Das richtige hundefutter bei arthrose

Bei einem Hund mit Arthrose ist das richtige Futter so viel mehr als nur eine Mahlzeit. Sehen Sie es als eines der wichtigsten Werkzeuge, mit dem Sie die Lebensqualität Ihres Lieblings ganz direkt verbessern können. Ein gezielt darauf abgestimmter Futterplan kann helfen, Entzündungen zu lindern, das Gewicht in den Griff zu bekommen und die Gelenke mit genau den Nährstoffen zu versorgen, die sie jetzt dringend brauchen.

Wie die ernährung die gelenke ihres hundes beeinflusst

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Stellen Sie sich die Gelenke Ihres Hundes einmal wie die Stoßdämpfer bei einem Auto vor. Jahrelang federn sie unzählige Sprünge, Sprints und wilde Spiele ab. Aber genau wie bei einem Auto kommt es mit der Zeit zu Verschleiß. Der Gelenkknorpel wird dünner, rauer und verliert seine Pufferfunktion. Das ist der Beginn der Arthrose – ein Prozess, der zu Steifheit, Schmerzen und leider auch zu weniger Bewegungsfreude führt.

Genau an diesem Punkt kommt die Ernährung ins Spiel, und ihre Rolle ist weitaus größer, als die meisten Hundebesitzer ahnen. Jeder einzelne Bissen, den Ihr Hund frisst, kann diesen Verschleißprozess entweder beschleunigen oder ihn verlangsamen. Die Fütterung ist also kein passiver Vorgang, sondern ein unglaublich wirksames Instrument, mit dem Sie die Gelenkgesundheit aktiv in die richtige Richtung lenken können.

Der doppelte schlag gegen die gelenke

Es gibt zwei Hauptfaktoren, die Arthrose-Symptome massiv verschlimmern – und das Gute ist: Beide lassen sich direkt über den Futternapf beeinflussen. Wir sprechen von Übergewicht und chronischen Entzündungen.

  • Übergewicht als Dauerbelastung: Jedes Kilo zu viel auf den Rippen wirkt wie ein schwerer Rucksack, den Ihr Hund permanent mit sich herumschleppt. Diese ständige Zusatzlast drückt unaufhörlich auf die Gelenke und treibt den Knorpelabbau gnadenlos voran. Ein passendes Diätfutter hilft dabei, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und zu halten. Das ist die direkteste Entlastung, die Sie den Gelenken Ihres Hundes verschaffen können.

  • Entzündungen als unsichtbarer feind: Arthrose ist eben nicht nur ein mechanisches Verschleißproblem, sondern auch ein entzündlicher Prozess im Körper. Manche Futterbestandteile, wie ein Zuviel an Omega-6-Fettsäuren oder einfache Zucker, können diese Entzündungen regelrecht anfachen. Im Gegenzug gibt es aber auch Nährstoffe, die wie eine kleine Feuerwehr wirken und das „Feuer“ in den Gelenken eindämmen.

In Deutschland leiden Schätzungen zufolge 20 bis 30 Prozent aller Hunde an Arthrose. Damit gehört sie zu den häufigsten chronischen Erkrankungen überhaupt. Zahlreiche Studien zeigen immer wieder, dass eine gezielte Ernährung ein absoluter Eckpfeiler der Behandlung ist. Vor allem das Gewichtsmanagement gilt als entscheidend, da Übergewicht nicht nur die mechanische Last vervielfacht, sondern auch den Knorpelverschleiß fördert. Wenn Sie tiefer in die Zusammenhänge von Ernährung und Arthrose eintauchen möchten, finden Sie bei happydog.de weitere Informationen.

Mehr als nur sattmachen

Ein gutes Futter bei Arthrose ist also weit mehr als nur ein Energielieferant. Es ist eine funktionale Mahlzeit, die ganz gezielt auf die besonderen Bedürfnisse des Gelenkstoffwechsels eingeht. Es versorgt den Körper nicht nur mit Kalorien, sondern liefert auch genau die Bausteine, die für den Schutz und die Regeneration des Gelenkknorpels gebraucht werden.

Man könnte sagen, das Futter wirkt wie eine Art innere Gelenkpflege. Während Schmerzmittel oft nur akute Symptome lindern, arbeitet die richtige Ernährung kontinuierlich im Hintergrund, um die Ursachen zu bekämpfen und die Gelenkstruktur von innen heraus zu stärken.

Ein Futter, das speziell für Hunde mit Gelenkproblemen konzipiert wurde, verfolgt daher immer mehrere Ziele auf einmal. Es muss gut sättigen, um das Gewicht unter Kontrolle zu halten, aber gleichzeitig voller wichtiger Nährstoffe stecken, damit es zu keinen Mängeln kommt.

Es liefert ganz gezielt Wirkstoffe, die Entzündungen hemmen und den Knorpelaufbau unterstützen können. So wird der Futternapf zu Ihrem täglichen Verbündeten im Kampf gegen die Arthrose – für ein bewegliches und möglichst schmerzfreies Hundeleben. Sie schaffen damit die unverzichtbare Grundlage, auf der alle weiteren Behandlungen wie Physiotherapie oder angepasste Bewegung erst ihre volle Wirkung entfalten können.

Die wichtigsten Nährstoffe für gesunde Gelenke

Wenn Sie nach dem besten Futter für Ihren Hund mit Arthrose suchen, stellen Sie sich die Zutatenliste am besten wie den Inhalt eines gut sortierten Werkzeugkoffers vor. Jede einzelne Zutat hat eine ganz spezielle Aufgabe, um das angeschlagene „Gelenkgetriebe“ Ihres Vierbeiners wieder in Schuss zu bringen – es zu schmieren, zu schützen und bei Reparaturen zu helfen.

Anstatt sich von Fachbegriffen einschüchtern zu lassen, hilft es, die wichtigsten Nährstoffe als ein Team von Spezialisten zu sehen. Einige dieser Helfer rücken aus, um die ständigen Entzündungsherde im Gelenk einzudämmen. Andere liefern wiederum genau die Bausteine, die der Körper braucht, um den strapazierten Knorpel zu stärken und die Gelenkschmiere geschmeidig zu halten. Mit diesem Wissen im Hinterkopf können Sie Futteretiketten souverän lesen und eine wirklich gute Entscheidung für Ihren Hund treffen.

Omega-3-Fettsäuren: Die Entzündungshemmer

Stellen Sie sich die chronische Entzündung im Gelenk Ihres Hundes wie ein kleines, aber ständig schwelendes Feuer vor. Dieses Feuer tut nicht nur weh, es sorgt auch für Schwellungen und beschleunigt den Knorpelabbau immer weiter. Genau hier kommen die Omega-3-Fettsäuren ins Spiel, allen voran die beiden Kraftpakete Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Sie sind quasi die natürliche Feuerwehr des Körpers.

Diese besonderen Fettsäuren, die man vor allem in fettreichen Kaltwasserfischen wie Lachs, Hering und Makrele oder auch in Algenöl findet, haben eine beeindruckend starke entzündungshemmende Wirkung. Sie greifen direkt in die biochemischen Abläufe ein und helfen dabei, die Produktion von entzündungsfördernden Stoffen im Körper zu reduzieren.

Ein hoher Gehalt an EPA und DHA im Futter ist einer der am besten erforschten und wirksamsten ernährungsphysiologischen Ansätze bei Arthrose. Er kann entscheidend dazu beitragen, den Teufelskreis aus Entzündung, Schmerz und weiterem Gelenkverschleiß zu durchbrechen.

Achten Sie auf der Futterverpackung auf Hinweise wie „hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren“ oder die klare Nennung von Fischöl, Lachsöl oder Algenöl weit oben in der Zutatenliste. Ein entscheidender Faktor ist dabei auch ein gutes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren, das idealerweise unter 5:1 liegen sollte.

Glukosamin und Chondroitin: Die Knorpelbaumeister

Wenn die Omega-3-Fettsäuren die Feuerwehr sind, dann sind Glukosamin und Chondroitinsulfat das Bauteam. Diese beiden Substanzen, auch Glykosaminoglykane (GAGs) genannt, sind ganz natürliche Bestandteile des Gelenkknorpels und der Gelenkflüssigkeit.

Ihre Hauptaufgabe ist es, den Knorpel elastisch zu halten und die Produktion der wichtigen Gelenkschmiere anzukurbeln. Man kann sich den Knorpel wie einen Schwamm vorstellen, der bei jeder Bewegung Stöße abfedert. Chondroitin sorgt dafür, dass dieser Schwamm genügend Wasser binden kann und seine Pufferfunktion behält. Glukosamin liefert parallel dazu die Grundbausteine, um kleine Schäden im Knorpelgewebe zu reparieren.

  • Glukosamin: Dient als fundamentaler Baustoff für die Bildung größerer Moleküle, die für den Aufbau und die Reparatur des Knorpels unerlässlich sind.
  • Chondroitinsulfat: Ist entscheidend für die stoßdämpfende Eigenschaft des Knorpels, da es Wasser bindet und ihm seine Elastizität verleiht. Es hemmt zusätzlich bestimmte Enzyme, die den Knorpel abbauen.

In einem hochwertigen Arthrose-Futter werden diese beiden Stoffe oft gezielt zugesetzt, um den Gelenkstoffwechsel direkt zu unterstützen. Häufige Quellen sind Extrakte aus der Grünlippmuschel, Krebstieren oder auch Rinderknorpel. Falls Sie noch tiefer in das Thema einsteigen möchten, finden Sie in unserem Beitrag, was bei Arthrose beim Hund hilft, viele weitere wertvolle Tipps.

Antioxidantien: Der Zellschutz für die Gelenke

Bei all den Entzündungsprozessen im Gelenk entstehen aggressive Moleküle, die man als freie Radikale bezeichnet. Sie verursachen oxidativen Stress und schädigen die Knorpelzellen zusätzlich – ein bisschen so, als würde Metall anfangen zu rosten.

Hier kommen die Antioxidantien ins Spiel. Sie agieren wie persönliche Bodyguards für jede einzelne Zelle. Ihre Aufgabe ist es, diese freien Radikale zu neutralisieren und das Gelenkgewebe so vor weiteren Angriffen und Schäden zu schützen.

Zu den wichtigsten Bodyguards in diesem Team gehören:

  • Vitamin E: Ein starkes, fettlösliches Antioxidans, das die Zellmembranen schützt.
  • Vitamin C: Stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern ist auch für die Bildung von Kollagen – einem Hauptbestandteil von Knorpel und Bindegewebe – unverzichtbar.
  • Mangan und Zink: Diese Spurenelemente sind wichtige Helfer für körpereigene antioxidative Enzyme.

Ein gutes Futter für Arthrose-Hunde berücksichtigt diesen erhöhten Bedarf und enthält daher eine höhere Konzentration dieser schützenden Vitamine und Spurenelemente, um den Gelenken einen wirksamen Rundumschutz zu bieten.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Nährstoffe und ihre Aufgaben für die Gelenke noch einmal übersichtlich zusammen.

Wirkstoffe im Arthrose-Futter und ihre Funktion

Nährstoff/Wirkstoff Wirkung im Gelenk Beispiele für Quellen
Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA) Wirken stark entzündungshemmend und lindern Schmerzen. Fischöl (Lachs, Hering), Algenöl
Glukosamin Dient als Grundbaustein für den Knorpelaufbau und Reparaturen. Grünlippmuschel, Schalentiere
Chondroitinsulfat Erhält die Elastizität und Stoßdämpferfunktion des Knorpels. Grünlippmuschel, Tierknorpel
Vitamin E Schützt die Zellmembranen vor oxidativem Stress. Pflanzenöle, Getreidekeime, Nüsse
Vitamin C Fängt freie Radikale ab und ist für die Kollagenbildung wichtig. Obst, Gemüse, Kräuter
Mangan & Zink Unterstützen als Cofaktoren die körpereigene antioxidative Abwehr. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Fleisch

Diese Wirkstoffe sind die Eckpfeiler einer gezielten Ernährung, die darauf abzielt, die Lebensqualität Ihres Hundes spürbar zu verbessern.

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Die Grafik zeigt es ganz klar: Neben der genetischen Veranlagung und dem natürlichen Alterungsprozess ist vor allem das Körpergewicht ein entscheidender Faktor, den Sie als Halter direkt beeinflussen können, um die Gelenke Ihres Hundes nachhaltig zu entlasten.

Natürliche Zusätze, die wirklich helfen

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Neben einem speziell formulierten Hundefutter für Arthrose-Patienten hält die Natur eine ganze Apotheke für uns bereit. Diese natürlichen Helfer können den Speiseplan Ihres Hundes wunderbar ergänzen und seine Gelenkgesundheit spürbar verbessern. Ihre Wirkung ist oft sanft, aber dafür umso nachhaltiger, wenn es darum geht, Schmerzen zu lindern und die Freude an der Bewegung zurückzubringen.

Man kann sich diese Naturstoffe wie ein Team aus spezialisierten Handwerkern vorstellen, die genau dort anpacken, wo die Gelenke Hilfe brauchen. Anstatt auf rein synthetische Wirkstoffe zu setzen, nutzen wir hier die geballte Kraft aus Pflanzen und dem Meer. Richtig kombiniert, werden sie zu einer wichtigen Säule in der ganzheitlichen Betreuung Ihres Vierbeiners.

Die Kraftpakete aus der Natur

Einige natürliche Ergänzungen haben sich in der Praxis besonders bewährt und sind heute aus vielen guten Gelenk-Rezepturen nicht mehr wegzudenken. Ihr Geheimnis liegt in einer cleveren Kombination aus entzündungshemmenden Eigenschaften und der Zufuhr wichtiger Bausteine für den Knorpelstoffwechsel.

Zu den bekanntesten und am besten untersuchten gehören:

  • Grünlippmuschel-Extrakt: Dieses „Superfood“ aus neuseeländischen Gewässern ist vollgepackt mit Glykosaminoglykanen (GAGs) wie Chondroitin und Glukosamin sowie wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Ein echtes Kraftpaket für die Gelenke!
  • Teufelskralle: Die Wurzel dieser afrikanischen Pflanze ist bekannt für ihre schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Viele Hundehalter berichten, dass sie die Morgensteifigkeit reduziert und die allgemeine Beweglichkeit verbessert.
  • Hagebuttenpulver: Reich an Vitamin C und besonderen Pflanzenstoffen, den Galaktolipiden, stärkt die Hagebutte nicht nur das Immunsystem. Sie wirkt auch antioxidativ und entzündungshemmend und hilft so, die Knorpelzellen vor schädlichen Angriffen zu schützen.

Diese Naturstoffe sind oft Teamplayer. Deshalb kombinieren hochwertige Ergänzungsmittel, wie zum Beispiel die Gelenkformel von Dr. Wuffy, diese Wirkstoffe ganz gezielt. So verstärken sie sich gegenseitig und unterstützen die Gelenke auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Wenn Sie tiefer in das Thema eintauchen möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über die Vorteile der Grünlippmuschel für Hunde.

Wichtig bei natürlichen Zusätzen ist vor allem eins: Geduld. Anders als klassische Schmerzmittel entfalten sie ihre volle Wirkung oft erst nach einigen Wochen regelmäßiger Gabe. Dafür unterstützen sie den Körper aber langfristig und von innen heraus.

Knochenbrühe: Ein fast vergessenes Hausmittel

Eine selbstgekochte oder hochwertig gekaufte Knochenbrühe ist eine wahre Nährstoffbombe und ein altbewährtes Mittel zur Stärkung der Gelenke. Durch das stundenlange Köcheln von Knochen und Knorpel werden wertvolle Substanzen wie Kollagen, Glukosamin und Hyaluronsäure herausgelöst. So liegen sie in einer Form vor, die der Körper des Hundes besonders gut aufnehmen kann.

Gerade in Deutschland erleben solche traditionellen Hausmittel eine Renaissance. Produkte, die reich an Glukosamin und Hyaluronsäure sind, stehen hoch im Kurs, da beide Substanzen nachweislich die Knorpelregeneration fördern und die Gelenkschmiere verbessern können. Neben Knochenbrühe haben sich auch Kräutermischungen mit Teufelskralle, Weidenrinde und Hagebutte als wertvolle Ergänzungen etabliert.

Dosierung und Anwendung

Bei all den guten Inhaltsstoffen ist die richtige Dosierung das A und O. Zu wenig bringt nicht den gewünschten Effekt, zu viel kann im schlimmsten Fall den Magen-Darm-Trakt belasten.

Ein paar Tipps aus der Praxis:

  1. Langsam anfangen: Führen Sie neue Zusätze immer schrittweise ein. Starten Sie mit einer kleinen Prise und steigern Sie die Menge über mehrere Tage, damit sich der Körper Ihres Hundes daran gewöhnen kann.
  2. Anweisungen beachten: Halten Sie sich immer an die Fütterungsempfehlung des Herstellers. Diese ist normalerweise auf das Körpergewicht des Hundes abgestimmt und sorgfältig kalkuliert.
  3. Tierärztliche Absprache: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie neue Ergänzungen füttern. Das ist besonders wichtig, wenn Ihr Hund bereits andere Medikamente bekommt, um unerwünschte Wechselwirkungen auszuschließen.

Indem Sie die Ernährung Ihres Hundes gezielt mit diesen natürlichen Helfern anreichern, schaffen Sie eine hervorragende Basis, um seine Gelenkgesundheit aktiv zu fördern und ihm ein großes Stück Lebensqualität zurückzugeben.

Warum weniger Protein manchmal mehr ist

Wenn wir an das perfekte Futter für unseren Hund denken, haben die meisten von uns ein klares Bild im Kopf: ein Napf, der bis zum Rand mit saftigem Fleisch gefüllt ist. Der Gedanke „viel Protein = viel gut“ sitzt tief, schließlich stammt der Hund ja vom Wolf ab. Doch gerade bei einem Hund, der unter Arthrose leidet, kann diese gut gemeinte Fütterungsstrategie genau das Gegenteil bewirken. Hier gilt tatsächlich: Weniger ist oft deutlich mehr.

Ein Zuviel an Protein kann die ohnehin schon schmerzenden Gelenke zusätzlich belasten. Stellen Sie sich das Gelenk Ihres Hundes wie ein feines Uhrwerk vor. Bei Arthrose läuft dieses Getriebe sowieso schon rau und unrund. Eine übermäßige Proteinzufuhr ist dann wie feiner Sand, der in dieses empfindliche System rieselt und die Reibung und damit den Schmerz nur noch schlimmer macht.

Der Sand im Getriebe: Harnsäure

Woher kommt dieser „Sand“? Er entsteht beim Abbau von Proteinen, genauer gesagt beim Abbau von Purinen. Diese Stoffe stecken in besonders hohen Mengen in Fleisch, Innereien und einigen Fischsorten. Nimmt der Hund mehr Purine auf, als sein Körper verarbeiten kann, bleibt als Abfallprodukt Harnsäure übrig.

Ein gesunder Hundekörper wird diese Harnsäure normalerweise einfach über die Nieren los. Bekommt er aber dauerhaft zu viel Protein, ist das System irgendwann überlastet. Der Harnsäurespiegel im Blut steigt an.

Das Problem dabei ist, dass überschüssige Harnsäure im Körper kristallisiert. Es bilden sich winzige, spitze Salze – die sogenannten Urate. Diese kleinen Kristalle lagern sich bevorzugt in kühleren Körperregionen ab, und dazu gehören leider auch die Gelenkkapseln.

Für ein ohnehin schon entzündetes Arthrose-Gelenk sind diese Ablagerungen pures Gift. Sie wirken wie feine Glassplitter, die bei jeder einzelnen Bewegung zusätzlich reizen, die Entzündung weiter anfachen und die Schmerzen für den Hund unerträglich machen können.

Die Balance zwischen Muskelkraft und Gelenkschonung

Jetzt denken Sie vielleicht: „Soll ich meinem Hund also gar kein Protein mehr füttern?“ Die Antwort ist ein klares Nein. Protein ist lebenswichtig, ganz besonders für den Erhalt einer starken Muskulatur. Und genau diese Muskeln sind für einen Arthrose-Hund entscheidend – sie wirken wie ein stützendes Korsett, das die instabilen Gelenke stabilisiert und entlastet. Ein Muskelabbau wäre also fatal.

Die Lösung liegt in der goldenen Mitte, einer cleveren Balance:

  1. Qualität vor Quantität: Achten Sie auf hochwertige und leicht verdauliche Proteinquellen. Mageres Muskelfleisch, Eier oder Milchprodukte wie Hüttenkäse liefern wertvolle Aminosäuren, ohne den Körper mit übermäßig vielen Purinen zu fluten.
  2. Moderate Menge: Der Proteingehalt im Futter muss zum tatsächlichen Bedarf passen. Ein älterer, gemütlicher Hund braucht deutlich weniger Protein als ein junger Sporthund im Training. Ein angepasster Gehalt schont die Nieren und die Gelenke.

Wissenschaftliche Beobachtungen bestätigen, dass eine konstant hohe Eiweißzufuhr zur Bildung von Harnsäuresalzen führt, die sich im Gewebe – und eben besonders in den Gelenken – ablagern. Dieser Zustand, der an die menschliche Gicht erinnert, kann schmerzhafte Entzündungen und Bewegungsprobleme auslösen und ist bei Hunden leider keine Seltenheit. Für einen Hund mit Arthrose verschärft das die Situation dramatisch, da die bestehenden Gelenkschmerzen und Entzündungen noch weiter befeuert werden. Mehr spannende Einblicke dazu finden Sie im Artikel von NAFTIE über den Fleischbedarf von Hunden.

Ein gutes Hundefutter bei Arthrose zeichnet sich also nicht durch einen maximalen, sondern durch einen optimalen Proteingehalt aus. Es liefert genug Bausteine für kräftige Muskeln, ohne den Stoffwechsel zu überfordern und schmerzhafte Ablagerungen in den Gelenken zu riskieren.

So finden Sie das passende Futter für Ihren Hund

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Jetzt, wo Sie die wichtigsten Bausteine für eine gelenkschonende Ernährung kennen, geht es an die Umsetzung in der Praxis. Wer kennt das nicht? Man steht im Laden vor einem riesigen Regal oder klickt sich durch unzählige Online-Shops und fühlt sich von der schieren Auswahl erschlagen. Überall locken bunte Verpackungen und große Versprechen. Da fragt man sich schnell: Welches Hundefutter bei Arthrose ist denn nun das richtige für meinen besten Freund?

Aber keine Sorge, das Ganze ist weniger kompliziert, als es zunächst scheint. Mit dem richtigen Blick und ein paar einfachen Tricks lernen Sie schnell, Futteretiketten wie ein Profi zu lesen. Es geht darum, eine bewusste Entscheidung zu treffen, die wirklich auf die Bedürfnisse Ihres Hundes eingeht. Sehen wir uns gemeinsam an, wie Sie die Spreu vom Weizen trennen und die Lebensqualität Ihres Lieblings nachhaltig verbessern.

Die Checkliste für Futterdetektive

Stellen Sie sich das Etikett einfach wie den Personalausweis des Futters vor. Es verrät Ihnen alles, was Sie wissen müssen – wenn Sie wissen, wonach Sie suchen. Nehmen Sie diese Punkte gedanklich mit auf Ihre nächste Futter-Mission.

  • Hochwertige Proteinquellen: Ganz oben auf der Zutatenliste sollte klar deklariertes Fleisch stehen, zum Beispiel „frisches Huhn“ oder „Lammfleischmehl“. Seien Sie skeptisch bei vagen Formulierungen wie „tierische Nebenerzeugnisse“, denn dahinter können sich oft minderwertige Schlachtabfälle verbergen.
  • Omega-3-Fettsäuren: Halten Sie Ausschau nach wertvollen Ölen wie Fischöl, Lachsöl oder Algenöl. Diese sind das A und O, um Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Ein gutes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (ideal ist unter 5:1) ist ein echtes Qualitätsmerkmal.
  • Gelenkunterstützende Zusätze: Prüfen Sie, ob Inhaltsstoffe wie Glukosamin, Chondroitinsulfat oder Grünlippmuschel-Extrakt explizit aufgeführt sind. Das sind die direkten Helfer für einen gesunden Knorpelstoffwechsel.
  • Moderater Fettgehalt: Zu viel Fett bedeutet zu viele Kalorien. Das fördert Übergewicht – und das ist Gift für schmerzende Gelenke. Ein gemäßigter Fettanteil hilft, das Gewicht zu halten oder zu reduzieren, ohne dass Ihr Hund ständig Hunger leiden muss.

Ein gutes Arthrose-Futter ist immer eine sorgfältig ausbalancierte Komposition. Es geht nicht nur darum, was drin ist, sondern auch darum, was fehlt: unnötige Füllstoffe wie Zucker, künstliche Farb- und Aromastoffe oder große Mengen an Weizen, die Entzündungen zusätzlich anfeuern können.

Noch mehr wertvolle Informationen zur Auswahl finden Sie in unserem umfassenden Ratgeber zum Thema Arthrose Hund Futter, der Ihnen weitere tiefgreifende Einblicke gibt.

Trockenfutter, Nassfutter oder BARF – was ist am besten?

Die Frage nach der idealen Fütterungsform treibt viele Hundebesitzer um. Jede Variante hat ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile, gerade wenn man einen Hund mit Arthrose zu Hause hat.

Trockenfutter

  • Vorteile: Klar, es ist praktisch, lange haltbar und schont oft den Geldbeutel. Außerdem kann das Kauen der Kroketten die Zähne sauber halten.
  • Nachteile: Der größte Haken ist der geringe Feuchtigkeitsgehalt. Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist aber enorm wichtig für die „Gelenkschmiere“. Viele Trockenfutter enthalten zudem relativ viele Kohlenhydrate, die als Bindemittel dienen.

Nassfutter

  • Vorteile: Mit einem Feuchtigkeitsgehalt von ca. 70–80 % ist es perfekt, um den Wasserhaushalt des Hundes zu unterstützen. Die meisten Hunde finden es zudem deutlich schmackhafter und es enthält meist weniger Kohlenhydrate als Trockenfutter.
  • Nachteile: Nassfutter ist teurer, verursacht mehr Verpackungsmüll und muss nach dem Öffnen schnell verbraucht werden.

BARF (Biologisch artgerechtes rohes Futter)

  • Vorteile: Hier haben Sie die absolute Kontrolle über jede einzelne Zutat. Sie können die Ration perfekt auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes zuschneiden, ganz ohne künstliche Zusätze oder Füllstoffe.
  • Nachteile: BARFen ist anspruchsvoll. Es erfordert einiges an Wissen über Nährstoffbedarfe, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Der hygienische Aufwand ist höher und ein Restrisiko durch Keime im rohen Fleisch bleibt bestehen.

Eine super Lösung kann auch eine Mischfütterung sein, bei der Sie die Vorteile von Nass- und Trockenfutter clever kombinieren. Wichtig ist am Ende nur eins: Die Fütterungsart muss zu Ihnen und Ihrem Alltag passen und vor allem die gesundheitlichen Anforderungen Ihres Hundes erfüllen. Denn egal, wofür Sie sich entscheiden – die Qualität der Zutaten ist und bleibt das entscheidende Kriterium für eine erfolgreiche Fütterung.

Was Sie schon immer über die Fütterung bei Arthrose wissen wollten

Wenn es um die Gesundheit unserer Hunde geht, tauchen oft viele Fragen auf – gerade bei einem so komplexen Thema wie Arthrose. Das ist ganz normal, denn als Hundebesitzer will man ja alles richtig machen. Hier habe ich die häufigsten Fragen aus meinem Alltag für Sie zusammengetragen und beantworte sie kurz und bündig, damit Sie Ihrem Vierbeiner direkt helfen können.

Kann falsches Futter wirklich Arthrose auslösen?

Nein, nicht direkt. Man kann nicht sagen, dass ein bestimmtes Futter die alleinige Ursache für Arthrose ist. Meistens steckt eine Kombination aus genetischer Veranlagung, ganz normalem Verschleiß im Alter, alten Verletzungen oder angeborenen Fehlstellungen wie einer Hüftdysplasie dahinter.

Aber – und das ist ein ganz entscheidender Punkt – die falsche Ernährung kann den Krankheitsverlauf massiv beschleunigen und die Schmerzen für den Hund deutlich schlimmer machen. Der größte Feind der Gelenke ist Übergewicht. Jedes einzelne Kilo zu viel drückt unaufhörlich auf die Gelenke und reibt den Knorpel regelrecht auf.

Zusätzlich kann ein Futter, das reich an entzündungsfördernden Stoffen wie Omega-6-Fettsäuren oder Zucker ist, die schmerzhaften Prozesse im Körper zusätzlich anfeuern. Falsches Futter ist also eher wie Benzin, das man in ein bereits loderndes Feuer gießt.

Welche Leckerlis darf mein Arthrose-Hund noch fressen?

Keine Sorge, auch ein Hund mit Gelenkproblemen muss nicht auf seine geliebten Belohnungen verzichten! Es kommt nur darauf an, was im Napf und in der Hand landet. Wichtig ist vor allem, die Menge der Leckerlis immer von der täglichen Futterration abzuziehen, damit die Waage im grünen Bereich bleibt.

Am besten sind natürlich Snacks, die den Gelenken sogar guttun:

  • Getrocknetes Fleisch: Mageres Fleisch wie Hühnerbrust, Rinderherz oder Lunge ist super – wenig Kalorien, aber viel wertvolles Protein.
  • Natürliche Knorpel-Snacks: Rinderohren, getrocknete Kopfhaut oder auch mal ein Schweineohr liefern von Natur aus Kollagen und Chondroitin. Das sind Bausteine, die der Gelenkknorpel dringend braucht.
  • Leckerlis aus Fisch: Getrocknete Sprotten oder kleine Lachs-Stückchen sind wahre Omega-3-Bomben und helfen, die Entzündungen im Körper zu bekämpfen.
  • Gemüse und Obst als Snack: Viele Hunde lieben knackige Karottenstücke, eine Scheibe Gurke oder ein kleines Stück Apfel (natürlich ohne Kerne). Das ist eine gesunde und kalorienarme Abwechslung.

Finger weg von Leckerlis, die voller Getreide, Zucker oder künstlicher Zusatzstoffe stecken. Die sind oft nur „leere Kalorien“, fördern Entzündungen und tragen zu Übergewicht bei.

Mein Hund bewegt sich weniger – muss ich jetzt weniger füttern?

Ja, absolut! Das ist vielleicht einer der wichtigsten Ratschläge überhaupt. Wenn Ihr Hund wegen seiner Schmerzen oder Steifheit nicht mehr so viel toben und laufen kann, verbraucht er auch deutlich weniger Energie. Füttern Sie einfach weiter wie bisher, nimmt er unweigerlich zu.

Stellen Sie es sich wie ein Konto vor: Weniger Bewegung bedeutet weniger Abbuchungen. Wenn die Einzahlungen gleich bleiben, wird das Konto schnell überquellen.

Verlassen Sie sich also nicht blind auf die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung. Diese gilt meist für einen fitten, normal aktiven Hund. Beobachten Sie stattdessen die Figur Ihres Hundes ganz genau. Eine gute Faustregel: Sie sollten die Rippen mit sanftem Druck fühlen können und von oben betrachtet sollte seine Taille klar erkennbar sein.

Gibt es Unterschiede beim Futter für junge und alte Hunde mit Arthrose?

Ja, die gibt es, auch wenn die grundlegenden Ziele gleich bleiben. Die wichtigen gelenkaktiven Stoffe wie Omega-3-Fettsäuren oder Glukosamin sind für jedes Alter goldrichtig, aber die restliche Zusammensetzung des Futters sollte sich am Lebensabschnitt orientieren.

Ein junger Hund, der vielleicht durch eine angeborene Ellenbogen- oder Hüftdysplasie schon früh Arthrose entwickelt, hat oft noch einen höheren Energiebedarf und muss seine Muskulatur aufbauen. Sein Futter braucht also genug Power und hochwertiges Protein, darf aber nicht zu energiereich sein, um ein ungesund schnelles Wachstum zu verhindern.

Ein Senior hingegen hat meist einen langsameren Stoffwechsel. Er neigt schneller zu Übergewicht, baut aber gleichzeitig Muskulatur ab. Hier ist ein Futter gefragt, das kalorienreduziert ist, aber gleichzeitig einen hohen Anteil an leicht verdaulichem Protein liefert, um die Muskeln zu schützen. Oft profitieren ältere Hunde auch von zusätzlichen Antioxidantien, die das Immunsystem im Alter unterstützen.

Ein gutes Spezialfutter für Gelenke wird diese Unterschiede berücksichtigen. Schauen Sie gezielt nach Produkten, die als „Adult“ oder „Senior“ gekennzeichnet sind. Das Ziel ist am Ende aber für beide dasselbe: Entzündungen lindern, das Gewicht im Auge behalten und die Gelenke mit den richtigen Nährstoffen versorgen.


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