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Pfotenfit – Dr. Wuffys Journal für Hundegesundheit
pfote verstaucht hund: Symptome erkennen und schnell helfen
pfote verstaucht hund: Symptome erkennen und schnell helfen
Wenn Ihr Hund plötzlich humpelt, ist der Schreck oft groß. Hat er sich die Pfote verstaucht? Die Anzeichen dafür können anfangs ganz unauffällig sein, werden aber bei genauerem Hinsehen schnell klar. Typische Alarmsignale sind ein plötzliches Humpeln, vielleicht ein kurzes Aufjaulen nach einer wilden Bewegung, und dass er das Bein konsequent entlastet. Ihre Beobachtungsgabe ist jetzt gefragt, um die Situation richtig einzuschätzen und schnell das Richtige zu tun.
Hat mein hund eine verstauchte pfote? Anzeichen richtig deuten
Ein ausgelassenes Toben im Park, ein etwas zu optimistischer Sprung vom Sofa oder einfach nur ein unglücklicher Tritt auf unebenem Boden – schon ist es passiert. Eine Verstauchung, die der Tierarzt als Distorsion bezeichnet, ist im Grunde eine Überdehnung oder im schlimmeren Fall ein Riss der Bänder, die das Gelenk zusammenhalten. Das Gute ist: Anders als bei einem Bruch bleibt das Gelenk an sich heil. Schmerzhaft ist es für Ihren Hund aber trotzdem.
Die eigentliche Herausforderung für uns als Hundebesitzer ist, die Signale unseres Vierbeiners richtig zu deuten. Er kann uns ja leider nicht sagen, wo genau der Schuh drückt. Deshalb ist es so wichtig, sein Verhalten und seine Körpersprache genau zu beobachten.
Die typischen symptome im überblick
Eine verstauchte Pfote äußert sich meist durch eine Kombination verschiedener Anzeichen. Achten Sie auf diese Punkte:
- Plötzliches Humpeln: Das ist wohl das eindeutigste Zeichen. Ihr Hund setzt die Pfote gar nicht mehr oder nur noch ganz vorsichtig auf.
- Schmerzäußerungen: Ein scharfes Jaulen im Moment der Verletzung oder ein Winseln, wenn Sie die Pfote berühren wollen, sind klare Warnsignale.
- Schwellung und Wärme: Fühlen Sie vorsichtig nach. Oft ist das betroffene Gelenk geschwollen und fühlt sich wärmer an als der Rest des Beins.
- Berührungsempfindlichkeit: Zieht Ihr Hund die Pfote sofort weg, wenn Sie sie untersuchen möchten? Das ist eine typische Abwehrreaktion bei Schmerzen.
- Verhaltensänderungen: Viele Hunde ziehen sich zurück, werden auffällig ruhig, lecken ununterbrochen an der schmerzenden Stelle oder haben plötzlich keinen Appetit mehr.
Schmerzäußerungen sollten Sie niemals auf die leichte Schulter nehmen. Es ist generell eine gute Idee, die oft subtilen Signale zu kennen, mit denen Hunde Unwohlsein zeigen. In unserem Leitfaden erfahren Sie mehr darüber, wie Sie bei Ihrem Hund Schmerzen erkennen können.
Nutzen Sie diese Tabelle, um die häufigsten Anzeichen schnell zu erkennen und deren Dringlichkeit besser einzuordnen.
Schnellcheck Symptome einer verstauchten pfote
| Symptom | Was es bedeutet und worauf Sie achten sollten |
|---|---|
| Humpeln | Der Hund entlastet das Bein. Achten Sie darauf, ob er es komplett hochhält oder nur leicht schont. |
| Aufjaulen/Winseln | Eine klare Schmerzreaktion, besonders bei Bewegung oder Berührung des Gelenks. |
| Schwellung | Ein Anzeichen für eine Entzündung im Gelenk. Vergleichen Sie die Pfote mit der gesunden auf der anderen Seite. |
| Wärme | Eine erhöhte Temperatur an der verletzten Stelle deutet ebenfalls auf eine Entzündungsreaktion hin. |
| Lecken der Pfote | Hunde versuchen oft, durch Lecken den Schmerz zu lindern. Ein fast zwanghaftes Lecken ist ein starkes Indiz. |
| Lustlosigkeit | Wenn Ihr sonst so aktiver Hund plötzlich nur noch liegt und nicht spielen will, ist das oft ein Zeichen für Schmerzen. |
Behalten Sie diese Punkte im Hinterkopf. Sie helfen Ihnen dabei, die Situation besser einzuschätzen und zu entscheiden, ob ein Besuch beim Tierarzt sofort nötig ist.
Verstauchung von anderen verletzungen unterscheiden
Nicht jedes Humpeln ist gleich eine Verstauchung. Ein genauer Blick hilft, die Lage besser zu differenzieren. Während eine leichte Verstauchung oft nur zu einem zeitweisen Humpeln führt, kann der Hund bei einem Bruch die Pfote meist überhaupt nicht mehr belasten. Eine offensichtliche Fehlstellung des Beins oder Gelenks ist ebenfalls ein starkes Warnsignal für eine ernstere Verletzung, etwa eine Fraktur oder eine Luxation (Auskugelung des Gelenks).
Pfotenverletzungen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Tierarztbesuch, auch wenn dazu keine lückenlosen Statistiken geführt werden. Eine Studie zu Lahmheitsursachen hat gezeigt, dass Kreuzbandrisse oft die Hinterbeine betreffen, während Verstauchungen eine typische Ursache für Lahmheit an den Vorderbeinen sind. Da viele leichte Fälle zu Hause auskuriert werden, kann man von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. Mehr Details zu dieser Studie finden Sie hier.
Erste-Hilfe-Maßnahmen, die sofort helfen
Ein falscher Sprung, ein Aufjaulen, und schon humpelt Ihr Hund – ein Schreckmoment für jeden Hundebesitzer. Jetzt ist schnelles und vor allem richtiges Handeln gefragt. Was Sie in den ersten Stunden nach so einer Verletzung tun, kann den gesamten Heilungsverlauf entscheidend beeinflussen. Ihre wichtigste Aufgabe ist es jetzt, Ruhe in die Situation zu bringen und weiteren Schaden zu verhindern.
Zuerst: Ruhe bewahren und durchsetzen
Das A und O bei einer Verstauchung ist absolute Ruhe. Jede weitere Belastung auf die verletzte Pfote macht alles nur schlimmer: Die Überdehnung der Bänder nimmt zu, die Schwellung wird stärker und die Heilung verzögert sich unnötig.
Brechen Sie den Spaziergang oder das Spiel also sofort ab. Wenn Ihr Hund klein genug ist, tragen Sie ihn am besten nach Hause. Ansonsten führen Sie ihn ganz langsam an der kurzen Leine.
Zuhause angekommen, ist sein Platz im Körbchen oder auf seiner Decke. Ab sofort sind tabu:
- Auf die Couch oder ins Auto springen
- Treppen steigen
- Wildes Herumtoben mit der Familie oder anderen Tieren
Auch wenn es schwerfällt, weil Ihr Hund sonst ein Energiebündel ist – bleiben Sie konsequent. In den ersten Stunden kann es sogar helfen, ihn im Haus an der Leine zu führen, um unnötige Gänge zu unterbinden. Bieten Sie ihm stattdessen einen Kauknochen oder ein ruhiges Intelligenzspielzeug an. So ist er beschäftigt, ohne seine Pfote zu belasten.
Ganz wichtig: Geben Sie Ihrem Hund niemals Schmerzmittel aus Ihrer eigenen Hausapotheke! Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol sind für Hunde hochgiftig und können zu lebensgefährlichen inneren Blutungen und Organversagen führen.
Die richtige Anwendung von Kälte
In den ersten 24 bis 48 Stunden ist Kälte Ihr wichtigster Helfer. Sie wirkt wahre Wunder: Die Schwellung geht zurück, der Schmerz wird gelindert und Entzündungsprozesse werden verlangsamt, weil sich die Blutgefäße zusammenziehen.
Nehmen Sie ein Kühlpad, eine Tüte gefrorener Erbsen oder ein paar Eiswürfel und wickeln Sie diese immer in ein dünnes Handtuch oder einen Waschlappen. Legen Sie die Kühlung niemals direkt auf die Haut Ihres Hundes, das kann zu Erfrierungen führen. Kühlen Sie die betroffene Stelle für etwa 10 bis 15 Minuten. Das Ganze können Sie mehrmals täglich wiederholen, aber lassen Sie immer mindestens zwei Stunden Pause dazwischen. Sie werden sehen, die meisten Hunde lassen das Kühlen erstaunlich gut über sich ergehen, sobald sie merken, wie gut es ihnen tut.
Diese kleine Übersicht zeigt, wie Sie die Pfote vor den eigentlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen kurz untersuchen können.

Durch genaues Beobachten, vorsichtiges Abtasten und Prüfen auf Schwellungen bekommen Sie schnell einen ersten Eindruck, wie schlimm es wirklich ist.
Die Pfote genau unter die Lupe nehmen
Nehmen Sie sich einen ruhigen Moment und schauen Sie sich die Pfote genauer an, aber üben Sie dabei keinen starken Druck aus. Suchen Sie nach Fremdkörpern wie Dornen, kleinen Steinchen oder Glassplittern, die zwischen den Ballen stecken könnten. Kontrollieren Sie auch die Haut auf Schnittwunden oder Risse.
Eine leichte Schwellung und spürbare Wärme sind bei einer Verstauchung normal. Stellen Sie jedoch eine offensichtliche Fehlstellung fest, lässt sich das Gelenk unnatürlich bewegen oder schreit Ihr Hund bei der kleinsten Berührung auf, brechen Sie die Untersuchung sofort ab. In so einem Fall müssen Sie umgehend zum Tierarzt – es könnte sich um einen Bruch oder einen Bänderriss handeln.
Manchmal sind die Symptome nicht ganz eindeutig, aber eine Entzündung steckt oft dahinter. In unserem weiterführenden Artikel erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit Hausmitteln bei einer Entzündung an der Pfote Ihres Hundes unterstützend helfen können.
Wann der gang zum tierarzt unerlässlich ist
Die meisten leichten Zerrungen heilen mit konsequenter Ruhe und etwas Kühlung tatsächlich von selbst. Doch manchmal ist Abwarten die falsche Strategie. Es gibt einfach klare Alarmsignale, bei denen Sie keine Zeit verlieren und sofort professionelle Hilfe holen sollten. Diese Entscheidung rechtzeitig zu treffen, ist der Schlüssel, um Langzeitschäden zu vermeiden.
Ein ganz offensichtliches Warnsignal ist eine sichtbare Fehlstellung der Pfote oder des Beins. Wenn das Gelenk unnatürlich absteht oder das Bein in einem komischen Winkel gehalten wird, schreit das förmlich nach einer Fraktur (also einem Bruch) oder einer Luxation (Auskugelung des Gelenks). Hier gibt es keine zwei Meinungen: Ab zum Tierarzt, und zwar sofort.
Eindeutige warnsignale, die keinen aufschub dulden
Beobachten Sie das Verhalten Ihres Hundes ganz genau. Nicht jede Schmerzreaktion ist gleich, aber es gibt Symptome, die eine klare rote Linie überschreiten. Wenn Sie eines davon bemerken, sollte Ihr nächster Anruf in die Tierarztpraxis gehen.
Achten Sie auf diese kritischen Anzeichen:
- Extreme Schmerzen: Ihr Hund schreit bei der kleinsten Berührung auf, zittert ununterbrochen oder wird richtig panisch, wenn Sie sich der verletzten Pfote auch nur nähern.
- Keine Besserung nach 24 Stunden: Wenn das Humpeln trotz strikter Ruhe und Kühlung nach einem Tag nicht ein bisschen besser wird, ist das ein Grund zur Sorge.
- Vollständige Entlastung: Ihr Hund belastet die Pfote über viele Stunden hinweg überhaupt nicht mehr. Er hält das Bein permanent in der Luft. Das deutet fast immer auf eine schwerwiegende Verletzung hin.
- Starke, schnell zunehmende Schwellung: Eine leichte Schwellung ist normal. Wenn das Gelenk aber sehr stark und prall anschwillt, kann das auf eine ernste Gelenkverletzung oder eine Einblutung hindeuten.
Zögern kann in diesen Fällen ernste Folgen haben. Eine unbehandelte, schwere Verstauchung oder ein unerkannter Bänderriss kann zu einer chronischen Instabilität im Gelenk führen. Langfristig droht dadurch Arthrose, die Ihrem Hund dauerhafte Schmerzen bereiten wird.
Mit über 5,3 Millionen Hunden allein in Deutschland gehören Pfotenverletzungen zum Praxisalltag und sind eine der häufigsten Ursachen für Lahmheit. Das bedeutet, dass Tag für Tag unzählige Vierbeiner mit solchen Blessuren versorgt werden müssen, was die enorme Relevanz dieses Themas unterstreicht. Mehr zur Häufigkeit von Pfotenverletzungen in Deutschland können Sie in dieser Studie nachlesen.
Die richtige entscheidung treffen
Wenn Sie unsicher sind, gilt immer eine goldene Regel: Lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig. Schon ein kurzer Anruf in der Praxis kann oft helfen, die Dringlichkeit besser einzuschätzen. Beschreiben Sie die Symptome am Telefon so genau wie möglich.
Ein Tierarzt kann durch eine gründliche Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Röntgen sicher feststellen, ob es sich „nur“ um eine Verstauchung handelt oder ob vielleicht Bänder gerissen oder Knochen verletzt sind. Nur mit einer korrekten Diagnose kann die richtige Therapie eingeleitet werden, die Ihrem Hund eine schnelle und vollständige Genesung ermöglicht. Wenn Ihr Hund humpelt und Sie unsicher sind, was zu tun ist, bietet unser weiterführender Artikel zusätzliche Orientierung.
So unterstützen Sie den Heilungsprozess Ihres Hundes optimal
Nachdem der Tierarzt seinen Job gemacht hat, beginnt Ihre wichtigste Aufgabe: die Nachsorge zu Hause. Die Erstbehandlung ist nur der Startschuss – wie gut und schnell Ihr Hund wieder auf die Beine kommt, liegt jetzt maßgeblich in Ihren Händen. Sie sind der wichtigste Partner im Heilungsteam Ihres Hundes.

In der Regel wird der Tierarzt die verstauchte Pfote mit einem stabilisierenden Verband oder manchmal auch einer Schiene versorgen. Das schützt nicht nur, sondern stellt das Gelenk auch ruhig, was für die Heilung essenziell ist. Dazu gibt es meist entzündungshemmende Schmerzmittel, die die Schwellung bekämpfen und Ihrem Hund Linderung verschaffen. Hier ist es absolut entscheidend, dass Sie sich penibel an die Dosierung halten.
Das A und O: Das Schonungsprogramm zu Hause
Die wahrscheinlich größte Herausforderung für Sie wird es sein, für die nötige Ruhe zu sorgen. Gerade bei einem jungen, temperamentvollen Hund kann das zur Geduldsprobe werden. Aber absolute Schonung ist der Schlüssel, damit die überdehnten Bänder heilen können.
Was heißt das konkret im Alltag?
- Minimale Gassirunden: Die Spaziergänge sind nur noch für das Nötigste da. Halten Sie Ihren Hund an der kurzen Leine und verhindern Sie wilde Sprints oder Zerrspiele. Auch das Toben mit anderen Hunden ist erstmal tabu.
- Sprünge sind verboten: Aufs Sofa, ins Auto, aus dem Bett – all das ist Gift für das verletzte Gelenk. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, heben Sie Ihren Hund oder nutzen Sie eine Hunderampe.
- Treppensteigen vermeiden: Jede einzelne Stufe belastet die Gelenke unnötig. Tragen Sie Ihren Hund, wenn es irgendwie geht.
- Für sicheren Halt sorgen: Fliesen oder Parkett können schnell zur Rutschpartie werden. Ein paar gut platzierte Teppiche oder Läufer geben Ihrem Hund die nötige Sicherheit und verhindern ein Ausrutschen.
Um Frust und Langeweile bei Ihrem Hund zu vermeiden, können Sie auf ruhige Kopfarbeit setzen. Schnüffelmatten oder Intelligenzspielzeuge sind eine tolle Möglichkeit, Ihren Vierbeiner geistig auszulasten, ohne ihn körperlich zu belasten.
Machen Sie sich immer wieder bewusst: Jede kleine Nachlässigkeit kann den Heilungsprozess um Tage oder sogar Wochen zurückwerfen. Konsequente Schonung beugt außerdem Spätfolgen wie einer chronischen Arthrose vor.
Der Weg zurück zur Bewegung: Physiotherapie und sanftes Training
Sobald die akute, schmerzhafte Phase vorbei ist und der Tierarzt sein Okay gibt, beginnt der gezielte Wiederaufbau. Vorsichtige, kontrollierte Bewegung ist jetzt wichtig, um die Gelenke geschmeidig zu halten und die Muskulatur zu stärken.
Sie können anfangen, indem Sie das Bein Ihres Hundes ganz sanft und passiv durchbewegen. Das regt die Produktion von Gelenkschmiere an und verhindert Versteifungen.
Für einen optimalen Heilungsverlauf ist eine professionelle Hundephysiotherapie aber oft Gold wert. Ein erfahrener Therapeut weiß genau, was zu tun ist, um:
- die Muskulatur, die durch die Zwangspause abgebaut hat, gezielt wiederaufzubauen.
- Koordination und Gleichgewicht zu trainieren.
- die volle Beweglichkeit des Gelenks sicher wiederherzustellen.
Methoden wie das Training auf einem Unterwasserlaufband (sehr gelenkschonend!) oder spezielle Balance-Übungen haben sich hier bewährt. Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob Physiotherapie für Ihren Hund eine gute Option ist und ab wann sie sinnvoll wäre.
Geduld ist hier Ihr bester Freund. Eine leichte Zerrung kann schon nach ein bis zwei Wochen verheilt sein. Eine schwere Verstauchung braucht aber oft sechs Wochen oder sogar länger. Steigern Sie die Belastung immer nur in kleinen Schritten und nach Rücksprache mit Ihrem Tierarzt.
So beugen Sie verstauchungen vor und schützen die gelenke nachhaltig
Ganz klar: Die beste Verletzung ist die, die gar nicht erst passiert. Erste Hilfe ist wichtig, keine Frage. Aber der wahre Schlüssel zu einem langen, agilen Hundeleben liegt darin, Gelenkproblemen von vornherein einen Riegel vorzuschieben. Mit ein paar cleveren Gewohnheiten im Alltag können Sie das Risiko für Zerrungen und andere Blessuren deutlich senken.

Ein oft unterschätzter, aber absolut entscheidender Punkt ist das richtige Aufwärmen. Denken Sie an einen Sportler – der sprintet auch nicht aus der kalten Kabine los. Genauso ist es bei Ihrem Hund. Ein paar Minuten lockeres Gehen oder Traben an der Leine, bevor der Ball geworfen wird oder die wilde Hatz mit Hundekumpels startet, wirkt Wunder. So bereiten Sie Muskeln, Sehnen und Bänder sanft auf die kommende Belastung vor.
Genauso wichtig ist es, die feinen Signale Ihres Hundes zu deuten. Wenn er plötzlich langsamer wird, stark hechelt oder sich einfach hinlegt, ist das kein Ungehorsam. Es ist oft ein klares Zeichen für Erschöpfung. Zwingen Sie ihn dann bloß nicht weiter, sondern gönnen Sie ihm eine wohlverdiente Pause.
Das gewicht im auge behalten
Ein absoluter Game-Changer für gesunde Gelenke ist das Idealgewicht. Jedes Kilo zu viel ist wie ein Rucksack, den Ihr Hund permanent mit sich herumschleppt – eine Dauerbelastung für den gesamten Bewegungsapparat, von den Pfotenballen bis hoch zur Wirbelsäule. Studien belegen eindrucksvoll, dass selbst eine moderate Gewichtsreduktion das Risiko für Gelenkerkrankungen wie Arthrose massiv senken kann.
Übergewicht ist kein Schönheitsfehler, sondern einer der größten Risikofaktoren für Gelenkprobleme. Es kann die Lebensqualität Ihres Hundes drastisch einschränken. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und passen Sie die Futtermenge immer an die tatsächliche Aktivität an.
Die gelenke von innen stärken
Neben all den Dingen, die Sie von außen tun können, lässt sich die Gelenkgesundheit auch ganz gezielt von innen unterstützen. Die richtige Nährstoffversorgung spielt eine zentrale Rolle dabei, Knorpel, Bänder und Sehnen stark und widerstandsfähig zu halten. Hier haben sich einige natürliche Wirkstoffe in der Praxis als besonders wertvoll erwiesen.
Bewährte Gelenk-Booster zur Unterstützung:
- Grünlippmuschelextrakt: Dieser Alleskönner ist reich an Omega-3-Fettsäuren und Glykosaminoglykanen (GAGs). Diese wirken wie ein natürliches „Schmiermittel“ für die Gelenke und können Entzündungen hemmen.
- Glucosamin & Chondroitin: Das sind die grundlegenden Bausteine des Gelenkknorpels. Sie helfen dabei, seine Elastizität zu bewahren und den altersbedingten Abbau zu verlangsamen.
- MSM (Methylsulfonylmethan): Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich eine organische Schwefelverbindung, die dabei helfen kann, Schmerzen zu lindern und die Regeneration von Bindegewebe zu fördern.
- Kollagen: Ein unverzichtbares Strukturprotein, das für die Festigkeit und Flexibilität von Bändern, Sehnen und Knorpel sorgt.
Eine hochwertige Gelenknahrung wie die von Dr. Wuffy kombiniert genau solche Inhaltsstoffe in einer durchdachten Rezeptur. Solche Ergänzungen sind eine kluge Investition in die langfristige Beweglichkeit Ihres Vierbeiners. Sie unterstützen nicht nur die Heilung nach einer verstauchten Pfote, sondern stärken den gesamten Bewegungsapparat präventiv, um zukünftigen Problemen bestmöglich vorzubeugen.
Häufige Fragen zur verstauchten Pfote beim Hund
Wenn der Hund plötzlich das Bein hochhält und humpelt, macht man sich sofort Sorgen. Das ist ganz normal! In so einem Moment hat man tausend Fragen im Kopf. Um Ihnen in dieser unsicheren Situation ein wenig Halt zu geben, haben wir hier die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die verstauchte Pfote gesammelt – kurz, klar und auf den Punkt gebracht.
Wie lange dauert es, bis eine verstauchte Pfote beim Hund heilt?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es kommt ganz auf die Schwere der Verletzung an.
Eine leichte Zerrung ist oft das kleinste Übel. Mit ein paar Tagen konsequenter Ruhe kann es schon viel besser sein, und meist ist die Sache in ein bis zwei Wochen ausgestanden.
Bei einer mittelschweren Verstauchung, bei der die Bänder schon ordentlich was abbekommen haben, müssen Sie sich auf eine längere Pause einstellen. Rechnen Sie hier mit zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit sind Leine und absolute Ruhe Ihre besten Freunde.
Richtig hartnäckig sind schwere Verstauchungen, bei denen vielleicht sogar kleine Fasern in den Bändern gerissen sind. Hier kann die Heilung sechs Wochen oder sogar länger dauern. Das Wichtigste ist hier Geduld: Steigern Sie die Belastung danach nur im Schneckentempo und achten Sie genau auf jedes kleine Anzeichen von Schmerz. Wer zu früh wieder voll durchstartet, riskiert einen herben Rückschlag.
Darf ich meinem Hund menschliche Schmerzmittel geben?
Ein ganz klares und dick unterstrichenes: Nein, auf gar keinen Fall!
Medikamente aus unserer Hausapotheke wie Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol sind für Hunde hochgiftig. Sie können furchtbare und sogar lebensbedrohliche Folgen haben, von schweren Magen-Darm-Blutungen bis hin zu akutem Nierenversagen.
Wichtiger Hinweis: Geben Sie Ihrem Hund ausschließlich Schmerzmittel, die Ihnen der Tierarzt verschrieben hat. Nur diese sind für den Hundeorganismus sicher, richtig dosiert und helfen effektiv, ohne gefährliche Nebenwirkungen zu verursachen.
Sollte ich die verstauchte Pfote selbst bandagieren?
Bitte nicht! Von eigenen Bandagier-Versuchen bei einer verstauchten Pfote rate ich dringend ab. Ein falsch angelegter Verband richtet oft mehr Schaden an, als dass er nützt.
Ist er zu eng, schnürt er die Blutzufuhr ab oder verursacht fiese Druckstellen. Ist er zu locker, stützt er nicht und scheuert nur unangenehm an der Haut. Das ist das Letzte, was Ihr Hund jetzt braucht.
Wenn ein stützender Verband sinnvoll ist, dann lassen Sie ihn bitte immer von einem Profi beim Tierarzt anlegen. Er kann die Verletzung richtig einschätzen und weiß genau, wie der Verband sitzen muss, damit er die Heilung optimal unterstützt.
Mein Hund leckt ständig an der verletzten Pfote – was tun?
Diesen Impuls müssen Sie konsequent unterbinden, auch wenn es schwerfällt. Hunde lecken instinktiv an schmerzenden Stellen, aber das ist in diesem Fall kontraproduktiv.
Durch die ständige Feuchtigkeit wird die Haut gereizt und die Heilung massiv gestört. Schlimmstenfalls entsteht durch die Bakterien aus dem Speichel eine fiese Hautinfektion, ein sogenanntes Leckekzem.
Die Lösung ist oft ungeliebt, aber wirksam: Ein Halskragen (die "Tüte"), ein aufblasbarer Schutzkragen oder ein spezieller Pfotenschuh können hier nötig sein. So sorgen Sie dafür, dass die Pfote trocken bleibt und in Ruhe abheilen kann.
Eine gute Unterstützung von innen kann den Heilungsprozess entscheidend beschleunigen und auch zukünftigen Gelenkproblemen vorbeugen. Dr. Wuffy hat eine wissenschaftlich fundierte Gelenknahrung entwickelt, die genau auf die Bedürfnisse des Bewegungsapparats von Hunden zugeschnitten ist. Entdecken Sie jetzt, wie Sie die Gelenkgesundheit Ihres Lieblings nachhaltig stärken können auf https://dr-wuffy.de.
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