Warum streckt sich mein Hund sich oft? Ursachen & Tipps

Wenn Ihr Hund sich oft streckt, ist das in den allermeisten Fällen ein völlig normales und sogar gutes Zeichen. Genauso wie wir uns am Morgen recken, lockert er damit nach dem Schlafen seine Muskeln oder macht sich bereit für eine Runde Toben. Manchmal kann übermäßiges Strecken aber auch ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt, zum Beispiel Bauch- oder Gelenkschmerzen.

Die Sprache des Streckens verstehen

Ein Hund streckt sich genüsslich auf einem Teppich

Ein Hund, der sich ausgiebig streckt und dehnt, sagt uns damit eine ganze Menge über sein Befinden. Stellen Sie sich einfach Ihr eigenes wohliges Gähnen und Recken nach dem Aufwachen vor – es tut gut, macht wach und bereitet den Körper auf den Tag vor. Bei unseren Vierbeinern ist das ganz ähnlich. Dieses Verhalten ist tief in ihrer Natur verankert und hat wichtige Funktionen.

Wenn Ihr Hund sich also oft streckt, kann das verschiedene, meist positive Gründe haben. Es ist ein instinktives Ritual, das den Kreislauf in Schwung bringt und die Muskeln schön geschmeidig hält. Die Körpersprache von Hunden ist aber oft sehr subtil. Deshalb ist es so wichtig, auch auf den Kontext zu achten, in dem sich Ihr Hund streckt.

Was uns das Strecken verrät

Die Geste allein reicht nicht immer aus, um sie richtig zu deuten. Schauen Sie sich die gesamte Situation an und achten Sie auf das Verhalten Ihres Hundes, das damit einhergeht. Handelt es sich um eine entspannte, genüssliche Dehnung, oder wirkt Ihr Hund dabei eher angespannt und unruhig?

Ein entspanntes Strecken nach einer Ruhephase ist fast immer ein Zeichen von purem Wohlbefinden. Werden Sie aber hellhörig, wenn das Verhalten plötzlich zunimmt oder in ganz ungewöhnlichen Situationen auftritt – dann könnte mehr dahinterstecken.

Um die Signale Ihres Hundes besser zu verstehen, sollten Sie diese Punkte im Hinterkopf behalten:

  • Der Zeitpunkt: Streckt er sich direkt nach dem Aufwachen, nach langem Liegen oder kurz vor dem Spaziergang? Das sind ganz typische Momente für ein harmloses Dehnritual.
  • Die Körpersprache: Sieht sein Körper locker und der Gesichtsausdruck entspannt aus? Oder wirkt die Haltung eher steif und verkrampft?
  • Begleitende Anzeichen: Zeigt Ihr Hund zusätzlich andere Symptome wie Winseln, Appetitlosigkeit oder vielleicht einen veränderten Gang?

Wenn Sie lernen, diese feinen Unterschiede zu erkennen, können Sie viel besser einschätzen, ob Ihr Hund sich einfach nur wohlfühlt oder ob er Ihnen vielleicht sagen will, dass ihm etwas wehtut. Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, die ganz normalen Streck-Rituale von möglichen Warnsignalen zu unterscheiden.

Die alltäglichen Gründe für das Strecken verstehen

Jeder Hundebesitzer kennt dieses Bild: Der Hund wacht auf, gähnt herzhaft und streckt sich erst einmal ausgiebig. Was dahintersteckt, ist in den allermeisten Fällen ein völlig normales und sogar gesundes Verhalten. Es ist im Grunde dasselbe wie bei uns Menschen, wenn wir uns nach dem Aufwachen oder einer langen Autofahrt die Glieder recken. Ein instinktives Ritual, das dem Körper einfach guttut.

Ein Hund streckt sich genüsslich auf einer Wiese im Freien

Stellen Sie sich vor, Ihr Vierbeiner kommt gerade aus einem tiefen Schläfchen. Sein Körper war vielleicht stundenlang in derselben Position, die Muskeln sind abgekühlt und der Kreislauf läuft auf Sparflamme. Das ausgiebige Strecken ist dann wie ein sanfter Startschuss, um den Körper wieder auf Betriebstemperatur zu bringen.

Dieses Verhalten erfüllt gleich mehrere wichtige, alltägliche Zwecke und ist weit mehr als nur eine beiläufige Bewegung.

Das morgendliche Weckritual

Der häufigste Grund, warum sich ein Hund oft streckt, ist schlicht und einfach das Aufwachen nach einer Ruhephase. Wenn er sich genüsslich reckt, passiert in seinem Körper so einiges:

  • Muskelaktivierung: Die Muskeln, die im Schlaf untätig waren, werden durch die Dehnung sanft aufgeweckt und auf die nächste Aktivität vorbereitet.
  • Durchblutungsförderung: Das Strecken kurbelt den Blutfluss im ganzen Körper an. So gelangen Sauerstoff und Nährstoffe schneller zu den Muskeln – ein echter Energiekick.
  • Lösen von Steifheit: Genauso wie bei uns kann langes Liegen zu einer gewissen Steifheit führen. Das Dehnen löst diese kleinen Verspannungen und macht die Gelenke wieder geschmeidig.

Es ist also ein ganzheitliches Aufwärmprogramm, das Ihr Hund instinktiv durchführt, um fit für den Tag oder den nächsten Spaziergang zu werden. Tatsächlich schätzen Hundetrainer, dass dieses Verhalten bei 80–90 % aller Hunde regelmäßig zu beobachten ist. Eine Studie zur Hundemotorik hat sogar bestätigt, dass dieses regelmäßige Strecken zur normalen Bewegungsabfolge gehört, da die Proportionen der Gliedmaßen bei Hunden rassenübergreifend sehr ähnlich sind.

Ausdruck von Wohlbefinden und Entspannung

Ein Hund, der sich oft streckt, kann damit auch pures Wohlbefinden signalisieren. Ein langer, ausgiebiger Strecker auf dem Teppich, vielleicht noch begleitet von einem zufriedenen Seufzer, ist ein klares Zeichen: Ihr Hund fühlt sich in seiner Umgebung sicher und vollkommen entspannt.

Diese Art des Streckens sieht man oft, wenn Sie nach Hause kommen oder wenn eine gemütliche Kuschelrunde auf dem Sofa ansteht. Es ist quasi die Körpersprache für: „Hier fühle ich mich wohl und alles ist gut.“

Ein Hund, der sich ausgiebig und entspannt dehnt, zeigt Vertrauen in seine Umgebung und fühlt sich sicher genug, um seinen Körper verletzlich zu machen.

Die Spielaufforderung als besondere Streck-Variante

Es gibt noch eine ganz spezielle Form des Streckens: die sogenannte Vorderkörpertiefstellung. Dabei senkt der Hund seinen Oberkörper fast bis zum Boden, während der Po in der Luft bleibt. Meistens wird diese Pose von einem aufgeregt wedelnden Schwanz und einem wachen, erwartungsvollen Blick begleitet.

Diese Geste ist eine unmissverständliche Einladung zum Spielen. Sie bedeutet so viel wie: „Los, fang mich doch!“ oder „Ich bin bereit für eine Runde Toben!“ Wenn Ihr Hund diese Position vor Ihnen oder einem anderen Hund einnimmt, ist das ein wunderbar positives soziales Signal und ein Ausdruck purer Lebensfreude. In diesem Fall hat das Strecken also absolut nichts mit Schmerzen zu tun, sondern ist reine Kommunikation.


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick, in welchen alltäglichen Situationen das Strecken völlig harmlos und normal ist.

Typische harmlose streck-situationen im hundealltag

Diese Tabelle zeigt typische Situationen, in denen das Strecken eines Hundes völlig normal und unbedenklich ist, und erklärt die jeweilige Funktion des Verhaltens.

Situation Bedeutung des Streckens Häufigkeit
Nach dem Aufwachen Muskeln aktivieren, Kreislauf anregen, Steifheit lösen Sehr häufig
Vor dem Spaziergang Vorbereitung auf körperliche Aktivität, Muskeln aufwärmen Häufig
Nach dem Fressen Wohlbefinden, Verdauung unterstützen, Entspannung Gelegentlich
Bei Begrüßung Zeichen von Freude, Entspannung und Zuneigung Häufig
Als Spielaufforderung Kommunikation, Einladung zum Toben (Vorderkörpertiefstellung) Situationsabhängig

Wie Sie sehen, ist das Strecken in den meisten Fällen ein fester und gesunder Bestandteil des hündischen Verhaltensrepertoires. Es hilft Ihrem Hund dabei, seinen Körper fit zu halten und seine Gefühle auszudrücken.

Wann häufiges Strecken auf Schmerzen hindeutet

Obwohl wir das ausgiebige Strecken unseres Hundes meistens mit Wohlbefinden verbinden, gibt es Momente, da wird es zu einem stillen Hilferuf. Wenn Ihr Hund sich auffallend oft streckt, das Verhalten untypisch wirkt oder von anderen seltsamen Anzeichen begleitet wird, ist es an der Zeit, genauer hinzusehen. Es könnte die Art Ihres Hundes sein, Ihnen mitzuteilen, dass etwas nicht stimmt.

Ein Hund in der Gebetsstellung auf einem Holzboden

Ein wachsames Auge für den Kontext und die gesamte Körpersprache ist hier der Schlüssel. Nur so können Sie eine entspannte Dehnung von einem echten Schmerzsignal unterscheiden. Einige Verhaltensweisen sind dabei besonders verräterisch und sollten Sie sofort aufhorchen lassen.

Die Gebetsstellung als wichtiges Warnsignal

Eine der bekanntesten schmerzbedingten Haltungen ist die sogenannte Gebetsstellung. Dabei legt der Hund seinen Vorderkörper komplett flach auf den Boden, während der Po oben bleibt. Auf den ersten Blick sieht das der typischen Spielaufforderung zum Verwechseln ähnlich, doch die feinen Unterschiede sind entscheidend.

Nimmt ein Hund diese Position ohne jeden Spielkontext ein, verharrt er lange darin oder wiederholt sie ständig, ist das ein starkes Indiz für akute Bauchschmerzen. Es ist ein instinktiver Versuch, den Bauchraum zu entlasten und den schmerzhaften Druck von den inneren Organen zu nehmen.

Die Gebetsstellung kann auf ernste Probleme wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder sogar einen verschluckten Fremdkörper hindeuten. Achten Sie unbedingt auf weitere Symptome wie Appetitlosigkeit, Erbrechen oder einen harten, aufgeblähten Bauch.

Gelenkschmerzen als Ursache für häufiges Strecken

Aber nicht nur Bauchweh, auch Beschwerden im Bewegungsapparat können der Grund sein, warum ein Hund sich ständig dehnt. Wenn Gelenke schmerzen oder steif sind, versucht der Hund durch dieses übermäßige Strecken, die unangenehme Spannung zu lösen und sich kurzfristig wieder etwas beweglicher zu fühlen.

Dieses Verhalten ist besonders typisch für chronische Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Hüftdysplasie (HD). Das Strecken wird hier zu einer Art Selbsttherapie, um die schmerzende Steifigkeit nach dem Aufstehen oder längeren Ruhephasen zu überwinden.

Leider ist das kein seltenes Problem. Schätzungen zufolge leidet in Deutschland jeder fünfte Hund im Laufe seines Lebens an orthopädischen Beschwerden. Eine Studie zur Hundegesundheit zeigte, dass rund 15 % aller Hunde chronische Probleme mit dem Bewegungsapparat aufwiesen – von diesen zeigten wiederum etwa 30 % auffällige Bewegungsmuster wie eben jenes übermäßige Strecken.

Weitere Anzeichen für schmerzbedingtes Strecken

Ein einzelnes Symptom ist selten eindeutig. Deshalb ist es so wichtig, das Gesamtbild im Auge zu behalten. Wenn Ihr Hund sich ständig streckt und Sie zusätzlich eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerken, sollten Sie nicht zögern und einen Tierarzt aufsuchen:

  • Lahmheit oder steifer Gang: Wirkt Ihr Hund besonders nach dem Aufwachen wie „eingerostet“?
  • Berührungsempfindlichkeit: Zuckt er zusammen oder weicht aus, wenn Sie eine bestimmte Körperstelle berühren?
  • Verhaltensänderungen: Ist Ihr Hund plötzlich ungewöhnlich ruhig, wirkt apathisch oder ist vielleicht sogar reizbar?
  • Appetitlosigkeit: Frisst er schlecht oder verweigert sein Futter sogar ganz?
  • Lautäußerungen: Jault oder winselt er beim Aufstehen oder Hinlegen?

Diese zusätzlichen Hinweise sind wie Puzzleteile, die Ihnen helfen, das Verhalten richtig zu deuten. Schmerzen frühzeitig zu erkennen, ist der wichtigste Schritt zur Besserung. In unserem Leitfaden erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Schmerzen bei Ihrem Hund zuverlässig erkennen können. Ein aufmerksamer Blick hilft Ihnen, schnell und richtig zu handeln und Ihrem Vierbeiner unnötiges Leid zu ersparen.

Wann ist Strecken normal – und wann ein Alarmsignal?

Wenn Ihr Hund sich oft streckt, ist das erstmal nichts Ungewöhnliches. Doch als aufmerksamer Hundebesitzer fragt man sich schnell: Ist das gerade ein wohliges Recken oder steckt vielleicht doch Unbehagen dahinter? Diese feine Unterscheidung zu treffen, ist der Schlüssel zur Gesundheit Ihres Vierbeiners.

Glücklicherweise gibt es einige ziemlich klare Hinweise, die Ihnen dabei helfen. Es geht nicht nur um das Strecken an sich, sondern um das große Ganze. Beobachten Sie die Situation ganz genau: Wann streckt er sich? Wirkt sein Körper dabei entspannt oder eher steif? Zeigt er gleichzeitig noch andere Verhaltensweisen?

Die folgende Infografik fasst die wichtigsten Punkte zusammen und hilft Ihnen, auf einen Blick zu erkennen, was ein harmloses Dehnen von einem möglichen Warnsignal unterscheidet.

Infographic about hund streckt sich oft

Wie Sie sehen, ist ein kurzes, lockeres Strecken nach dem Aufwachen in der Regel ein gutes Zeichen. Ein langes, verkrampftes Dehnen ohne klaren Anlass sollte Sie hingegen aufhorchen lassen.

Die feinen, aber wichtigen Unterschiede

Um Ihnen die Einschätzung im Alltag noch leichter zu machen, haben wir die entscheidenden Merkmale gegenübergestellt. Nutzen Sie diese Tabelle als eine Art mentale Checkliste, wenn Sie Ihren Hund das nächste Mal beim Strecken beobachten.

Merkmal Normales Verhalten (Wohlbefinden) Mögliches Warnsignal (Schmerz/Unwohlsein)
Situation Nach dem Schlafen, Aufstehen oder langen Liegen. Während des Spaziergangs, nach dem Fressen, ohne ersichtlichen Grund.
Körperspannung Locker, fließend, oft mit einem genüsslichen Seufzer oder Gähnen. Steif, verkrampft, die Bewegung wirkt abgehackt oder zögerlich.
Dauer & Häufigkeit Dauert nur wenige Sekunden und passiert situationsbedingt. Langes Verharren in der Dehnposition (z. B. Gebetsstellung).
Begleitverhalten Entspannter Gesichtsausdruck, wedelnder Schwanz, danach normale Aktivität. Gekrümmter Rücken, Winseln, Hecheln, Unruhe, Appetitlosigkeit.

Es geht also vor allem um die Kombination der Anzeichen. Ein einziges, seltsames Strecken ist meist kein Grund zur Panik. Wenn es sich aber häuft und Sie weitere der genannten Warnsignale bemerken, ist es Zeit zu handeln.

Von der Beobachtung zur richtigen Reaktion

Wenn Ihr Hund Verhaltensweisen zeigt, die auf Schmerzen hindeuten könnten, ist es wichtig, nicht zu zögern. Gerade chronische Schmerzen, wie sie bei Gelenkproblemen auftreten, entwickeln sich oft schleichend und unbemerkt.

Eine frühzeitige Abklärung beim Tierarzt kann das Fortschreiten von Krankheiten wie Arthrose verlangsamen und die Lebensqualität Ihres Hundes enorm verbessern. Informieren Sie sich weiterführend, wie Sie Gelenkprobleme bei Ihrem Hund erkennen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Am Ende ist Ihre aufmerksame Beobachtung das beste Werkzeug, das Sie haben. Sie kennen Ihren Hund am besten und können dafür sorgen, dass er rechtzeitig die Hilfe bekommt, die er braucht.

Wie sie die mobilität ihres hundes aktiv fördern

Als Hundebesitzer möchten wir unsere Vierbeiner am liebsten ein Leben lang fit und agil sehen. Statt abzuwarten, bis Probleme auftreten, können wir proaktiv eine Menge dafür tun, die Gelenke unserer Hunde gesund und stark zu halten. Mit den richtigen Maßnahmen im Alltag sorgen Sie dafür, dass Ihr Liebling auch im Alter noch voller Freude durchs Leben springt.

Das Geheimnis liegt in einem gesunden Dreiklang: die richtige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein optimales Körpergewicht. Diese drei Säulen sind das A und O für ein langes, aktives und vor allem schmerzfreies Hundeleben.

Bewegung, aber mit Köpfchen

Bewegung ist das Lebenselixier für gesunde Gelenke. Sie kräftigt die Muskulatur, die wie ein schützendes Korsett für die Gelenke wirkt. Aber: Bewegung ist nicht gleich Bewegung. Lange, monotone Märsche auf hartem Asphalt sind für Hundegelenke eher eine Belastung als ein Segen.

Viel besser sind abwechslungsreiche Runden auf weichem Untergrund – denken Sie an Waldpfade oder Wiesen. Auch wilde Sprünge und abrupte Stopps, wie sie beim stundenlangen Ballwerfen vorkommen, können die Gelenke überstrapazieren. Manchmal ist weniger mehr.

  • Schwimmen: Das ist Gelenk-Wellness pur! Schwimmen baut fantastisch Muskeln auf, ohne die Gelenke auch nur im Geringsten zu belasten.
  • Gemäßigtes Laufen: Ein lockerer Trab auf weichem Boden ist ideal, um die Ausdauer zu trainieren und den Bewegungsapparat geschmeidig zu halten.
  • Gezielte Übungen: Es gibt einfache physiotherapeutische Übungen, die spielerisch die Koordination und das Gleichgewicht schulen.

Man kann sich das so vorstellen: Ein gut trainierter Muskel ist der beste Stoßdämpfer, den ein Gelenk haben kann. Je kräftiger die Muskulatur, desto besser ist der empfindliche Knorpel vor Abnutzung geschützt.

Das Gewicht im Auge behalten

Jedes Gramm zu viel auf den Rippen ist eine direkte Belastung für die Gelenke Ihres Hundes. Übergewicht ist nicht nur ein Schönheitsfehler, es ist einer der größten Risikofaktoren für Arthrose und kann bestehende Gelenkprobleme dramatisch verschlimmern.

Achten Sie also auf eine schlanke Taille und eine Fütterung, die wirklich zum Bedarf Ihres Hundes passt. Ein gesundes Körpergewicht ist vielleicht die einfachste und gleichzeitig wirkungsvollste Maßnahme, um Gelenkerkrankungen vorzubeugen. Ihr Hund wird es Ihnen mit mehr Leichtigkeit und Lebensfreude danken.

Gezielte unterstützung von innen und außen

Eine kluge Ernährung liefert die richtigen Bausteine für stabile Gelenke. Bestimmte Nährstoffe haben sich hier als besonders wertvoll erwiesen. Wirkstoffe wie Grünlippmuschel, Glucosamin und Chondroitin sind bekannt dafür, den Knorpel zu nähren und entzündlichen Prozessen entgegenzuwirken. Ein hochwertiges Ergänzungsfuttermittel kann hier also eine wirklich sinnvolle Unterstützung sein.

Zusätzlich können Sie die Beweglichkeit Ihres Hundes mit ganz einfachen Übungen für zu Hause fördern. Sanfte Dehnungen oder das Balancieren auf einem Kissen stärken die wichtige Tiefenmuskulatur und halten die Gelenke flexibel. In unserem Ratgeber zur Physiotherapie für Hunde und passende Übungen finden Sie tolle Anleitungen und Inspiration. Solche kleinen Trainingseinheiten lassen sich wunderbar in den Alltag einbauen und machen den meisten Hunden sogar richtig Spaß.

Ein wachsames Auge für das Wohlbefinden Ihres Hundes

Das Strecken ist ein faszinierender und vielschichtiger Teil der Hundesprache, den Sie nun mit ganz anderen Augen sehen können. Meistens ist es ja zum Glück ein wunderbares Zeichen, dass sich Ihr Hund pudelwohl fühlt – ein genüssliches Recken nach dem Aufwachen oder eine enthusiastische Einladung zum Spiel. Doch wie wir gesehen haben, kann es eben auch ein leiser Hilferuf sein, wenn Ihr Hund sich oft streckt und dabei alles andere als entspannt wirkt.

Die wichtigste Botschaft ist daher ganz einfach: Schauen Sie genau hin. Beobachten Sie Ihren Hund im Alltag, achten Sie auf den Kontext, die Häufigkeit des Streckens und vor allem auf alles, was sonst noch anders ist. Ein steifer Gang, plötzliche Unruhe oder ein Zögern beim Aufstehen – das sind die kleinen Puzzleteile, die ein klares Bild ergeben.

Ihr aufmerksamer Blick und Ihr Bauchgefühl sind die besten Werkzeuge, die Sie haben. Niemand kennt Ihren Hund so gut wie Sie – vertrauen Sie auf diese innere Stimme.

Zögern Sie also niemals, bei Unsicherheit oder dem kleinsten Verdacht auf Schmerzen zum Tierarzt zu gehen. Eine frühzeitige Abklärung kann den entscheidenden Unterschied machen. Dieser wache Blick schützt nicht nur die Gesundheit Ihres Lieblings, sondern stärkt auch die einzigartige Verbindung zwischen Ihnen beiden. Und das ist der wahre Schlüssel zu einem langen, glücklichen Hundeleben.

Häufig gestellte Fragen

Hier habe ich einige der häufigsten Fragen für Sie zusammengefasst, die im Zusammenhang mit dem Strecken bei Hunden immer wieder auftauchen. Kurz und auf den Punkt gebracht, damit Sie schnell Klarheit bekommen.

Was genau bedeutet die Gebetsstellung bei meinem Hund?

Die Gebetsstellung ist so eine Sache. Oft ist sie eine ganz unschuldige, fröhliche Aufforderung zum Spiel – Vorderkörper flach auf dem Boden, Po in die Höhe, dazu ein aufgeregtes Schwanzwedeln. Das kennen wir alle.

Der Kontext ist hier aber alles entscheidend. Wenn Ihr Hund diese Haltung ohne spielerische Absicht, vielleicht sogar wiederholt oder für längere Zeit einnimmt, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Oft ist das ein deutliches Zeichen für Bauchschmerzen. Der Hund versucht ganz instinktiv, den schmerzenden Bauchraum zu entlasten. Beobachten Sie das ohne Spielaufforderung, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich.

Strecken sich ältere Hunde häufiger als junge?

Ja, das lässt sich in der Regel beobachten. Denken Sie an uns Menschen: Mit den Jahren wird man morgens einfach etwas steifer. Bei Hunden ist das ganz ähnlich. Gerade nach dem Aufwachen oder einem langen Schläfchen hilft das ausgiebige Strecken, die Gelenke zu lockern und wieder in die Gänge zu kommen.

Manchmal kann es aber auch ein erstes, leises Anzeichen für beginnende Gelenkprobleme wie Arthrose sein. Solange Ihr Senior dabei entspannt wirkt und es ihm guttut, ist alles im grünen Bereich. Wenn Sie aber merken, dass er dabei Schmerzen äußert, lahmt oder sich unwohl fühlt, ist es an der Zeit, das tierärztlich abklären zu lassen.

Wann sollte ich wegen häufigem Strecken zum Tierarzt?

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Ein Tierarztbesuch ist immer dann ratsam, wenn das Strecken plötzlich viel häufiger wird, fast schon zwanghaft wirkt oder wenn andere Symptome dazukommen, die Ihnen Sorgen bereiten.

Wann Sie genauer hinschauen sollten: Ihr Hund lahmt, läuft auffällig steif, reagiert empfindlich auf Berührungen, frisst schlecht, krümmt den Rücken oder verändert sein Verhalten – wird vielleicht apathisch oder ungewohnt reizbar.

Die Faustregel ist ganz einfach: Wenn Sie unsicher sind oder das Gefühl haben, dass etwas mit Ihrem Hund nicht stimmt, ist der Gang in die Tierarztpraxis immer die richtige Entscheidung. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nachgefragt.


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