Senioren trockenfutter hunde: Der kompakte Leitfaden für gesunde Hundesenioren

Das richtige Trockenfutter für Ihren Hundesenior ist so viel mehr als nur eine andere Sorte im Regal – es ist eine ganz gezielte Antwort auf die neuen Spielregeln, die sein Körper im Alter aufstellt. Mit der richtigen Wahl geben Sie ihm genau das Werkzeug an die Hand, das er für seine Gesundheit und Mobilität braucht, und verbessern so spürbar seine Lebensqualität.

Warum Ihr Hundesenior spezielles Trockenfutter braucht

Wenn Ihr treuer Begleiter langsam in die Jahre kommt, verändert sich weit mehr als nur die Farbe seiner Schnauze. Die Umstellung auf ein Futter, das speziell für Senioren entwickelt wurde, ist dabei keine clevere Marketing-Idee, sondern eine liebevolle Notwendigkeit, die auf handfesten biologischen Gründen beruht.

Stellen Sie sich Ihren Hund wie einen gut gepflegten Oldtimer vor. In jungen Jahren lief der Motor auf Hochtouren und hat so ziemlich jeden Treibstoff locker weggesteckt. Mit der Zeit braucht er aber ein spezielles Öl, eine sanftere Fahrweise und eine angepasste Wartung, um weiterhin rund und zuverlässig zu laufen. Ganz ähnlich ist es bei Ihrem Hund: Sein Stoffwechsel, seine Organe und sein Energiebedarf verändern sich im Alter grundlegend.

Der Motor des Seniors läuft anders

Im Laufe der Jahre wird der Stoffwechsel eines Hundes deutlich langsamer. Er bewegt sich oft nicht mehr ganz so ausgiebig, gönnt sich mehr Pausen und hat dadurch einen spürbar geringeren Kalorienbedarf. Ein normales Erwachsenenfutter wäre jetzt wie zu fettes Benzin für unseren Oldtimer – es würde den Motor auf Dauer überlasten und zu Problemen führen. Das größte Risiko ist Übergewicht, das die ohnehin schon beanspruchten Gelenke zusätzlich unter Druck setzt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in die Höhe treibt.

Ein speziell entwickeltes Senioren-Trockenfutter nimmt genau auf diesen Wandel Rücksicht. Es liefert alle wichtigen Nährstoffe in einer kalorienreduzierten Formel, die darauf ausgelegt ist, die Organe zu schützen und die so wichtige Muskelmasse zu erhalten.

Schon ab dem achten Lebensjahr kann der Energiebedarf bei Hunden um bis zu 25 % sinken. Ein gutes Seniorenfutter ist daher nicht nur leichter, sondern auch proteinoptimiert und phosphorreduziert, um Nieren und Herz zu schonen. Eine sehr aufschlussreiche Langzeitstudie an Labradoren hat sogar gezeigt, dass eine Kalorienreduktion um 25 % das Leben verlängern und den Ausbruch typischer Alterskrankheiten hinauszögern kann. Mehr über die Besonderheiten der Ernährung für ältere Hunde können Sie bei Fressnapf nachlesen.

Standardfutter vs. Seniorenfutter auf einen Blick

Um die Unterschiede wirklich greifbar zu machen, schauen wir uns die wichtigsten Merkmale im direkten Vergleich an. Diese Tabelle zeigt auf einen Blick, warum die Anpassung des Futters so entscheidend ist.

Merkmal Standard-Erwachsenenfutter Senioren-Trockenfutter
Kaloriengehalt Höher, für aktive Hunde ausgelegt Reduziert, zur Gewichtskontrolle
Proteingehalt Oft sehr hoch und variabel Moderat (22-26 %), aber hochverdaulich
Fettgehalt Höher, als primäre Energiequelle Reduziert, um Übergewicht vorzubeugen
Phosphorgehalt Standardisiert Reduziert, um die Nieren zu entlasten
Zusatzstoffe Fokus auf Wachstum & Energie Oft mit Gelenkschutz (Glucosamin etc.)

Man sieht also deutlich: Seniorenfutter ist keine "Diät-Version", sondern eine komplett neu ausbalancierte Ernährung, die genau dort ansetzt, wo Ihr älterer Hund Unterstützung braucht.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Seniorenfutter entschlüsselt

Das Etikett eines Senioren-Trockenfutters für Hunde zu lesen, kann sich anfühlen wie das Entziffern einer Fremdsprache. Überall Fachbegriffe und Prozentangaben. Aber genau hier verbirgt sich die ganze Kraft einer guten Rezeptur. Stellen Sie sich die Zutatenliste einfach wie das Rezept für ein Gericht vor, das Ihrem alten Freund nicht nur schmecken, sondern ihn von innen heraus fit halten soll. Jeder einzelne Inhaltsstoff spielt dabei eine ganz bestimmte Rolle im großen Nährstoff-Orchester.

Diese Infografik bringt die drei wichtigsten Veränderungen bei älteren Hunden auf den Punkt, die eine angepasste Ernährung so notwendig machen.

Infografik über die spezifischen Bedürfnisse von Senior Hunden, inklusive verlangsamtem Stoffwechsel, reduziertem Energiebedarf und Gelenkschutz.

Man erkennt sofort den Zusammenhang: Der Stoffwechsel und damit der Energiebedarf sinken, während der Bedarf an Gelenkschutz steigt. Würde man einfach so weiterfüttern wie bisher, wäre Übergewicht fast vorprogrammiert – und das ist Gift für alternde Gelenke.

Hochwertige Proteine, die die Muskeln erhalten

Mit den Jahren neigen Hunde leider dazu, Muskelmasse abzubauen. Fachleute nennen das Sarkopenie. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, sind Proteine das A und O. Dabei geht es aber nicht darum, den Hund einfach mit Eiweiß vollzustopfen, sondern ihm die richtigen Bausteine in einer leicht verdaulichen Form zu liefern.

Stellen Sie sich minderwertige Proteine wie ein Puzzle mit vielen falschen Teilen vor. Der Körper muss enorm viel Energie aufwenden, um die passenden Stücke zu finden, und am Ende bleibt ein Haufen unbrauchbarer Abfall übrig. Dieser Abfall belastet die Nieren, die bei älteren Hunden ohnehin schon sensibler arbeiten.

Hochwertige Proteine aus Quellen wie Huhn, Lamm oder Fisch sind dagegen wie ein perfekt sortiertes Puzzle. Der Körper kann die Aminosäuren mühelos aufnehmen und direkt dort einsetzen, wo sie gebraucht werden: beim Erhalt der Muskulatur. Ganz ohne die Nieren unnötig zu belasten. Ein guter Rohproteingehalt für Seniorenfutter liegt daher meist in einem moderaten Bereich von 22 % bis 26 %.

Ballaststoffe: Der sanfte Motor für die Verdauung

Die Verdauung eines Hundeseniors wird oft etwas träger. Hier kommen Ballaststoffe, auf dem Etikett als Rohfaser deklariert, als stille Helden ins Spiel. Sie wirken wie ein sanfter Regler für den Darm und helfen gleich auf zwei Wegen:

  • Lösliche Ballaststoffe: Sie quellen im Darm auf, binden Wasser und machen den Stuhl weicher. Das erleichtert die Darmpassage ganz natürlich.
  • Unlösliche Ballaststoffe: Sie kurbeln die Darmbewegung an und sorgen für ein angenehmes Sättigungsgefühl, was ungemein bei der Gewichtskontrolle hilft.

Zutaten wie Rübenschnitzel, Leinsamen oder Chicorée sind fantastische Ballaststoffquellen. Sie sind quasi auch das Lieblingsfutter für die guten Darmbakterien und fördern so eine gesunde Darmflora – die wiederum die Basis für ein starkes Immunsystem ist.

Ein gesunder Darm ist das Fundament für das gesamte Wohlbefinden. Gut dosierte Ballaststoffe sorgen dafür, dass Nährstoffe optimal aufgenommen werden und sich der Hund einfach rundum wohlfühlt.

Gezielte Zusätze für Gelenke und Vitalität

Genau hier zeigt ein spezialisiertes Senioren-Trockenfutter für Hunde, was es wirklich kann. Es geht weit über die reine Nährstoffversorgung hinaus und liefert funktionale Inhaltsstoffe, die gezielt altersbedingten Wehwehchen entgegenwirken.

Gelenkschutz direkt aus der Natur Glucosamin und Chondroitinsulfat sind die bekanntesten Bausteine für Knorpel und Gelenkschmiere. Man kann sie sich wie ein hochwertiges Schmiermittel für die Gelenke vorstellen, das hilft, die Beweglichkeit zu erhalten und morgendliche Steifheit zu lindern. Oft findet man sie in Form von Grünlippmuschelextrakt im Futter.

Omega-Fettsäuren als stille Entzündungshemmer Besonders wertvoll sind die Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die meist aus Fischöl stammen. Diese Fettsäuren sind wahre Multitalente, bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Das macht sie gerade bei Gelenkbeschwerden wie Arthrose unschätzbar wertvoll. Nebenbei unterstützen sie auch noch die Herz- und Gehirnfunktion. Wenn Sie tiefer in das Thema eintauchen möchten, finden Sie in unserem Artikel alle wichtigen Informationen zu Omega-3-Fettsäuren für Hunde.

Antioxidantien für den Zellschutz Vitamine wie Vitamin E und C sowie Spurenelemente wie Selen agieren als eine Art Bodyguard für die Körperzellen. Sie fangen freie Radikale ab – das sind aggressive Moleküle, die im Alter vermehrt Zellen schädigen und den Alterungsprozess beschleunigen. So unterstützen sie aktiv das Immunsystem und die allgemeine Vitalität des Hundes.

Futteretiketten verstehen und echte Qualität erkennen

Hand aufs Herz: Fühlen Sie sich beim Anblick der endlosen Zutatenlisten und Fachbegriffe auf dem Futtersack auch manchmal überfordert? Damit sind Sie definitiv nicht allein. Doch das Etikett richtig zu lesen, ist der wichtigste Schritt, um ein gutes Senioren Trockenfutter für Hunde von einem minderwertigen Produkt zu unterscheiden. Es ist quasi Ihr Blick hinter die Kulissen der Futterherstellung.

Stellen Sie sich die Zutatenliste wie die Besetzungsliste eines Films vor: Was ganz am Anfang steht, spielt die Hauptrolle. Diese Reihenfolge ist gesetzlich vorgeschrieben und richtet sich nach dem Gewichtsanteil vor der Verarbeitung. An erster Stelle sollte also immer eine hochwertige, klar benannte Proteinquelle stehen, zum Beispiel „frisches Huhn“ oder „Lammprotein, getrocknet“.

Eine Hand prüft mit einer Lupe das Hundefutter auf der Verpackung, daneben ein Labrador.

Der deutsche Markt für Hundefutter ist ein Milliardengeschäft mit einem jährlichen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro. Ein wachsender Anteil davon entfällt auf Spezialfutter, wie eben Produkte für Senioren. Doch leider hält nicht jedes Futter, auf dem „Senior“ steht, auch, was es verspricht. Ein Test des UH-Zentrums im Jahr 2021 zeigte ernüchternd, dass viele als „seniorengerecht“ beworbene Produkte qualitativ enttäuschten. Mehr zu den Ergebnissen im Hundefutter-Test können Sie bei CHIP.de nachlesen.

Die Deklaration richtig deuten

Die Art, wie die Zutaten aufgelistet sind, verrät schon eine Menge über die Qualität des Futters. Man unterscheidet hier grundsätzlich zwischen einer offenen und einer geschlossenen Deklaration.

  • Offene Deklaration: Hier wird jede einzelne Zutat beim Namen genannt (z. B. „Hühnerfleischmehl, Reis, Mais“). Diese Transparenz ist immer ein gutes Zeichen, denn Sie können ganz genau nachvollziehen, was im Napf Ihres Hundes landet.
  • Geschlossene Deklaration: Hier werden Zutaten in Gruppen zusammengefasst (z. B. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, „Getreide“). Solche vagen Formulierungen sind oft ein Trick, um minderwertige oder je nach Marktlage wechselnde Rohstoffe zu verschleiern.

Seien Sie also besonders wachsam bei schwammigen Begriffen. Hinter „tierischen Nebenerzeugnissen“ können sich zwar wertvolle Innereien verbergen, aber eben auch minderwertige Schlachtabfälle wie Hufe, Federn oder Wolle.

Ein Qualitätshersteller hat nichts zu verbergen. Suchen Sie nach klaren, spezifischen Bezeichnungen. „Getrocknetes Hühnerprotein“ ist eine präzise Angabe, während „Fleischmehl“ alles Mögliche bedeuten kann.

Worauf Sie bei den analytischen Bestandteilen achten sollten

Dieser Teil des Etiketts zeigt die Nährstoffgehalte in Prozent an. Für ein gutes Seniorenfutter sind die folgenden Werte ein solider Richtwert:

  • Rohprotein: Ideal sind moderate 22 % bis 26 %. Ein zu hoher Wert kann die Nieren unnötig belasten, ein zu niedriger wiederum fördert den Muskelabbau.
  • Rohfett: Ein reduzierter Fettgehalt zwischen 8 % und 12 % ist Gold wert, um Übergewicht zu vermeiden, das die alternden Gelenke zusätzlich strapaziert.
  • Rohfaser: Ein Wert zwischen 2,5 % und 4,5 % unterstützt eine gesunde und regelmäßige Verdauung.
  • Rohasche: Dieser Wert beschreibt den Gehalt an Mineralstoffen. Ein Wert unter 8 % ist erstrebenswert, denn ein zu hoher Aschegehalt kann darauf hindeuten, dass viel Knochenmaterial verarbeitet wurde.

Diese analytischen Werte geben eine wichtige Orientierung. Allein sagen sie aber noch nichts über die Qualität der Rohstoffe aus. Ein hoher Proteingehalt kann theoretisch auch aus schwer verdaulichen Federn stammen. Genau deshalb ist die Kombination aus einer klaren Zutatenliste und passenden Analysewerten der Schlüssel zum richtigen Futter.

Rote Flaggen auf der Zutatenliste erkennen

Manche Zutaten haben in einem hochwertigen Senioren Trockenfutter für Hunde schlichtweg nichts verloren. Wenn Sie lernen, diese „roten Flaggen“ zu erkennen, können Sie minderwertige Produkte sofort entlarven.

Halten Sie Ausschau nach:

  • Zucker, Karamell oder Melasse: Diese Lockstoffe dienen oft nur der Geschmacksverbesserung oder der Färbung der Kroketten. Für Hunde sind sie ungesund, fördern Übergewicht und können Zahnprobleme verursachen.
  • Pflanzliche Nebenerzeugnisse: Ähnlich wie bei den tierischen Pendants ist dies eine sehr vage Bezeichnung, hinter der sich billige Füllstoffe wie Erdnussschalen oder Stroh verbergen können.
  • Künstliche Konservierungs-, Farb- oder Aromastoffe: Chemische Zusätze wie BHA, BHT oder Propylgallat stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Natürliche Alternativen wie Tocopherole (Vitamin E) oder Rosmarinextrakt sind die deutlich bessere Wahl.
  • Weizen oder Soja an vorderer Stelle: Diese Zutaten dienen oft als billige Füllstoffe und haben ein höheres Allergiepotenzial als bekömmlichere Kohlenhydratquellen wie Reis, Kartoffeln oder Süßkartoffeln.

Indem Sie lernen, Etiketten kritisch zu lesen, nehmen Sie die Gesundheit Ihres Hundes selbst in die Hand. Sie werden schnell ein Gespür dafür entwickeln, welche Marken transparent arbeiten und auf Qualität setzen – und welche nur mit schönen Bildern auf der Verpackung werben.

Die richtige Futtermenge und eine schonende Umstellung

Selbst das beste Senioren Trockenfutter für Hunde kann seine volle Wirkung nur dann entfalten, wenn die Portion ganz genau auf die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners abgestimmt ist. Eine falsche Futtermenge führt leider schnell zu Übergewicht – und das belastet Gelenke sowie das Herz-Kreislauf-System völlig unnötig. Es ist also an der Zeit, den Messbecher zur Hand zu nehmen und das Füttern zu einem bewussten Akt der Fürsorge zu machen.

Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist ein super Anhaltspunkt, aber eben auch nicht mehr. Betrachten Sie sie als eine Art grobe Landkarte. Ob Ihr Hund nun ein gemütlicher Spaziergänger ist oder im Herzen immer noch ein agiler Jungspund, beeinflusst seinen täglichen Kalorienbedarf enorm.

Die Futtermenge individuell anpassen

Jeder Hund ist ein Unikat mit einer eigenen Geschichte. Rasse, Alter, Gesundheitszustand und vor allem das tägliche Aktivitätslevel sind die entscheidenden Faktoren, die in die Futter-Gleichung einfließen. Ein aktiver Terrier-Senior braucht einfach mehr Energie als ein gemütlicher Dackel, der den Großteil des Tages auf dem Sofa verbringt.

Starten Sie am besten mit der empfohlenen Menge und beobachten Sie das Gewicht Ihres Hundes über zwei bis drei Wochen ganz genau. Nimmt er zu? Dann reduzieren Sie die Menge um etwa 10 %. Verliert er an Gewicht, obwohl er schon schlank ist? Dann erhöhen Sie die Ration ein kleines bisschen. Dieser Prozess erfordert etwas Fingerspitzengefühl, ist aber der Schlüssel zur perfekten Portion für Ihren treuen Begleiter.

Gewichtskontrolle: Der beste Freund alter Gelenke

Übergewicht ist der erklärte Feind alternder Gelenke. Jedes Gramm zu viel lastet auf Hüfte, Knien und der Wirbelsäule und kann bestehende Probleme wie Arthrose spürbar verschlimmern. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle ist daher ein absolutes Muss.

Eine ganz einfache Methode, um die Körperkondition zu prüfen, ist der Rippentest:

  1. Fühlen: Legen Sie Ihre Hände sanft auf den Brustkorb Ihres Hundes. Sie sollten die Rippen unter einer dünnen Fettschicht leicht spüren können, ohne fest drücken zu müssen.
  2. Sehen (von oben): Schauen Sie von oben auf Ihren Hund herab. Er sollte eine erkennbare Taille zwischen Brustkorb und Hüfte haben.
  3. Sehen (von der Seite): Von der Seite betrachtet, sollte die Bauchlinie zum Becken hin leicht ansteigen und nicht durchhängen.

Fällt dieser Test nicht so gut aus, ist es an der Zeit zu handeln. Das richtige Senioren Trockenfutter für Hunde ist ja bereits kalorienreduziert, doch die Menge muss eben auch stimmen. Falls Sie mehr über die Risiken und das Management von Übergewicht erfahren möchten, finden Sie wertvolle Tipps in unserem Artikel über Übergewicht beim Hund.

Der Energiebedarf älterer Hunde sinkt in Deutschland um etwa ein Fünftel bis ein Viertel. Ein angepasstes Futter ist daher essenziell, um die Gesundheit von Gelenken und Herz zu schützen. Experten empfehlen, die tägliche Futtermenge auf zwei bis vier kleinere Portionen aufzuteilen, um die Verdauung zu entlasten.

Die Futterumstellung – Schritt für Schritt meistern

Der Verdauungstrakt eines älteren Hundes ist oft sensibler und kann auf einen abrupten Futterwechsel mit Durchfall oder Blähungen reagieren. Eine langsame und schonende Umstellung über mindestens eine Woche ist daher das A und O für eine gute Akzeptanz und Verträglichkeit.

Dieser 7-Tage-Plan hat sich in der Praxis unzählige Male bewährt und hilft selbst wählerischen Fellnasen, sich an das neue Futter zu gewöhnen.

Der bewährte 7-Tage-Plan für eine sanfte Umstellung:

  • Tag 1 & 2: Mischen Sie 75 % des alten Futters mit 25 % des neuen Senioren-Trockenfutters.
  • Tag 3 & 4: Passen Sie das Verhältnis auf 50 % altes und 50 % neues Futter an.
  • Tag 5 & 6: Erhöhen Sie den Anteil des neuen Futters auf 75 % und geben Sie nur noch 25 % des alten dazu.
  • Tag 7: Jetzt gibt es 100 % des neuen Senioren-Trockenfutters.

Beobachten Sie während der gesamten Umstellung den Stuhlgang und das Allgemeinbefinden Ihres Hundes ganz genau. Sollten Verdauungsprobleme auftreten, machen Sie einfach einen Schritt im Plan zurück und verlängern die jeweilige Phase um ein paar Tage. Geduld ist hier wirklich der Schlüssel zum Erfolg.

Spezielle Bedürfnisse bei Senior-Hunden berücksichtigen

Jeder Hundesenior ist ein Original – mit seiner ganz eigenen Geschichte und seinen ganz persönlichen Bedürfnissen. Ein hochwertiges Senioren Trockenfutter für Hunde legt zwar die perfekte Basis, aber im Alltag tauchen oft kleine Herausforderungen auf, die nach individuellen Lösungen verlangen. Das Alter bringt eben nicht nur Weisheit, sondern manchmal auch das eine oder andere Zipperlein mit sich.

Aber keine Sorge: Für die häufigsten altersbedingten Probleme gibt es oft einfache, aber wirkungsvolle Tricks, die das Leben Ihres treuen Begleiters spürbar angenehmer machen.

Ein älterer Hund wird von einer Person gestreichelt, liegt neben einem Napf mit Trockenfutter und Tabletten., aber eine tierärztliche Abklärung ist unerlässlich.

Ihr Tierarzt ist und bleibt Ihr wichtigster Partner für die Gesundheit Ihres Hundeseniors. Er kann nicht nur Diagnosen stellen, sondern Sie auch ganz gezielt beraten, welche Futterstrategie und welche Zusätze für Ihren vierbeinigen Freund wirklich sinnvoll sind.

Fragen und antworten zur fütterung von senior-hunden

Wenn der treue Begleiter in die Jahre kommt, tauchen bei der Futterumstellung natürlich viele Fragen auf. Das ist völlig normal, schließlich will man für seinen Vierbeiner nur das Beste. Hier habe ich die häufigsten Fragen gesammelt, die mir besorgte Hundebesitzer immer wieder stellen, und gebe Ihnen klare, praxisnahe Antworten.

Ab wann ist mein hund eigentlich ein senior?

Das ist wohl die häufigste Frage überhaupt, und eine pauschale Antwort gibt es leider nicht. Wann ein Hund zum Senior wird, hängt ganz stark von seiner Rasse und seiner persönlichen Fitness ab. Aber es gibt eine gute Faustregel, an der man sich orientieren kann:

  • Kleine Rassen (z. B. Dackel, Chihuahua): Sie sind oft richtige Spätzünder und gelten meist erst mit 10 bis 12 Jahren als Senioren.
  • Mittelgroße Rassen (z. B. Border Collie, Beagle): Hier beginnt das Seniorenalter in der Regel zwischen 8 und 10 Jahren.
  • Große und Riesenrassen (z. B. Deutsche Dogge, Bernhardiner): Ihr Alterungsprozess verläuft schneller, daher zählen sie oft schon mit 6 bis 7 Jahren zu den älteren Semestern.

Beobachten Sie Ihren Hund einfach gut. Werden die Spaziergänge etwas gemächlicher? Sprießen die ersten grauen Haare um die Schnauze? Ist er nach dem Aufstehen etwas steif in den Knochen? Das sind alles liebevolle Zeichen der Zeit und ein guter Hinweis darauf, dass eine Futterumstellung langsam sinnvoll wird.

Kann ich meinem senior auch welpenfutter geben, wenn er abbaut?

Diese Überlegung kommt oft auf, wenn ein alter Hund an Gewicht verliert oder mäkelig wird. Die Antwort darauf ist aber ein ganz klares und entschiedenes: Bitte nicht! Welpenfutter ist quasi das exakte Gegenteil dessen, was ein Senior-Hundekörper braucht. Es ist eine wahre Kalorien- und Nährstoffbombe, konzipiert für explosives Wachstum.

Einem älteren Hund Welpenfutter zu füttern, wäre, als würde man einen Oldtimer mit Kerosin betanken. Der extrem hohe Gehalt an Kalorien, Fett und Mineralstoffen wie Kalzium und Phosphor würde die ohnehin schon langsamer arbeitenden Organe – allen voran die Nieren – massiv überfordern und zu einer ungesunden Gewichtszunahme führen. Bleiben Sie daher unbedingt bei einer Rezeptur, die auf die Bedürfnisse eines Seniors zugeschnitten ist.

Ist getreidefreies seniorenfutter automatisch besser?

Nicht unbedingt. Die Diskussion um Getreide im Hundefutter wird oft sehr emotional geführt, aber schauen wir uns die Fakten an: Die allermeisten Hunde haben überhaupt kein Problem mit gut aufbereitetem Getreide wie Reis oder Hafer. Im Gegenteil, es liefert ihnen wertvolle Energie und wichtige Ballaststoffe für die Verdauung.

Wirklich notwendig ist getreidefreies Futter nur dann, wenn bei Ihrem Hund eine Allergie oder eine echte Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Getreidesorten vom Tierarzt festgestellt wurde. In allen anderen Fällen ist ein hochwertiges Senioren Trockenfutter für Hunde mit bekömmlichem Getreide eine genauso gute Wahl.

Viel wichtiger als die Frage „Getreide ja oder nein?“ ist die Gesamtqualität des Futters. Achten Sie auf hochwertige, leicht verdauliche Proteine, einen angepassten Fett- und Mineralstoffgehalt und sinnvolle Zusätze, die zum Beispiel die Gelenke unterstützen.

Sollte ich das trockenfutter für meinen senior einweichen?

Ja, das kann in vielen Fällen eine hervorragende Idee sein! Das Einweichen von Trockenfutter ist ein einfacher Trick mit gleich mehreren Vorteilen für ältere Hunde. Besonders empfehlenswert ist es, wenn Ihr Hund:

  • Zahnprobleme hat: Aufgeweichte Kroketten lassen sich viel leichter kauen und schonen schmerzendes Zahnfleisch.
  • Eher wenig trinkt: Durch das Wasser im Futter nimmt er ganz nebenbei mehr Flüssigkeit auf, was super für die Nierenfunktion ist.
  • Sein Futter schlingt: Eingeweichtes Futter kann man nicht so leicht inhalieren. Das beruhigt die Fressgeschwindigkeit und beugt Verdauungsproblemen vor.
  • Einen sensiblen Magen hat: Das Futter ist durch das Quellen quasi schon „vorverdaut“ und dadurch deutlich leichter bekömmlich.

Nehmen Sie zum Einweichen einfach lauwarmes Wasser und lassen Sie das Futter für 15 bis 20 Minuten quellen, bis es eine Art Brei ist. Ganz wichtig: Immer frisch zubereiten und Reste sofort entsorgen, damit sich keine Keime bilden. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass das Futter intensiver riecht – das kann so manchen wählerischen Senior doch noch überzeugen.


Gerade die Gelenke Ihres Seniors verdienen jetzt besondere Aufmerksamkeit. Eine gute Ernährung ist die Basis, aber eine gezielte Unterstützung kann hier den entscheidenden Unterschied machen. Die Gelenkformel von Dr. Wuffy wurde genau dafür entwickelt – um mit bewährten Inhaltsstoffen wie Grünlippmuschel und Glucosamin die Beweglichkeit und Lebensfreude Ihres Hundes zu fördern.

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