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Kurkuma Dosierung Hund: Sicher und Einfach Anleitung
Kurkuma Dosierung Hund: Sicher und Einfach Anleitung
Bevor wir uns die genaue Dosierung von Kurkuma für Ihren Hund ansehen, sollten wir kurz klären, warum das goldene Gewürz überhaupt so interessant ist. Viele Hundebesitzer, so wie ich auch, schwören auf seine natürlichen Eigenschaften, besonders bei Gelenkbeschwerden oder einfach zur allgemeinen Stärkung des Wohlbefindens. Der Schlüssel zum Erfolg liegt aber, wie bei allem, in der richtigen Menge.
Warum Kurkuma eine gute Idee für Ihren Hund sein kann
Vielleicht haben Sie im Freundeskreis davon gehört oder online darüber gelesen: Kurkuma für Hunde ist im Kommen. Das ist kein Zufall. Die Wurzel mit ihrem bekannten Wirkstoff Curcumin hat sich schon seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin bewährt. Inzwischen findet sie immer öfter den Weg in die Futternäpfe unserer Vierbeiner – und das aus wirklich guten Gründen.

Die Hauptgründe für den Einsatz
Aus meiner Erfahrung greifen die meisten Hundebesitzer aus diesen Motiven zu Kurkuma:
- Unterstützung der Gelenke: Gerade bei Senioren oder Rassen, die zu Gelenkproblemen neigen, wird Kurkuma oft gegeben, um die Beweglichkeit zu fördern. Man merkt oft, dass die Hunde wieder etwas geschmeidiger laufen.
- Stärkung des Immunsystems: Die antioxidativen Eigenschaften von Curcumin können dem Körper helfen, seine natürlichen Abwehrkräfte auf Trab zu halten.
- Förderung einer gesunden Verdauung: In der richtigen Dosierung kann Kurkuma auch dazu beitragen, das Verdauungssystem im Gleichgewicht zu halten.
Dieser Trend zeigt sich ganz klar auch auf dem Markt. Historisch gesehen ist der Einsatz von Kurkuma bei Hunden in Deutschland eine recht junge Entwicklung. Aktuelle Zahlen belegen jedoch, dass heute über 30 % der erhältlichen Naturheilmittel für Hunde Kurkuma oder Curcumin als Hauptzutat enthalten.
Was Sie realistisch erwarten dürfen
Man muss Kurkuma als das sehen, was es ist: eine natürliche Ergänzung, kein Wundermittel. Es ersetzt niemals den Gang zum Tierarzt, kann aber eine wirklich wertvolle Unterstützung im Alltag sein.
Mein Tipp aus der Praxis: Fangen Sie immer mit einer winzigen Dosis an und beobachten Sie Ihren Hund ganz genau. Jeder Hund reagiert anders, und was für den einen super ist, passt für den anderen vielleicht nicht.
Die Wirkung von Curcumin zeigt sich meist schleichend. Erwarten Sie also keine Wunder über Nacht. Geduld ist hier wirklich der Schlüssel. Achten Sie lieber auf kleine, subtile Verbesserungen im Verhalten und in der Bewegungsfreude Ihres Hundes über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Es gibt viele natürliche Entzündungshemmer für Hunde, und Kurkuma ist definitiv eine der bekanntesten und beliebtesten Optionen.
So finden Sie die richtige Dosierung für Ihren Hund
Jetzt kommt natürlich die Gretchenfrage: Wie viel Kurkuma ist für meinen Hund denn nun genau richtig? Eine pauschale Antwort gibt es darauf leider nicht, denn die ideale Dosis ist von Hund zu Hund verschieden. Es hängt alles vom Körpergewicht, dem allgemeinen Gesundheitszustand und natürlich auch von der Form des Kurkumas ab, die Sie verwenden.
Der wichtigste Grundsatz, den ich jedem Hundebesitzer ans Herz lege, lautet: Fangen Sie immer mit einer winzigen Dosis an. So geben Sie dem Körper Ihres Hundes Zeit, sich an den neuen Wirkstoff zu gewöhnen. Gleichzeitig können Sie genau beobachten, wie er darauf reagiert. Wer hier zu schnell vorprescht, riskiert oft nur unnötige Magen-Darm-Probleme.
Die Startdosis am Körpergewicht festmachen
Als verlässlicher Ausgangspunkt für die erste Dosierung dient immer das Gewicht Ihres Hundes. Die gängige Empfehlung für Kurkumapulver liegt bei etwa 1/8 bis 1/4 Teelöffel pro 5 kg Körpergewicht, verteilt auf ein bis drei Gaben am Tag. Ein Hund mit 20 kg würde also ungefähr zwischen einem halben und einem ganzen Teelöffel Kurkuma täglich bekommen.
Rechnen Sie aber nicht damit, über Nacht Wunder zu erleben. Kurkuma wirkt eher subtil und im Hintergrund, daher kann es durchaus einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis sich eine spürbare Verbesserung einstellt. Geduld ist hier wirklich der Schlüssel. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet gute zusätzliche Einblicke zur Kurkuma-Anwendung bei Hunden auf smoothiedog.de.
Diese Grafik veranschaulicht sehr schön, was im Körper Ihres Hundes passiert, nachdem er das Kurkuma gefressen hat.

Man sieht deutlich: Die richtige Aufnahme im Darm ist das A und O, damit die wertvollen Curcuminoide überhaupt dorthin gelangen, wo sie ihre positive Wirkung entfalten sollen.
Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, habe ich eine übersichtliche Tabelle mit bewährten Richtwerten für reines Kurkumapulver erstellt.
Dosierungsrichtwerte für Kurkumapulver nach Körpergewicht
Diese Tabelle bietet eine schnelle Übersicht zur empfohlenen täglichen Start- und Maximaldosierung von Kurkumapulver, aufgeteilt nach verschiedenen Gewichtsklassen von Hunden.
| Gewicht des Hundes | Tägliche Startdosierung (ca.) | Tägliche Maximaldosierung (ca.) |
|---|---|---|
| Kleine Hunde (bis 10 kg) | Eine Messerspitze | 1/4 Teelöffel |
| Mittlere Hunde (10-25 kg) | 1/4 Teelöffel | 1/2 Teelöffel |
| Große Hunde (über 25 kg) | 1/2 Teelöffel | 1 Teelöffel |
Denken Sie bitte daran, dass dies Orientierungswerte sind. Jeder Hund ist ein Individuum. Beobachten Sie Ihr Tier genau und passen Sie die Menge an, wenn es nötig sein sollte.
Praktische Beispiele aus dem Alltag
Theorie ist das eine, aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Stellen wir uns zwei typische Fälle vor:
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Szenario 1: Ein quirliger Jack Russell Terrier mit 8 kg
Bei so einem kleinen, aktiven Hund würde ich mit einer winzigen Menge anfangen – buchstäblich nur eine Messerspitze Pulver pro Tag, gut unter sein Futter gemischt. Verträgt er das gut, kann man nach etwa einer Woche die Dosis langsam in Richtung eines viertel Teelöffels pro Tag steigern. -
Szenario 2: Ein gemütlicher Berner Sennenhund mit 45 kg
Für einen Riesen wie diesen ist ein halber Teelöffel täglich ein guter Startpunkt. Das Prinzip bleibt dasselbe: gut unter eine Mahlzeit mischen und abwarten. Wenn keine Verdauungsprobleme oder andere Auffälligkeiten auftreten, können Sie die Dosis über mehrere Wochen schrittweise auf bis zu einen ganzen Teelöffel pro Tag erhöhen.
Mein Profi-Tipp: Verteilen Sie die empfohlene Tagesdosis am besten auf zwei Mahlzeiten. Das sorgt für eine gleichmäßigere Aufnahme der Wirkstoffe über den Tag und ist deutlich magenschonender.
Die langsame, schrittweise Steigerung ist wirklich der entscheidende Faktor. Geben Sie dem Organismus Ihres Hundes mindestens eine Woche Zeit, sich an die jeweilige Dosis zu gewöhnen, bevor Sie sie weiter erhöhen. Ein überstürztes Vorgehen führt oft nur zu Bauchgrummeln und sorgt dafür, dass Ihr Hund das neue Extra im Futter ablehnt.
Pulver, Kapseln oder doch lieber die goldene Paste?
Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, Ihrem Hund Kurkuma zu geben, stehen Sie schnell vor der nächsten Frage: In welcher Form eigentlich? Das ist eine wichtige Überlegung, denn die Darreichungsform entscheidet nicht nur darüber, ob Ihr Hund es frisst, sondern auch, wie gut sein Körper den wertvollen Wirkstoff Curcumin überhaupt aufnehmen kann. Im Grunde gibt es drei bewährte Optionen, die sich in der Praxis durchgesetzt haben.

Jede dieser Varianten hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Was am besten funktioniert, hängt ganz von Ihrem Hund und Ihrem Alltag ab. Schauen wir uns die Möglichkeiten einmal genauer an.
Die gängigen Darreichungsformen im Vergleich
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Kurkumapulver: Das ist die einfachste und günstigste Variante. Sie können das reine Gewürzpulver einfach unter das Futter mischen. Der Haken an der Sache ist jedoch die geringe Bioverfügbarkeit – der Körper kann das Curcumin in dieser Form nur sehr schwer aufnehmen. Es wird größtenteils ungenutzt wieder ausgeschieden.
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Kapseln oder Tabletten: Diese sind super praktisch, weil die Dosierung immer exakt stimmt. Viele Produkte enthalten bereits Piperin (aus schwarzem Pfeffer) oder andere Stoffe, die die Aufnahme verbessern. Für Hunde, die aber partout keine Tabletten schlucken wollen, kann die tägliche Gabe schnell zum Stressfaktor für beide Seiten werden.
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Goldene Paste: Diese selbstgemachte Paste gilt als die effektivste Methode, um Kurkuma zu verabreichen. Hier wird das Pulver gezielt mit Fett (wie Kokosöl) und schwarzem Pfeffer kombiniert. Diese Kombination steigert die Aufnahme des Curcumins um ein Vielfaches.
Besonders die Goldene Paste hat sich hierzulande einen Namen gemacht. Die Mischung aus Kurkuma, einem gesunden Fett und dem Piperin aus dem Pfeffer ist eine unschlagbare Kombination, um die Bioverfügbarkeit zu maximieren. Eine selbstgemachte Paste hält sich im Kühlschrank etwa zwei bis drei Wochen.
In Fachkreisen wird oft empfohlen, bei kleinen Hunden mit etwa einem viertel Teelöffel der Paste dreimal täglich zu starten. Große Hunde über 40 kg können dagegen bis zu einem Teelöffel pro Gabe erhalten.
Rezept für die Goldene Paste
Die Zubereitung ist wirklich unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. Sie brauchen nur ein paar Zutaten, um diese wirkungsvolle Mischung herzustellen, die von den meisten Hunden übrigens sehr gut angenommen wird.
Zutaten:
- 70 g hochwertiges Kurkumapulver (am besten in Bio-Qualität)
- 250 ml Wasser
- 70 g Kokosöl (oder ein anderes hochwertiges Öl)
- Eine Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
- Geben Sie das Wasser und das Kurkumapulver in einen kleinen Topf.
- Erhitzen Sie alles bei niedriger bis mittlerer Hitze und rühren Sie konstant, bis eine dickflüssige Paste entsteht. Das dauert ungefähr 5-7 Minuten.
- Nehmen Sie den Topf vom Herd und rühren Sie das Kokosöl sowie den Pfeffer unter, bis alles schön cremig vermischt ist.
- Lassen Sie die Paste abkühlen und füllen Sie sie dann in ein sauberes Schraubglas. Fertig!
Wichtiger Tipp aus der Praxis: Starten Sie auch hier immer mit einer winzigen Menge. Eine erbsengroße Portion pro Tag reicht für den Anfang völlig aus. Beobachten Sie, wie Ihr Hund darauf reagiert, bevor Sie die Dosis ganz langsam steigern.
Die fertige Paste lässt sich super unter Nassfutter oder BARF-Mahlzeiten mischen. Auch in etwas Hüttenkäse oder Joghurt verrührt, wird sie meistens gerne angenommen.
Für Hunde, die gezielt Unterstützung für ihre Gelenke benötigen, kann ein speziell formulierter Kurkuma-Extrakt für Hundegelenke eine noch gezieltere Ergänzung oder sogar eine bessere Alternative sein. Solche Extrakte sind oft noch höher konzentriert und auf maximale Bioverfügbarkeit ausgelegt.
Mögliche Risiken und wann Vorsicht geboten ist
Kurkuma ist ein starkes Naturheilmittel, aber das Label „natürlich“ ist keine Garantie dafür, dass es völlig nebenwirkungsfrei ist. Wie bei jedem Futterzusatz kann auch die gelbe Wurzel bei manchen Hunden unerwünschte Reaktionen auslösen. Eine verantwortungsvolle Kurkuma Dosierung für den Hund bedeutet daher auch, die potenziellen Risiken zu kennen und zu wissen, wann man besser darauf verzichtet.
Die häufigsten Probleme treten im Magen-Darm-Trakt auf, vor allem, wenn man mit der Dosierung zu schnell zu hoch einsteigt. Ein überstürzter Start kann einen sensiblen Hundemagen schnell überfordern.
Mein Rat aus der Praxis: Bevor Sie irgendein neues Ergänzungsmittel in den Napf geben, sprechen Sie kurz mit Ihrem Tierarzt. Er kennt die gesundheitliche Vorgeschichte Ihres Hundes und kann am besten einschätzen, ob Kurkuma in eurem Fall eine gute Idee ist.
Sollten Sie nach der Fütterung von Kurkuma irgendwelche Veränderungen bei Ihrem Hund bemerken, ist es am besten, die Dosis sofort zu reduzieren oder die Gabe erst einmal komplett zu pausieren.
Mögliche Nebenwirkungen erkennen
Beobachten Sie Ihren Hund in der Anfangszeit ganz genau. Sein Verhalten und seine körperlichen Signale verraten Ihnen, ob er den neuen Zusatz gut verträgt. Unerwünschte Effekte können sich ganz unterschiedlich zeigen.
Hier sind die häufigsten Reaktionen, auf die Sie achten sollten:
- Verdauungsprobleme: Das klassische Anzeichen. Es kann sich durch Durchfall, Blähungen oder Übelkeit äußern. Manchmal verschmäht der Hund auch plötzlich sein Futter.
- Härterer Stuhlgang: Kurkuma kann den Kot verfestigen. Bei Hunden, die sowieso schon zu Verstopfung neigen, könnte das ein Problem werden.
- Magenreizung: In selteneren Fällen kann es zu Magenschmerzen oder einer Art Sodbrennen kommen. Achten Sie auf Anzeichen wie häufiges Schmatzen oder Unruhe direkt nach dem Fressen.
Falls Ihr Hund ohnehin einen empfindlichen Magen hat, ist besondere Vorsicht geboten. Tipps für eine magenschonende Fütterung finden Sie übrigens in unserem Ratgeber über Hundefutter bei empfindlichem Magen.
Wann Sie Kurkuma nicht geben sollten
Es gibt ein paar gesundheitliche Situationen und Lebensphasen, in denen Kurkuma für Ihren Hund tabu sein sollte. In diesen Fällen sollten Sie es entweder gar nicht geben oder nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch Ihren Tierarzt, um die Gesundheit Ihres Vierbeiners nicht zu gefährden.
Vermeiden Sie die Kurkuma-Gabe unbedingt in diesen Fällen:
- Trächtigkeit: Bei trächtigen Hündinnen sollte man auf Kurkuma verzichten, da es potenziell wehenfördernd wirken und die Gebärmutter stimulieren kann.
- Gallenprobleme: Leidet Ihr Hund an Gallensteinen oder einer Entzündung der Gallenblase? Dann ist Kurkuma kontraindiziert, weil es den Gallenfluss anregt und die Situation verschlimmern könnte.
- Vor Operationen: Kurkuma hat eine leicht blutverdünnende Eigenschaft. Setzen Sie es daher mindestens zwei Wochen vor einem geplanten Eingriff ab, um das Blutungsrisiko während der OP nicht unnötig zu erhöhen.
- Bei Einnahme bestimmter Medikamente: Wenn Ihr Hund bereits Blutverdünner, Diabetes-Medikamente oder starke Entzündungshemmer bekommt, ist die Rücksprache mit dem Tierarzt ein Muss. Nur so lassen sich gefährliche Wechselwirkungen ausschließen.
Die Sicherheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes haben immer oberste Priorität. Eine genaue Beobachtung und ein offenes Gespräch mit dem Tierarzt sind der beste Weg, um die vielen Vorteile von Kurkuma sicher zu nutzen.
So klappt’s mit Kurkuma im Futternapf
Die beste Theorie zur richtigen Kurkuma-Dosierung bringt natürlich nichts, wenn Ihr Hund die Nase rümpft und sein Futter plötzlich verschmäht. Aber keine Sorge: Mit ein paar einfachen Kniffen wird die tägliche Gabe zum stressfreien Ritual für Sie beide. Es geht im Grunde nur darum, das Kurkuma geschickt zu „verpacken“ und mit den richtigen Partnern zu kombinieren.

Der erdige, leicht bittere Geschmack von Kurkuma ist nicht unbedingt das, was ein Hundehals begehrt. Der Schlüssel zum Erfolg ist, das Gewürz mit etwas zu vermischen, das Ihr Hund abgöttisch liebt. So wird der Eigengeschmack überdeckt und die Mahlzeit bleibt ein Highlight des Tages.
Clevere Tricks für wählerische Fellnasen
Haben Sie einen kleinen Feinschmecker zu Hause? Kein Problem. Anstatt das Pulver einfach über das Trockenfutter zu streuen – wo es geschickt umkurvt werden kann –, sollten Sie es direkt in die Mahlzeit einarbeiten.
Hier sind ein paar Methoden, die sich in der Praxis bewährt haben:
- Unter Nassfutter mischen: Die feuchte Konsistenz von Dosenfutter ist perfekt, um Kurkumapulver oder eine Goldene Paste quasi unsichtbar zu machen.
- In BARF-Mahlzeiten integrieren: Wenn Sie barfen, können Sie Kurkuma direkt ins rohe Fleisch oder den Gemüsebrei einarbeiten.
- Der Leberwurst-Trick: Ein Teelöffel Leberwurst oder eine andere Lieblingspaste Ihres Hundes wirkt Wunder. Einfach das Kurkuma darin verrühren und als besonderen Happen anbieten.
- Mit Hüttenkäse oder Joghurt kombinieren: Viele Hunde fahren auf Milchprodukte ab. Ein Klecks Naturjoghurt oder körniger Frischkäse eignet sich super, um die Paste oder das Pulver zu verstecken.
Fangen Sie immer erst mit einer winzigen Prise an. So kann sich Ihr Hund langsam an den neuen Geruch und Geschmack gewöhnen. Wenn das gut ankommt, können Sie die Menge schrittweise auf die Zieldosis erhöhen.
Das Timing macht den Unterschied
Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, sollten Sie Kurkuma nicht auf leeren Magen geben. Der Hauptwirkstoff Curcumin ist fettlöslich. Das heißt, der Körper kann ihn am besten aufnehmen, wenn er zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit gefüttert wird.
Ein Tipp aus der Praxis: Geben Sie das Kurkuma immer direkt mit dem Hauptfutter. Ein kleiner Schuss hochwertiges Öl – zum Beispiel Kokos-, Lein- oder Lachsöl – über dem Futter unterstützt die Aufnahme zusätzlich und liefert ganz nebenbei noch wertvolle Omega-Fettsäuren.
Diese Kombination maximiert die sogenannte Bioverfügbarkeit. Einfach gesagt: Sie stellen damit sicher, dass die wertvollen Inhaltsstoffe auch wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Rezept für einfache Kurkuma-Leckerlis
Eine wirklich tolle Möglichkeit, die tägliche Dosis in eine Belohnung zu verwandeln, sind selbstgemachte Leckerlis. So haben Sie die volle Kontrolle über die Zutaten und können die Menge exakt anpassen.
Zutaten für gesunde Kurkuma-Kekse:
- 150 g feine Haferflocken
- 1 Esslöffel Goldene Paste oder 1–2 Teelöffel Kurkumapulver
- 1 Esslöffel Kokosöl
- 1 Ei
- Bei Bedarf etwas Wasser
Und so geht's:
- Heizen Sie den Backofen auf 180 °C (Umluft) vor.
- Mischen Sie alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gut durch.
- Fügen Sie das Ei, das Kokosöl und die Goldene Paste hinzu.
- Verkneten Sie alles zu einem festen Teig. Ist er zu trocken, geben Sie einfach esslöffelweise Wasser dazu.
- Formen Sie kleine Kugeln oder rollen Sie den Teig aus und stechen Sie Formen aus.
- Backen Sie die Leckerlis für etwa 15–20 Minuten, bis sie eine schöne goldbraune Farbe haben.
Wichtig: Lassen Sie die Kekse vollständig auskühlen, bevor Sie Ihren Hund damit verwöhnen.
Ein letzter Hinweis zur Handhabung: Kurkuma färbt extrem! Die intensive gelbe Farbe kann auf Näpfen, Textilien und sogar hellen Böden hartnäckige Spuren hinterlassen. Verwenden Sie am besten Edelstahlnäpfe, die sich leicht reinigen lassen. Und seien Sie bei der Zubereitung ein wenig vorsichtig, um gelbe Finger und Spritzer auf der Kleidung zu vermeiden.
Antworten auf eure häufigsten fragen
Zum Schluss möchte ich noch auf ein paar Fragen eingehen, die mir in der Praxis immer wieder gestellt werden, wenn es um Kurkuma für Hunde geht. Hier findet ihr schnelle, praxisnahe Antworten auf die typischen Unsicherheiten.
Wie lange kann mein hund kurkuma bekommen?
Das ist eine der Top-Fragen, und die Antwort ist ziemlich einfach: Solange dein Hund es gut verträgt, gibt es keine harte zeitliche Begrenzung. Viele Hundebesitzer, besonders von Senioren oder Hunden mit chronischen Gelenkproblemen, geben Kurkuma dauerhaft als Teil der täglichen Routine.
Ich persönlich empfehle aber, nach etwa drei bis vier Monaten eine kleine Pause von ein bis zwei Wochen einzulegen. Das gibt dem Körper eine kurze Auszeit und verhindert, dass sich ein Gewöhnungseffekt einstellt. Während dieser Pause kannst du gut beobachten, ob sich etwas am Zustand deines Hundes ändert.
Mein Tipp aus der Praxis: Sieh Kurkuma nicht als schnelle Lösung, sondern als eine sanfte, langfristige Unterstützung. Die besten Effekte stellen sich oft erst nach einigen Wochen ein. Eine regelmäßige, kurze Pause sorgt dafür, dass der Körper deines Hundes weiterhin gut auf das Kurkumin anspricht.
Darf ich kurkuma geben, wenn mein hund medikamente bekommt?
Hier ist absolute Vorsicht geboten! Kurkuma ist zwar natürlich, kann aber definitiv die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Besonders kritisch wird es bei blutverdünnenden Mitteln (Antikoagulanzien), da Kurkuma selbst eine leicht blutverdünnende Eigenschaft hat. Die Kombination ist ein No-Go.
Auch wenn dein Hund starke Entzündungshemmer (NSAIDs) oder Medikamente gegen Diabetes bekommt, ist das Gespräch mit dem Tierarzt unerlässlich. Kurkuma könnte die Wirkung dieser Medikamente unkontrolliert verstärken oder sogar abschwächen.
Die goldene Regel lautet: Wenn dein Hund Medikamente einnimmt, sprich immer zuerst mit deinem Tierarzt, bevor du Kurkuma fütterst.
Was mache ich, wenn mein hund kurkuma einfach nicht frisst?
Ja, das kommt vor. Manchmal lehnen Hunde den erdigen Geschmack von Kurkuma rundheraus ab. Aber wirf die Flinte nicht gleich ins Korn. Oft hilft schon ein Wechsel der Darreichungsform. Wird das reine Pulver verschmäht, hat eine gut zubereitete Goldene Paste durch das Kokosöl und den milderen Geschmack oft eine viel bessere Chance.
Falls das auch nicht klappt, hier noch ein paar Tricks aus meinem Erfahrungsschatz:
- Mit Mini-Mengen starten: Gib anfangs nur eine winzige Messerspitze ins Futter. So kann sich dein Hund ganz langsam an den neuen Geruch und Geschmack gewöhnen.
- Starke "Verstecke" nutzen: Mische die kleine Dosis unter etwas, das dein Hund absolut liebt. Ein Löffel Leberwurst, etwas Thunfisch im eigenen Saft (wirklich nur wenig!) oder Ziegenmilchjoghurt wirken oft Wunder.
- Auf fertige Leckerlis ausweichen: Es gibt mittlerweile hochwertige Kurkuma-Leckerlis auf dem Markt. Die Rezepturen sind meist so clever entwickelt, dass der Kurkuma-Geschmack kaum noch auffällt.
Wenn dein Hund aber partout alles verweigert, dann zwing ihn nicht. Stress am Futternapf ist das Letzte, was ihr beide gebrauchen könnt. In so einem Fall ist es besser, sich nach einer anderen natürlichen Unterstützung für seine Gelenke umzusehen, die er gerne annimmt.
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