Hund kann nicht mehr aufstehen? Sofort handeln & Ursachen verstehen

Wenn Ihr Hund nicht mehr aufstehen kann, ist das meistens ein echtes Alarmzeichen. Die Ursachen können von schmerzhaften Gelenkproblemen bis hin zu ernsten neurologischen Notfällen reichen, und deshalb ist überlegtes und schnelles Handeln jetzt absolut entscheidend, um alles nur noch schlimmer zu machen.

Was tun wenn der Hund plötzlich liegen bleibt

Jeder, der einen Hund hat, kennt diese Horrorvorstellung: Der sonst so lebensfrohe Vierbeiner will aufspringen, aber die Beine knicken einfach weg oder versagen komplett den Dienst. Ein absoluter Schockmoment. Doch gerade jetzt ist es unglaublich wichtig, dass Sie trotz der eigenen Panik versuchen, ruhig zu bleiben. Ihre Nervosität überträgt sich sofort auf Ihren Hund und macht die ohnehin schon schlimme Situation für ihn noch stressiger.

Dieser Ratgeber soll Ihnen eine erste Stütze sein. Wir möchten Ihnen helfen, die Anzeichen besser einzuordnen und zu verstehen, was hinter dieser plötzlichen Schwäche stecken könnte. Sie erfahren, welche ersten Schritte Sie unternehmen können, um Ihrem Hund zu helfen, ohne ihm dabei versehentlich noch mehr Schmerzen zu bereiten.

Beobachten Sie Ihren Hund jetzt ganz genau, denn jedes Detail zählt. Wirkt er einfach nur kraftlos und schwach? Zeigt er deutliche Schmerzen, wenn Sie ihn an einer bestimmten Stelle berühren? Oder sind einzelne Beine vielleicht sogar komplett gelähmt? Diese Informationen sind für den Tierarzt später Gold wert.

Um Ihnen einen ersten Überblick zu verschaffen, schauen wir uns an, was hinter so einem alarmierenden Zustand stecken kann:

  • Orthopädische Probleme: Chronische Geschichten wie Arthrose oder eine Hüftdysplasie können sich plötzlich in einem akuten, schmerzhaften Schub äußern.
  • Neurologische Ausfälle: Ein klassischer Bandscheibenvorfall ist oft der Übeltäter, der die Nervenbahnen von einer Sekunde auf die andere lahmlegt.
  • Innere Erkrankungen: Manchmal sind es auch systemische Probleme wie eine Herzschwäche oder ein Nierenversagen, die dem Körper die gesamte Energie rauben.

Unser Ziel ist es, Ihnen die nötige Sicherheit zu geben, um in dieser schwierigen Situation die richtigen Entscheidungen für Ihren treuen Begleiter zu treffen.

Wichtige Anzeichen und erste Schritte im Überblick

In einer Stresssituation vergisst man schnell das Wichtigste. Diese Tabelle soll Ihnen als schnelle Gedankenstütze dienen, um die Symptome besser einzuordnen und sofort richtig zu reagieren.

Symptom Mögliche Bedeutung Ihre erste Reaktion
Allgemeine Schwäche, zittrig Kreislaufprobleme, Infektion, Vergiftung Ruhe bewahren, für eine sichere, ruhige Umgebung sorgen, Wasser anbieten
Starke Schmerzreaktion bei Berührung Verletzung, Bandscheibenvorfall, Gelenkschub Berührungen am schmerzhaften Bereich vermeiden, Hund nicht bewegen
Lähmung der Hinterbeine Bandscheibenvorfall, neurologischer Notfall Sofort Tierarzt oder Tierklinik kontaktieren, Hund so wenig wie möglich bewegen
Aufjaulen beim Aufstehversuch Akute Schmerzen im Rücken oder Gelenk Den Hund liegen lassen, nicht zum Aufstehen zwingen

Betrachten Sie diese Übersicht als erste Hilfe. Die genaue Diagnose kann und darf natürlich nur ein Tierarzt stellen, der Ihren Hund gründlich untersucht.

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Orthopädische Probleme: Oft der eigentliche Grund

Wenn ein Hund plötzlich oder schleichend nicht mehr auf die Beine kommt, steckt dahinter ganz oft ein Problem mit dem Bewegungsapparat. Vor allem bei älteren Semestern oder großen Rassen sind es meist die Gelenke, die nach jahrelanger treuer Arbeit einfach nicht mehr mitmachen wollen. Sie werden zur schmerzhaften Schwachstelle.

Man kann sich Arthrose ein bisschen wie ein Getriebe vorstellen, in das Sand geraten ist. Der Knorpel, der eigentlich als Stoßdämpfer zwischen den Knochen dient, ist abgenutzt. Das Ergebnis: Knochen reibt schmerzhaft auf Knochen. Jede Bewegung wird zur Qual, begleitet von Entzündungen und einer lähmenden Steifheit.

Ein genauerer Blick auf die Gelenke

Ein weiterer häufiger Übeltäter ist die Hüftdysplasie, kurz HD. Das ist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Oberschenkelkopf nicht richtig fest in der Gelenkpfanne sitzt. Das führt zu Instabilität und einem viel zu frühen Verschleiß. Tatsächlich sind orthopädische Leiden wie HD und Arthrose einer der Hauptgründe, warum ein Hund in Deutschland nicht mehr aufstehen kann. Studien belegen, dass bei etwa 20–25 % der untersuchten Hunde eine Hüftdysplasie festgestellt wird – eine Erkrankung, die die Mobilität massiv einschränkt.

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Wie man sieht, führen Probleme mit den Gelenken, Muskeln oder Nerven die Liste der Ursachen für Immobilität klar an.

Das Tückische an diesen orthopädischen Erkrankungen ist, dass sie sich oft langsam anschleichen. Viele Halter tun die ersten Anzeichen als normale Alterserscheinungen ab, dabei sind es glasklare Warnsignale, die man ernst nehmen sollte.

  • Morgensteifigkeit: Ihr Hund wirkt nach dem Aufwachen wie eingerostet und braucht eine Weile, um locker zu werden.
  • Vermeidungsverhalten: Früher ein mutiger Sprung ins Auto, heute ein zögerliches Abwarten? Das ist ein typisches Zeichen.
  • Muskelabbau: Schauen Sie sich mal die Hinterbeine genau an. Wirken sie dünner? Das passiert, weil der Hund versucht, die schmerzenden Gelenke zu entlasten, und die Muskulatur dadurch schwindet.

Ein guter Tierarzt erkennt oft schon am Gangbild, wo der Schuh drückt. Eine gründliche Untersuchung, bei der die Gelenke abgetastet und vorsichtig bewegt werden, bringt dann Klarheit. Meist sichern Röntgenbilder die Diagnose endgültig ab.

Was man heute tun kann

Zum Glück sind wir nicht mehr machtlos. Moderne Therapien können die Lebensqualität Ihres Hundes enorm verbessern. Die Behandlung ist dabei meist ein Mix aus verschiedenen Bausteinen:

  • Schmerztherapie: Entzündungshemmer sind oft der erste Schritt, um den Teufelskreis aus Schmerz und Schonhaltung zu durchbrechen und Bewegung überhaupt wieder zu ermöglichen.
  • Physiotherapie: Wie bei uns Menschen helfen gezielte Übungen dabei, die stützende Muskulatur wieder aufzubauen und die Gelenke zu stabilisieren.
  • Gewichtskontrolle: Jedes Pfund zu viel ist eine unnötige Last für die angeschlagenen Gelenke. Abspecken kann hier wahre Wunder wirken.
  • Unterstützung von innen: Natürliche Gelenknährstoffe wie Grünlippmuschel, Glucosamin und MSM können den Knorpelstoffwechsel gezielt fördern. In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Gelenkprobleme bei Ihrem Hund erkennen und was Sie dagegen tun können.

Was, wenn das Problem nicht in den Knochen liegt? Neurologische Ursachen im Blick

Wenn der Hund plötzlich nicht mehr auf die Beine kommt, denken die meisten von uns sofort an Gelenkprobleme wie Arthrose. Aber was, wenn die Ursache viel tiefer sitzt – sozusagen in der Kommandozentrale des Körpers? Das Nervensystem ist das hochkomplexe Kommunikationsnetzwerk, das Befehle vom Gehirn an die Muskeln weiterleitet. Funktioniert diese Verbindung nicht mehr, bleiben die Beine kraftlos, auch wenn die Gelenke völlig in Ordnung sind.

Stellen Sie sich das Rückenmark Ihres Hundes wie ein wichtiges Datenkabel vor. Eine neurologische Störung ist wie ein Kabelbruch oder ein Kurzschluss in diesem System. Die Signale kommen einfach nicht mehr dort an, wo sie gebraucht werden.

Das Paradebeispiel dafür ist der Bandscheibenvorfall, den viele als „Dackellähme“ kennen. Hierbei drückt Bandscheibengewebe auf das empfindliche Rückenmark und klemmt die Nervenbahnen regelrecht ab. Die Folgen sind dramatisch und reichen von leichten Koordinationsproblemen bis hin zur kompletten Lähmung der Hinterbeine. Der Hund will aufstehen, aber die Beine verweigern den Dienst.

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Wenn jede Minute zählt: Alarmsignale, die Sie kennen müssen

Im Gegensatz zu Gelenkverschleiß, der sich oft über Monate oder Jahre entwickelt, schlagen neurologische Probleme häufig wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein. Es gibt ganz klare Warnzeichen, bei denen Sie keine Sekunde zögern und sofort zum Tierarzt oder in die nächste Tierklinik fahren sollten.

Diese Symptome schreien förmlich nach einem Notfall:

  • Schleifende Pfoten: Achten Sie auf das Geräusch. Ihr Hund hebt die Hinterpfoten nicht mehr richtig an, sondern schleift sie über den Boden. Oft ist das das allererste Anzeichen.
  • Wackeliger Gang (Ataxie): Die Bewegungen wirken unkoordiniert, torkelnd und unsicher – fast so, als wäre der Hund betrunken.
  • Plötzliche Lähmung: Von einem Moment auf den anderen kann ein Bein oder sogar die gesamte Hinterhand nachgeben und bewegungsunfähig sein.
  • Überkreuzen der Beine: Im Stehen oder Gehen stellt der Hund seine Beine merkwürdig über Kreuz. Das passiert, weil die Eigenwahrnehmung des Körpers gestört ist und er nicht mehr weiß, wo sich seine Gliedmaßen befinden.

Bei diesen Anzeichen handelt es sich um einen absoluten Notfall. Ein schneller Tierarztbesuch kann entscheidend sein, um bleibende Schäden zu verhindern oder zu minimieren.

Neurologische Erkrankungen sind eine wesentliche Ursache, wenn ein Hund nicht mehr aufstehen kann. Neben akuten Ereignissen wie einem Bandscheibenvorfall oder einem Rückenmarksinfarkt gibt es auch schleichende Prozesse. Tierärztliche Daten zeigen, dass neurologische Probleme etwa 10–15 % der Fälle ausmachen, in denen Hunde ihre Mobilität verlieren. Mehr zur Häufigkeit und den Ursachen von Bewegungsunfähigkeit bei Hunden können Sie hier nachlesen.

Die schleichenden Gefahren für das Nervensystem

Nicht jede Störung im Nervensystem kommt mit einem großen Knall. Es gibt auch Krankheiten, die sich leise und unaufhaltsam ihren Weg bahnen. Ein solches Beispiel ist die degenerative Myelopathie, eine Erkrankung, die vor allem bei größeren Rassen wie dem Deutschen Schäferhund auftritt.

Hierbei werden die Nervenfasern im Rückenmark langsam, aber sicher zerstört. Das führt zu einer schleichenden Lähmung, die meist in den Hinterbeinen beginnt. Anders als der extrem schmerzhafte Bandscheibenvorfall verläuft dieser Prozess für den Hund schmerzfrei. Trotzdem ist es entscheidend, die ersten, oft subtilen Anzeichen wie ein leichtes Schwanken oder eben das Schleifen der Krallen früh zu erkennen, um das Management der Krankheit zu planen.

Am Ende kann nur eine gründliche tierärztliche Untersuchung klären, ob das Problem in den Gelenken oder im Nervensystem liegt – eine Unterscheidung, die für die richtige Behandlung absolut entscheidend ist.

Systemische Krankheiten und altersbedingte Schwäche

Bisher haben wir uns Probleme angeschaut, die man klar verorten kann – ein kaputtes Gelenk hier, ein eingeklemmter Nerv da. Aber was, wenn die Ursache viel tiefer im Verborgenen liegt und den ganzen Körper Ihres Hundes betrifft? Manchmal ist die Unfähigkeit, auf die Beine zu kommen, nicht das eigentliche Problem, sondern nur das offensichtlichste Anzeichen einer inneren, systemischen Erkrankung.

Stellen Sie sich den Organismus Ihres Hundes wie ein perfekt abgestimmtes Uhrwerk vor. Wenn ein zentrales Zahnrad, zum Beispiel das Herz, ins Stottern gerät, kann es nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut in die Muskeln pumpen. Das Ergebnis? Eine tiefgreifende Schwäche und Lethargie, die das Aufstehen zur unüberwindbaren Hürde macht. Die Muskeln selbst sind in Ordnung, aber es fehlt ihnen schlichtweg der nötige Treibstoff.

Wenn der Körper von innen schwächelt

Eine weitere häufige Ursache, die vor allem ältere Hunde trifft, ist der natürliche Muskelschwund im Alter, die sogenannte Sarkopenie. Dem Hund fehlt hier ganz einfach die pure Kraft, um sein eigenes Körpergewicht hochzudrücken. Kommt dann noch eine beginnende Arthrose dazu, entsteht schnell ein Teufelskreis aus Schmerz und Kraftlosigkeit.

Die typische Schwäche in den Hinterbeinen ist dafür ein klassisches Beispiel. Dieser Prozess schleicht sich oft langsam ein und wird von vielen Haltern anfangs als normale Alterserscheinung abgetan. Ausführliche Informationen dazu, was Sie tun können, finden Sie in unserem Ratgeber über schwache Hinterbeine bei alten Hunden.

Andere Krankheiten, die den ganzen Körper betreffen, wirken fast wie ein schleichendes Gift, das den Organismus langsam lahmlegt:

  • Nierenerkrankungen: Arbeiten die Nieren nicht mehr richtig, können Giftstoffe nicht mehr aus dem Blut gefiltert werden. Diese sammeln sich im Körper an und führen zu Apathie, Übelkeit und extremer Schwäche.
  • Diabetes mellitus: Ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel kann auf Dauer die Nervenbahnen schädigen (diabetische Neuropathie) und die Energieversorgung der Zellen stören.
  • Herzerkrankungen: Eine Herzschwäche sorgt oft für eine schlechte Durchblutung. Das macht sich durch schnelle Erschöpfung und eine allgemeine Kraftlosigkeit bemerkbar.

Solche Krankheiten entwickeln sich oft über lange Zeit im Verborgenen. Die plötzliche Unfähigkeit aufzustehen ist dann sozusagen die Spitze des Eisbergs – der Moment, in dem der Körper die Belastung nicht länger kompensieren kann.

Achten Sie auf die Begleitsymptome

Weil der gesamte Körper betroffen ist, gibt es fast immer weitere Warnsignale, die über die reine Bewegungsschwäche hinausgehen. Beobachten Sie Ihren Hund deshalb ganz genau und achten Sie auf untypische Veränderungen:

  • Verändertes Trinkverhalten: Hat Ihr Hund plötzlich übermäßigen Durst? Das kann ein Hinweis auf Nierenprobleme oder Diabetes sein.
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust: Diese Symptome sind leider Begleiter vieler ernster innerer Erkrankungen.
  • Verhaltensänderungen: Wirkt Ihr Hund auf einmal teilnahmslos, verwirrt oder zieht er sich stark zurück?

Altersbedingte Faktoren gehören zu den Hauptgründen, warum ein Hund nicht mehr aufstehen kann. Aktuelle Daten aus der deutschen Kleintierpraxis zeigen, dass mittlerweile rund 30 % der Hunde über 8 Jahre von Degenerationen wie Arthrose und Muskelschwund betroffen sind. Tierärzte stellen zudem fest, dass etwa 5-7 % der älteren Hunde Symptome zeigen, die auf systemische Erkrankungen wie Herzprobleme hindeuten. Entdecken Sie mehr Informationen zu den Ursachen von Aufstehproblemen bei Hunden auf rinti.de.

Was Sie jetzt sofort für Ihren Hund tun können

Wenn Ihr Hund plötzlich am Boden liegt und nicht mehr aufstehen kann, ist das ein Schock. Das Wichtigste ist jetzt, dass Sie einen kühlen Kopf bewahren. Ihre Panik überträgt sich sofort auf Ihren Hund und macht alles nur noch schlimmer. Atmen Sie einmal tief durch. Mit den richtigen, ruhigen Handgriffen können Sie die Situation meistern.

Ihr Hauptziel ist es, Ihrem Hund zu helfen, ohne ihm dabei unabsichtlich mehr Schmerzen zu bereiten oder eine vielleicht vorhandene Verletzung – zum Beispiel an der Wirbelsäule – zu verschlimmern.

Den Transport sicher vorbereiten

Lassen Sie Ihren Hund möglichst an Ort und Stelle liegen. Muss er aber zum Tierarzt, ist ein sicherer Transport das A und O. Hier geht es vor allem darum, den Rücken gerade und stabil zu halten. Eine improvisierte Trage ist jetzt die beste Lösung.

  • Eine feste Decke oder ein großes Handtuch zur Hilfe nehmen: Schieben Sie die Decke ganz behutsam unter Ihren Hund. Das klappt am besten, wenn Sie zu zweit sind. Einer von Ihnen kann den Hund sanft stabilisieren, während der andere die Decke vorsichtig unter ihn schiebt oder rollt.
  • Gemeinsam und koordiniert anheben: Packen Sie die Ecken der Decke fest und heben Sie Ihren Hund ganz langsam und gleichzeitig an. Auf diese Weise verteilt sich das Gewicht gleichmäßig und die Wirbelsäule wird nicht unnötig belastet.

Ziehen Sie Ihren Hund auf keinen Fall an den Beinen oder am Nacken hoch. Das ist ein absolutes Tabu und kann bei einem Bandscheibenvorfall oder einer anderen Wirbelsäulenverletzung verheerende Folgen haben.

Lebenswichtige Anzeichen überprüfen

Bevor Sie den Tierarzt anrufen, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um den Zustand Ihres Hundes zu beurteilen. Diese kurzen Beobachtungen sind für den Tierarzt am Telefon Gold wert, um die Dringlichkeit der Lage richtig einzuschätzen.

Atmen Sie ruhig und beobachten Sie genau. Ihre klaren Informationen helfen dem tierärztlichen Notdienst, sich aus der Ferne ein besseres Bild zu machen und Ihnen die passenden Anweisungen zu geben.

1. Die Atmung kontrollieren:
Zählen Sie einfach die Atemzüge Ihres Hundes für 15 Sekunden und nehmen Sie das Ergebnis mal vier. Ein gesunder, ruhender Hund atmet etwa 10 bis 30 Mal pro Minute. Hechelt er stark, ohne dass es dafür einen Grund gibt, kann das ein Zeichen für Schmerzen, Stress oder Probleme mit dem Kreislauf sein.

2. Die Schleimhäute ansehen:
Heben Sie ganz vorsichtig eine Lefze an und schauen Sie sich die Farbe des Zahnfleisches an. Im Normalfall sollte es blassrosa sein.

  • Weißes oder sehr blasses Zahnfleisch kann auf einen Schock oder inneren Blutverlust hindeuten.
  • Bläuliche Schleimhäute sind ein Alarmsignal für Sauerstoffmangel.
  • Kräftig rotes Zahnfleisch kann durch eine Entzündung, einen Hitzschlag oder sogar eine Vergiftung verursacht werden.

3. Die Umgebung anpassen:
Während Sie auf den Tierarzt warten oder sich für den Transport fertig machen, schaffen Sie eine sichere und ruhige Umgebung. Legen Sie rutschfeste Decken oder Teppiche um Ihren Hund, falls er doch versucht aufzustehen. Stellen Sie ihm auch einen flachen Napf mit Wasser in Reichweite, damit er trinken kann, ohne sich groß bewegen zu müssen.

Langfristig helfen: Vorbeugung und gezielte Therapie

Der beste Weg, um zu verhindern, dass Ihr Hund eines Tages nicht mehr aufstehen kann, ist, vorausschauend zu handeln. Anstatt nur auf akute Probleme zu reagieren, können Sie mit gezielter Vorsorge die Weichen für ein langes und bewegliches Hundeleben stellen. Und das fängt nicht erst im Seniorenalter an, sondern am besten schon in jungen Jahren.

Stellen Sie sich die Gelenke Ihres Hundes einfach wie die Reifen an Ihrem Auto vor. Regelmäßige Wartung, der richtige Luftdruck und eine schonende Fahrweise verhindern unnötigen Verschleiß. Genau nach diesem Prinzip funktionieren auch präventive Maßnahmen für die Gelenke Ihres Vierbeiners.

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Das richtige Gewicht als Fundament

Das A und O für gesunde Gelenke ist und bleibt ein gesundes Körpergewicht. Jedes Kilo zu viel ist wie ein Rucksack, den Ihr Hund bei jedem Schritt zusätzlich tragen muss. Diese ständige Last beschleunigt den Knorpelabbau und kann bestehende Probleme wie Arthrose oder eine Hüftdysplasie dramatisch verschlimmern.

Die Basis dafür ist eine ausgewogene Ernährung, die genau auf das Alter, die Rasse und das Aktivitätslevel Ihres Hundes zugeschnitten ist. Achten Sie auf hochwertige Zutaten und vermeiden Sie leere Füllstoffe, die nur zu einer unnötigen Gewichtszunahme führen.

Bewegung, die Gelenke schont und stärkt

Regelmäßige und vor allem die richtige Art von Bewegung ist der zweite entscheidende Punkt. Lange, gleichmäßige Spaziergänge oder Schwimmen sind ideal, um die Muskulatur zu kräftigen – und eine starke Muskulatur stabilisiert wiederum die Gelenke. Extreme Belastungen wie ständiges Bällchenwerfen mit abrupten Stopps oder Sprünge aus großer Höhe sollten Sie dagegen lieber meiden.

Ein starkes Muskelkorsett ist der beste natürliche Stoßdämpfer für die Gelenke. Es fängt Belastungen ab, entlastet Knorpel und Knochen bei jeder Bewegung und ist damit ein Schlüsselfaktor, um Schmerzen vorzubeugen.

Eine professionelle Anleitung kann hier wahre Wunder wirken. In unserem Artikel über Physiotherapie für Hunde und passende Übungen finden Sie wertvolle Anregungen, wie Sie die Muskulatur Ihres Hundes gezielt aufbauen können.

Gezielte Nährstoff-Power von innen

Die dritte Säule ist die gezielte Unterstützung der Gelenke mit ganz bestimmten Nährstoffen. Der Gelenkknorpel braucht bestimmte Bausteine, um sich zu regenerieren und geschmeidig zu bleiben. Wenn diese nicht in ausreichender Menge über das normale Futter kommen, kann das den Verschleißprozess beschleunigen.

Genau hier setzen hochwertige Ergänzungsfuttermittel wie die Gelenkformel von Dr. Wuffy an. Sie liefern gezielt die Nährstoffe, die für die Gelenkgesundheit eine entscheidende Rolle spielen:

  • Grünlippmuschelextrakt: Eine natürliche Quelle für Glykosaminoglykane (GAGs), die ein Hauptbestandteil der Gelenkschmiere sind. Zusätzlich sind ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt.
  • Glucosamin & Chondroitin: Man kann sie als die fundamentalen Bausteine für den Knorpel bezeichnen. Sie helfen dabei, seine Struktur und Elastizität zu erhalten.
  • MSM (Methylsulfonylmethan): Eine organische Schwefelverbindung, die dabei unterstützen kann, Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren.

Wenn Sie diese drei Säulen – Gewichtsmanagement, angepasste Bewegung und eine gezielte Nährstoffzufuhr – miteinander kombinieren, schaffen Sie die bestmöglichen Voraussetzungen, damit Ihr Hund bis ins hohe Alter mobil und voller Lebensfreude bleibt.

Häufig gestellte Fragen zu Aufstehproblemen beim Hund

Wenn der eigene Hund plötzlich nicht mehr aufstehen kann, schießen einem sofort unzählige Fragen und Sorgen durch den Kopf. Das ist absolut verständlich. Um Ihnen in dieser stressigen Situation zur Seite zu stehen, haben wir hier die häufigsten Fragen gesammelt und klar und verständlich beantwortet.

Mein Hund jault beim Aufstehen – was bedeutet das?

Ein Jaulen oder Wimmern beim Versuch aufzustehen, ist ein unmissverständliches Alarmsignal. Ihr Hund hat in diesem Moment starke Schmerzen. Jetzt ist es ganz wichtig, dass Sie Ruhe bewahren, um Ihren Hund nicht noch mehr zu beunruhigen.

Versuchen Sie auf keinen Fall, ihn zum Aufstehen zu zwingen. Rufen Sie stattdessen sofort Ihren Tierarzt oder die nächstgelegene Tierklinik an. Schildern Sie am Telefon so präzise wie möglich, was passiert ist und was Sie beobachten. Das Team dort wird Ihnen genau sagen, was als Nächstes zu tun ist.

Kann falsches Futter wirklich Gelenkprobleme auslösen?

Ja, absolut. Die Ernährung spielt eine riesige Rolle für die Gelenkgesundheit, oft wird ihre Bedeutung unterschätzt. Das größte Problem ist Übergewicht. Jedes einzelne Kilo zu viel belastet den gesamten Bewegungsapparat dauerhaft und wirkt wie Schmirgelpapier auf die Gelenke.

Gleichzeitig kann ein Futter, dem wichtige Nährstoffe fehlen, den Knorpel und die Knochen schwächen. Eine hochwertige, an das Alter und die Aktivität Ihres Hundes angepasste Ernährung ist deshalb einer der wichtigsten Bausteine, um zu verhindern, dass Ihr Hund nicht mehr aufstehen kann.

Ein gesundes Körpergewicht ist die einfachste und zugleich wirksamste Vorsorge gegen schmerzhafte Gelenkerkrankungen. Es minimiert die Belastung bei jedem Schritt und kann das Fortschreiten einer Arthrose entscheidend verlangsamen.

Ist es normal, dass mein alter Hund einfach schwächer wird?

Dass ein Senior etwas an Muskelmasse verliert und im Alltag gemütlicher wird, gehört zum normalen Alterungsprozess dazu. Aber Achtung: Wenn Ihr Hund plötzlich gar nicht mehr hochkommt oder die Schwäche von heute auf morgen deutlich schlimmer wird, ist das kein normales Altern. Es ist ein Notfall.

Hinter solchen Symptomen können sich ernsthafte Krankheiten wie eine schwere Arthrose, unentdeckte Herzprobleme oder neurologische Störungen verbergen. Zögern Sie nicht, dies sofort tierärztlich abklären zu lassen. Nur so können Sie Ihrem alten Freund unnötiges Leid ersparen und seine Lebensqualität sichern.


Unterstützen Sie die Gelenke Ihres Hundes aktiv, bevor Probleme entstehen, und erhalten Sie seine Bewegungsfreude bis ins hohe Alter. Die wissenschaftlich fundierte Formel von Dr. Wuffy liefert genau die Nährstoffe, die für stabile Gelenke und gesunden Knorpel essenziell sind. Entdecken Sie jetzt die natürliche Gelenkunterstützung auf https://dr-wuffy.de und schenken Sie Ihrem Vierbeiner ein großes Stück Lebensqualität.

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