbe? Fühlt sich eine Stelle geschwollen oder heiß an? Manchmal ist die Ursache banal, wie ein kleiner Stein zwischen den Zehenballen.
Wenn die Lahmheit aber sehr stark ist, Ihr Hund jault oder das Bein gar nicht mehr aufsetzt, zögern Sie bitte nicht und fahren Sie zum Tierarzt. Ist es nur ein leichtes Humpeln und Sie finden nichts Offensichtliches, können Sie die Lage erstmal 24 Stunden beobachten. Aber achten Sie wirklich auf strikte Schonung! Wird es in dieser Zeit nicht deutlich besser, ist der Gang zum Tierarzt trotzdem Pflicht, um Zerrungen oder gar einen Kreuzbandriss auszuschließen.
Kann die Lahmheit meines alten Hundes einfach nur am Alter liegen?
Diese Frage hören Tierärzte ständig und die Antwort ist ein klares Jein. Ja, altersbedingter Gelenkverschleiß, also Arthrose, ist eine sehr häufige Ursache für Lahmheit bei Senioren. Aber man darf Lahmheit niemals einfach als „normale“ Alterserscheinung abtun.
Schmerz ist niemals normal, egal in welchem Alter. Wenn Ihr alter Hund lahmt, dann hat er Schmerzen. Und Schmerzen schmälern die Lebensqualität ganz erheblich. Sie einfach hinzunehmen, wäre Ihrem treuen Begleiter gegenüber nicht fair.
Der entscheidende Punkt ist: Arthrose ist zwar nicht heilbar, aber sie ist absolut behandelbar! Mit moderner Schmerztherapie, Physiotherapie, dem richtigen Gewicht und gezielten Nährstoffen kann man die Beweglichkeit und vor allem die Lebensfreude eines Hundeseniors enorm verbessern. Eine tierärztliche Diagnose ist daher immer der erste und wichtigste Schritt. So kann der Tierarzt einen individuellen Plan erstellen, der Ihrem Hund wieder mehr schmerzfreie Momente schenkt.
Welche Rolle spielt das Gewicht bei Lahmheit der Hinterbeine?
Eine absolut entscheidende und oft unterschätzte Rolle! Stellen Sie es sich ganz einfach vor: Jedes Kilo Übergewicht ist eine dauerhafte, zusätzliche Last, die auf den Gelenken liegt – ganz besonders auf den Hüft- und Kniegelenken der Hinterläufe.
Wenn schon eine Gelenkerkrankung wie Hüftdysplasie oder Arthrose da ist, wirkt Übergewicht wie ein Brandbeschleuniger. Es verstärkt den Schmerz, treibt den Knorpelabbau voran und heizt die Entzündungen im Gelenk an. Oft ist eine erfolgreiche Gewichtsabnahme eine der wirksamsten Maßnahmen überhaupt.
Eine Gewichtsreduktion kann:
- Schmerzen spürbar lindern und so oft den Bedarf an Schmerzmitteln senken.
- Die Beweglichkeit des Hundes deutlich verbessern.
- Das Voranschreiten von Arthrose verlangsamen und die Lebensqualität steigern.
Eine Diät ist keine Bestrafung, sondern eine der liebevollsten Therapien, die Sie Ihrem Hund schenken können. Ihr Tierarzt hilft Ihnen dabei, einen gesunden und machbaren Plan zu erstellen, der genau auf Ihren Hund zugeschnitten ist.
Wie kann ich Lahmheit bei meinem Hund vorbeugen?
Eine hundertprozentige Garantie gibt es leider nie, aber Sie als Besitzer haben eine Menge in der Hand, um das Risiko deutlich zu senken. Prävention ist hier das Zauberwort und sie fängt schon im Welpenalter an.
Ein ganz zentraler Punkt ist das gesunde Körpergewicht. Halten Sie Ihren Hund von Anfang an schlank. Das ist die beste Entlastung für die Gelenke.
Sorgen Sie für regelmäßige, aber passende Bewegung. Gleichmäßige Spaziergänge, am besten auf weichem Boden, bauen eine starke, stützende Muskulatur auf – das natürliche Stoßdämpfersystem des Körpers. Vermeiden Sie dagegen extreme Belastungen wie abrupte Stopps oder ständiges Ballspielen auf rutschigem Boden.
Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Ein hochwertiges Futter liefert alle Bausteine für gesunde Knochen und Gelenke. Bei Welpen großer Rassen ist es zudem wichtig, auf ein langsames, kontrolliertes Wachstum zu achten, um Gelenkproblemen wie HD vorzubeugen.
Zusätzlich können Sie die Gelenke von innen mit gezielten Nährstoffen unterstützen. Natürliche Zusätze wie Grünlippmuschel, Glucosamin und Chondroitin haben sich bewährt, um den Knorpel zu stärken und die Gelenkfunktion zu fördern. Und nicht zu vergessen: Regelmäßige Check-ups beim Tierarzt helfen, Probleme früh zu erkennen – oft schon, bevor eine Lahmheit überhaupt sichtbar wird.
Die Gelenkgesundheit ist der Schlüssel zu einem glücklichen und aktiven Hundeleben. Wenn Sie die Bewegungsfreude Ihres Vierbeiners proaktiv unterstützen oder bestehende Beschwerden natürlich lindern möchten, bietet Dr. Wuffy eine wissenschaftlich fundierte und von Tierärzten empfohlene Lösung. Unsere Gelenkformel wurde entwickelt, um die Gelenke Ihres Hundes gezielt zu stärken und zu schützen.
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