Kreuzbandriss Hund Sitztest Anzeichen sicher erkennen

Hat sich die Art, wie Ihr Hund sitzt, in letzter Zeit verändert? Das könnte mehr sein als nur eine harmlose neue Angewohnheit. Der Sitztest bei Verdacht auf Kreuzbandriss ist eine einfache Beobachtungsmethode, die jeder Hundebesitzer kennen sollte. Eine ungewöhnliche Sitzposition, oft mit einem seitlich ausgestreckten Bein, kann ein erstes, aber klares Warnsignal für eine ernste Gelenkverletzung sein.

Was eine veränderte sitzposition verrät

Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: Ihr Hund setzt sich nicht mehr wie gewohnt gerade hin, sondern lässt ein Hinterbein merkwürdig zur Seite weggleiten. Diese Haltung, von Tierärzten oft als „Entlastungssitz“ bezeichnet, ist ein klassisches Anzeichen dafür, dass Ihr Hund instinktiv versucht, Schmerzen im Kniegelenk zu umgehen. Er beugt das betroffene Knie nicht mehr vollständig, weil die Instabilität durch ein verletztes Kreuzband schlichtweg unangenehm ist oder wehtut.

Hinter diesem Verhalten steckt in vielen Fällen mehr als nur eine vorübergehende Verstauchung. Das vordere Kreuzband ist für die Stabilität im Kniegelenk absolut entscheidend. Seine Aufgabe ist es, zu verhindern, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschiebt. Reißt dieses wichtige Band, verliert das gesamte Gelenk an Halt, was nicht nur Schmerzen verursacht, sondern langfristig fast immer zu Arthrose führt.

Ein blick ins kniegelenk des hundes

Man kann sich das Kreuzband wie ein starkes, stabilisierendes Seil im Knie vorstellen. Wenn dieses Seil reißt, reiben die Knochenflächen bei jeder einzelnen Bewegung aufeinander. Das tut nicht nur weh, sondern führt auch zu Entzündungen und schädigt den Gelenkknorpel nachhaltig. Die veränderte Sitzposition ist also nichts anderes als ein cleverer, instinktiver Versuch Ihres Hundes, diese schmerzhafte Reibung so gut es geht zu minimieren.

Ein positiver Sitztest ist zwar noch keine endgültige Diagnose, aber ein sehr starkes Indiz. Er zeigt Ihnen, dass Ihr Hund sein Knie bewusst schont und eine tierärztliche Untersuchung dringend ratsam ist, um bleibende Schäden wie Arthrose zu verhindern.

Der Kreuzbandriss gehört leider zu den häufigsten orthopädischen Problemen bei Hunden in Deutschland, wobei besonders mittelgroße und große Rassen betroffen sind. Zahlen aus der Praxis zeigen, dass bei Hunden ab etwa 25 Kilogramm Körpergewicht eine Operation in 60 bis 70 Prozent der Fälle unumgänglich ist. Der Sitztest, bei dem der Hund das kranke Bein seitlich wegstreckt, ist dabei oft der allererste Hinweis, der Besitzern auffällt. Mehr zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie zum Beispiel auf fressnapf.de.

Warum frühes erkennen so wichtig ist

Ein Kreuzbandriss entsteht nicht immer durch einen plötzlichen Unfall. Oft entwickelt er sich schleichend über Wochen oder Monate. Am Anfang zeigt der Hund vielleicht nur eine ganz leichte Lahmheit nach dem Aufstehen oder nach dem Toben. Wenn Ihr Hund hinten lahmt, kann das ein frühes Signal für Gelenkprobleme sein.

Werden diese ersten Anzeichen übersehen, kann sich der Zustand verschlimmern und die spätere Behandlung wird deutlich aufwendiger. Der Sitztest ist deshalb so ein wertvolles Werkzeug für Sie als Besitzer: Er liefert ein klares, leicht zu deutendes Zeichen, das Sie frühzeitig hellhörig werden lässt. Je schneller die Ursache gefunden wird, desto besser sind die Heilungschancen und desto wirksamer kann die Lebensqualität Ihres treuen Begleiters gesichert werden.

Den Sitztest korrekt durchführen und deuten

Der Sitztest für einen Kreuzbandriss beim Hund ist zum Glück keine komplizierte Wissenschaft. Es geht vielmehr darum, ein alltägliches Verhalten ganz bewusst zu beobachten. Die größte Hürde ist oft, die feinen, aber entscheidenden Unterschiede zwischen einer normalen Sitzposition und einer auffälligen Schonhaltung zu erkennen.

Der beste Zeitpunkt für eine solche Beobachtung ist, wenn Ihr Hund entspannt ist und sich von ganz allein hinsetzen möchte. Das kann nach einem Spaziergang sein oder wenn er geduldig auf sein Leckerli wartet.

Die richtige Vorgehensweise: Beobachten statt zwingen

Ein ganz wichtiger Punkt vorweg: Zwingen Sie Ihren Hund niemals in eine Sitzposition! Das würde nicht nur das Ergebnis verfälschen, sondern ihm möglicherweise auch unnötige Schmerzen zufügen.

Sorgen Sie stattdessen für eine ruhige, stressfreie Umgebung und beobachten Sie einfach, was passiert.

  • Wie setzt er sich hin? Ist die Bewegung flüssig und schnell, oder wirkt sie eher zögerlich und steif?
  • Wie sieht die Endposition aus? Ein gesunder Hund setzt sich in der Regel ganz symmetrisch hin und zieht beide Hinterbeine gleichmäßig unter den Körper.

So erkennen Sie den typischen Entlastungssitz

Ein positives Testergebnis zeigt sich in einer sehr charakteristischen Haltung – dem sogenannten Entlastungssitz. Statt beide Kniegelenke gleichmäßig zu beugen, streckt der Hund das betroffene Bein seitlich vom Körper weg. Manchmal berührt er den Boden auch nur ganz leicht mit den Zehenspitzen, während das andere Bein die Hauptlast trägt.

Diese asymmetrische Haltung ist ein reiner Schutzmechanismus. Ihr Hund versucht instinktiv, die schmerzhafte Beugung und die Belastung im instabilen Kniegelenk zu umgehen. Er verlagert sein Gewicht komplett auf die gesunde Seite. In manchen Fällen dreht er sogar sein Becken leicht zur gesunden Seite, um das verletzte Bein noch weiter zu entlasten.

Diese Infografik macht den Zusammenhang zwischen einem gesunden Knie und dem auffälligen Sitztest als klares Warnsignal sehr gut deutlich.

Infographic about kreuzbandriss hund sitztest

Man sieht hier sehr schön, wie die Schmerzen im Kniegelenk direkt zu dieser veränderten, entlastenden Sitzposition führen.

Was eine abweichende Sitzhaltung wirklich bedeutet

Jetzt ist es aber wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Nicht jede „schiefe“ Sitzposition ist sofort ein Beweis für einen Kreuzbandriss. Gerade junge, noch etwas unkoordinierte Hunde oder sehr entspannte Vierbeiner lümmeln sich manchmal einfach nur bequem hin.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Konstanz und im Kontext.

Tritt diese Schonhaltung immer wieder auf, vielleicht sogar verstärkt nach einer Belastungsphase wie Toben oder einem langen Spaziergang? Wirkt Ihr Hund dabei unruhig oder zeigt er vielleicht sogar andere Anzeichen von Unwohlsein? Das sind die Momente, in denen Sie hellhörig werden sollten. Der Sitztest ist ein wichtiges Puzzleteil im Gesamtbild. Wenn Sie grundsätzlich lernen, wie Sie bei Ihrem Hund Schmerzen erkennen, können Sie die Situation viel besser einschätzen.

Ein wiederholt positiver Sitztest ist ein starkes Alarmsignal, das Sie ernst nehmen sollten. Es ist der Versuch Ihres Hundes, Ihnen mitzuteilen, dass in seinem Knie etwas nicht in Ordnung ist.

Um die Unterschiede noch klarer zu machen, hilft ein direkter Vergleich.

Sitzhaltung Normal vs. Verdächtig im direkten Vergleich

Diese Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede in der Sitzposition zusammen, die auf einen möglichen Kreuzbandriss hindeuten können.

Merkmal Normale Sitzhaltung Auffällige Sitzhaltung (Positiver Sitztest)
Beinstellung Beide Hinterbeine sind symmetrisch unter dem Körper gebeugt. Ein Hinterbein wird seitlich ausgestreckt oder nach außen gedreht.
Gewichtsverteilung Das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Hinterbeine verteilt. Das Gewicht wird deutlich auf das gesunde Bein verlagert.
Bewegungsablauf Das Hinsetzen erfolgt flüssig und ohne Zögern. Die Bewegung ist langsam, steif oder sichtbar anstrengend.
Körperhaltung Das Becken und der Rücken sind gerade ausgerichtet. Das Becken kann leicht zur gesunden Seite gekippt sein.

Sollten Sie die Merkmale aus der rechten Spalte wiederholt bei Ihrem Hund beobachten, ist es an der Zeit für den nächsten Schritt: eine professionelle Abklärung durch Ihren Tierarzt.

Mehr als nur der Sitztest: Andere Warnsignale nicht übersehen

Ein auffälliges Sitzverhalten ist ein starkes Indiz, keine Frage. Aber der Kreuzbandriss Hund Sitztest ist selten das einzige Puzzleteil. Meist ist die veränderte Sitzposition nur eines von mehreren Signalen, mit denen Ihr Hund Ihnen zu zeigen versucht, dass etwas im Argen liegt. Wenn Sie lernen, auch die anderen Symptome zu deuten, bekommen Sie ein viel klareres Bild der Lage.

Das wohl offensichtlichste Anzeichen ist eine Lahmheit. Diese kann sich aber ganz unterschiedlich präsentieren.

Hund wird am Knie untersucht, um weitere Warnsignale zu prüfen

Manche Hunde zeigen nach dem Herumtoben plötzlich ein starkes Humpeln und belasten ein Hinterbein überhaupt nicht mehr. Bei anderen wiederum schleicht sich die Lahmheit ganz langsam ein. Vielleicht fällt Ihnen anfangs nur eine leichte Steifheit nach dem Aufstehen auf, die nach ein paar Schritten wieder zu verschwinden scheint. Diese subtile Schonhaltung kann sich dann über Wochen hinweg verschlimmern.

Achten Sie auf Verhaltensänderungen

Schmerzen und die Instabilität im Kniegelenk strahlen auf das gesamte Verhalten Ihres Hundes aus. Halten Sie also die Augen offen, ob sich seine täglichen Routinen und seine Körpersprache verändern.

  • Schwierigkeiten beim Aufstehen: Besonders nach längeren Ruhepausen, etwa morgens oder nach einem Nickerchen, fällt es Hunden mit Knieproblemen oft sichtlich schwer, auf die Beine zu kommen. Die Bewegung wirkt mühsam und steif.
  • Weniger Lust auf Aktivität: Hat Ihr sonst so spielfreudiger Vierbeiner plötzlich keine Lust mehr auf lange Spaziergänge? Meidet er neuerdings den Sprung ins Auto oder aufs Sofa? Diese plötzliche Unlust ist selten ein Zeichen von Faulheit, sondern meist ein Versuch, Schmerzen zu umgehen.
  • Hörbare Geräusche aus dem Gelenk: Manchmal kann man bei der Bewegung ein leises „Klicken“ oder „Knacken“ aus dem Kniegelenk hören. Ein solches Geräusch kann entstehen, wenn instabile Gelenkteile aneinanderreiben.

Diese Kombination aus verschiedenen Symptomen ist recht typisch für Gelenkprobleme. Umfassende Informationen, wie Sie Gelenkprobleme beim Hund erkennen, helfen Ihnen dabei, die Anzeichen richtig zuzuordnen und die Situation besser einzuschätzen.

Wenn Ihr Hund nicht nur den positiven Sitztest zeigt, sondern auch lahmt und sein Verhalten ändert, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Diese Symptom-Kombination macht eine tierärztliche Abklärung absolut notwendig.

Das Gesamtbild ist entscheidend

Der Kreuzbandriss gehört zu den häufigsten orthopädischen Diagnosen in der Tiermedizin. Studien deuten darauf hin, dass diese Verletzung bei Hunden in Deutschland etwa fünfmal häufiger vorkommt als bei uns Menschen, wobei besonders große Rassen gefährdet sind. Der Sitztest, bei dem das betroffene Bein seitlich weggestreckt wird, ist ein wichtiges, aber eben nicht das einzige Erkennungszeichen. Hält eine Lahmheit im Hinterbein über mehrere Tage an, zögern Sie bitte nicht und suchen Sie einen Tierarzt auf.

Am Ende ist es die Summe Ihrer Beobachtungen, die Ihnen und Ihrem Tierarzt hilft, die richtige Diagnose zu stellen. Machen Sie sich am besten Notizen: Wann und in welcher Situation fallen Ihnen welche Anzeichen auf? Zeigt Ihr Hund die Schonhaltung nur nach Belastung? Ist die Lahmheit morgens schlimmer als abends? Jedes noch so kleine Detail kann wertvoll sein.

Ihr Fahrplan nach einem positiven Sitztest

Okay, Sie haben den Kreuzbandriss Hund Sitztest bei Ihrem Hund beobachtet und diese typische Schonhaltung gesehen. Vielleicht sind Ihnen auch andere kleine Warnsignale aufgefallen. Der erste Gedanke ist oft Verunsicherung, aber jetzt ist es entscheidend, einen kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen Schritte einzuleiten. Ihr wichtigster Partner ist ab sofort Ihr Tierarzt.

Der Gang in die Praxis ist unumgänglich, denn eine Diagnose können Sie zu Hause natürlich nicht stellen. Aber was Sie mitbringen, ist Gold wert: Ihre Beobachtungen. Schildern Sie dem Tierarzt ganz genau, was Ihnen aufgefallen ist – die veränderte Sitzposition, das leichte Humpeln nach dem Toben oder die Mühe beim Aufstehen. Jedes noch so kleine Detail hilft dabei, das Puzzle zusammenzusetzen.

Was Sie beim Tierarzt erwartet

In der Tierarztpraxis wird zunächst eine gründliche klinische Untersuchung stattfinden. Der Tierarzt schaut sich das Gangbild Ihres Hundes an und tastet das betroffene Kniegelenk ganz vorsichtig ab. Ein zentraler Punkt dieser Untersuchung ist der sogenannte Schubladentest. Hierbei prüft der Arzt, ob sich der Unterschenkel im Vergleich zum Oberschenkel nach vorne verschieben lässt. Wenn das geht, ist das ein ziemlich klares Zeichen für ein instabiles Gelenk, weil das Kreuzband seinen Job nicht mehr macht.

Ihre Beobachtung des Sitztests spielt hier eine wichtige Rolle. Der Sitztest ist in der Tiermedizin in Deutschland ein fest etabliertes und verlässliches Verfahren, um einen ersten Verdacht auf einen Kreuzbandriss beim Hund zu untermauern. Während der Schubladentest mit einer Sensitivität von 86 % und einer Spezifität von 98 % zu den aussagekräftigsten klinischen Tests gehört, liefert ein positiver Sitztest den entscheidenden Anfangsverdacht auf eine Verletzung im Knie. Viele renommierte Tierkliniken haben den Sitztest daher fest in ihre Standarduntersuchung bei lahmenden Hunden integriert. Mehr zur diagnostischen Relevanz in tiermedizinischen Studien können Sie hier nachlesen.

Ganz wichtig: Versuchen Sie bitte niemals, den Schubladentest selbst durchzuführen! Das erfordert viel Fachwissen und Erfahrung. Bei falscher Anwendung können Sie Ihrem Hund große Schmerzen zufügen oder die Verletzung sogar verschlimmern.

Bestätigt die Untersuchung den Verdacht, kommen meist bildgebende Verfahren ins Spiel, um das ganze Ausmaß zu sehen.

  • Röntgenaufnahmen: Sie machen sichtbar, ob es schon Veränderungen im Gelenk gibt, zum Beispiel eine Schwellung oder eine beginnende Arthrose.
  • Ultraschall: Mit einem Ultraschallgerät kann man die Weichteile wie Bänder und Menisken noch genauer beurteilen.

So bereiten Sie sich optimal auf den Termin vor

Damit der Tierarzt eine bestmögliche Grundlage für seine Diagnose hat, können Sie schon vor dem Termin ein paar Informationen sammeln. Ein kleines „Symptom-Tagebuch“ kann dabei Wunder wirken.

Machen Sie sich am besten Notizen zu diesen Fragen:

  1. Wann genau lahmt Ihr Hund? (z. B. nur nach dem Aufstehen, verstärkt nach Belastung oder eigentlich immer?)
  2. Seit wann fällt Ihnen die veränderte Sitzposition auf? (Ist das seit ein paar Tagen so oder schon seit Wochen?)
  3. Haben Sie Geräusche aus dem Gelenk gehört? (Vielleicht ein leises Klicken oder Knacken bei Bewegung?)
  4. Hat sich das allgemeine Verhalten Ihres Hundes verändert? (Ist er weniger spielfreudig, meidet er vielleicht Sprünge aufs Sofa?)

Diese gezielten Informationen sind, zusammen mit der professionellen Untersuchung des Tierarztes, die beste Basis für eine sichere Diagnose und den richtigen Behandlungsplan für Ihren Vierbeiner.

So schützen Sie die Gelenke Ihres Hundes aktiv

Auch wenn Genetik oder das Alter bei Gelenkproblemen oft eine Rolle spielen, sind Sie als Hundebesitzer keineswegs machtlos. Ganz im Gegenteil: Sie können mit ein paar gezielten Anpassungen im Alltag eine Menge tun, um das Risiko eines Kreuzbandrisses zu senken und die Gelenke Ihres Vierbeiners lange fit zu halten. Prophylaxe ist hier das absolute A und O.

Ein Hund läuft glücklich über eine Wiese, was gesunde Gelenke symbolisiert

Der mit Abstand größte Hebel, den Sie haben, ist das Gewichtsmanagement. Jedes einzelne Kilo zu viel auf den Rippen bedeutet eine enorme Zusatzlast für die Kniegelenke. Stellen Sie es sich einfach so vor, als würde Ihr Hund permanent einen schweren Rucksack mit sich herumtragen – bei jedem Schritt, bei jeder Bewegung. Eine schlanke Figur ist daher der beste Gelenkschutz, den es gibt.

Bewegung ja, aber richtig

Natürlich ist Bewegung für starke Muskeln und stabile Gelenke unverzichtbar. Es kommt aber entscheidend auf das „Wie“ an. Eine gut trainierte Muskulatur stützt das Kniegelenk wie ein natürliches Korsett und fängt einen Großteil der Belastung ab, die sonst direkt auf das Kreuzband wirken würde.

Manche Aktivitäten sind für die Kniegelenke allerdings pures Gift. Dazu gehören vor allem:

  • Abrupte Stopps und schnelle Richtungswechsel: Das typische Verhalten eines „Ball-Junkies“, der im Vollsprint hinter dem Ball herjagt und abrupt bremst, ist eine der Hauptursachen für Bänderrisse.
  • Sprünge aus großer Höhe: Ob aus dem Kofferraum oder vom Sofa – bei der Landung wirken extreme Kräfte, die ein Vielfaches des Körpergewichts betragen können.
  • Toben auf rutschigen Böden: Auf Parkett oder Fliesen finden die Pfoten keinen Halt. Das führt schnell zu unkontrollierten Ausrutschern und gefährlichen Verdrehungen im Gelenk.

Viel besser sind gleichmäßige, gelenkschonende Bewegungsformen. Schwimmen ist hier der absolute Goldstandard, denn es kräftigt die Muskulatur ungemein, ohne die Gelenke zu belasten. Aber auch kontrollierte Spaziergänge an der Leine, am besten auf weichem Waldboden, oder gezieltes Muskelaufbautraining bei einem Tierphysiotherapeuten sind fantastische Möglichkeiten.

Unterstützung von innen und außen

Neben dem richtigen Maß an Bewegung und einem gesunden Gewicht können Sie die Gelenke auch von innen heraus stärken. Hier spielen die Ernährung und gezielte Ergänzungen eine wichtige Rolle.

Proaktiv für die Gelenkgesundheit zu sorgen ist immer der klügere Weg, als später eine ernsthafte Verletzung behandeln zu müssen. Oft sind es die kleinen Dinge im Alltag, die für die Lebensqualität und Mobilität Ihres Hundes den entscheidenden Unterschied machen.

Hierzu gehört vor allem die Zufuhr von Nährstoffen, die für den Knorpel und die Gelenkflüssigkeit essenziell sind. Inhaltsstoffe wie Grünlippmuschelextrakt, Glucosamin oder MSM haben sich in der Praxis als sehr hilfreich erwiesen, um die natürliche Gelenkfunktion zu unterstützen. Eine bewährte Rezeptur wie die von Dr. Wuffy kann hier eine wirklich sinnvolle Ergänzung sein, um die Gelenke Ihres Hundes widerstandsfähiger zu machen. Denn am Ende gilt immer: Vorbeugen ist die beste Medizin.

Häufige Fragen zum Sitztest und Kreuzbandriss

Nach all den Informationen schwirren einem oft noch ein paar ganz konkrete Fragen im Kopf herum. Das ist völlig normal. Hier habe ich die häufigsten Anliegen von Hundebesitzern gesammelt und versuche, sie kurz und bündig zu beantworten – sozusagen eine kleine Wissensdatenbank für den Fall der Fälle.

Kann mein Hund mit einem Kreuzbandriss überhaupt noch laufen?

Ja, das ist einer der trügerischen Punkte. Die meisten Hunde können auch mit einem gerissenen Kreuzband noch laufen, aber eben nicht mehr richtig. Sie werden fast immer eine Schonhaltung einnehmen, deutlich humpeln oder das Bein beim Auftreten nur ganz vorsichtig aufsetzen.

Man sieht ihnen an, dass sie versuchen, dem Schmerz auszuweichen. Das Problem dabei: Jede weitere Belastung auf das instabile Gelenk kann die Sache verschlimmern und zu Langzeitschäden wie Arthrose führen. Deshalb ist der Gang zum Tierarzt auch dann unerlässlich, wenn der Hund noch irgendwie läuft.

Heilt ein Kreuzbandriss auch ohne eine Operation?

Die ehrliche Antwort ist: extrem selten. Eine Heilung ganz ohne OP kommt nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen infrage. Meistens betrifft das sehr kleine und leichte Hunde unter 10-15 kg Körpergewicht oder sehr alte Hunde, für die eine Vollnarkose einfach ein zu großes Risiko wäre.

In diesen Fällen versucht man es konservativ mit absoluter Ruhe, Physiotherapie und Schmerzmedikamenten. Man muss sich aber im Klaren sein, dass das Knie dadurch in der Regel nicht mehr seine alte Stabilität zurückgewinnt. Das Risiko für Folgeschäden, allen voran die schmerzhafte Arthrose, bleibt also deutlich erhöht.

Wie sicher ist der Sitztest als Anzeichen für einen Riss?

Der Sitztest allein ist natürlich keine wasserdichte Diagnose. Aber er ist ein extrem zuverlässiges Warnsignal, das man auf keinen Fall ignorieren sollte. Wenn ein Hund immer wieder das eine Bein beim Hinsetzen seitlich wegstreckt, ist das ein starker Hinweis darauf, dass im Knie etwas schmerzt oder instabil ist.

Betrachten Sie es als ein Puzzleteil: Kommen zum positiven Sitztest noch andere Anzeichen wie Lahmheit oder Probleme beim Aufstehen hinzu, verdichtet sich der Verdacht enorm. Dann ist es höchste Zeit, das professionell abklären zu lassen.

Mein Hund sitzt nur manchmal komisch – muss ich mir Sorgen machen?

Nicht jede schiefe Sitzposition ist sofort ein Alarmsignal. Hunde fläzen sich auch einfach mal bequem hin, gerade wenn sie total entspannt sind. Der springende Punkt ist die Regelmäßigkeit und die Situation, in der es passiert.

Beobachten Sie Ihren Hund genau: Tritt diese Schonhaltung gezielt auf, vielleicht immer nach dem Toben oder wenn er müde wird? Wenn Sie unsicher sind, machen Sie einfach mal ein kurzes Video mit dem Handy und zeigen es Ihrem Tierarzt. Ein erfahrener Blick kann oft schnell unterscheiden, ob das nur eine harmlose Marotte oder ein relevantes Symptom für ein Gelenkproblem ist.


Um die Gelenke Ihres Hundes proaktiv zu unterstützen und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, ist eine gezielte Nährstoffversorgung entscheidend. Dr. Wuffy bietet eine wissenschaftlich fundierte Gelenkformel, die bewährte Inhaltsstoffe wie Grünlippmuschelextrakt und Glucosamin kombiniert, um die Mobilität und Lebensfreude Ihres Vierbeiners zu fördern. Erfahren Sie mehr unter https://dr-wuffy.de.

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