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Pfotenfit – Dr. Wuffys Journal für Hundegesundheit
Zink für Hunde Ihr kompletter Ratgeber
Zink für Hunde Ihr kompletter Ratgeber
Wenn es um die Gesundheit unserer Hunde geht, denken wir oft an Proteine, Fette und Vitamine. Aber ein kleines Spurenelement spielt eine riesige, oft unterschätzte Rolle: Zink. Es ist kein einfacher Nährstoff, sondern ein unverzichtbarer Alleskönner, der an über 300 Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt ist. Man kann sich Zink als den stillen Helden im Hintergrund vorstellen, der dafür sorgt, dass Immunsystem, Haut und Fell in Topform bleiben.
Ein Mangel kann hier schnell zu einem echten Problem werden.
Warum Zink ein entscheidender Baustein für Ihren Hund ist
Stellen Sie sich Zink für Hund nicht als einen einzelnen Baustein vor, sondern eher wie den Dirigenten eines großen Orchesters im Körper Ihres Hundes. Er sorgt dafür, dass alle Instrumente – also alle biologischen Prozesse – im richtigen Takt spielen und ein harmonisches Ganzes ergeben. Von der Reparatur winziger Hautschäden bis zur Organisation der gesamten Immunabwehr, Zink hat überall seine Finger im Spiel.

Schon ein kleiner Mangel an diesem wichtigen Spurenelement kann das gesamte System aus dem Gleichgewicht bringen – ganz so, als würde in einem komplexen Uhrwerk ein winziges, aber entscheidendes Zahnrad fehlen. Plötzlich laufen lebenswichtige Prozesse, die sonst unbemerkt im Hintergrund ablaufen, nicht mehr rund.
Die Kernaufgaben von Zink im Hundekörper
Praktisch jede Zelle im Hundekörper braucht Zink, um ihre Arbeit richtig machen zu können. Seine Aufgabenliste ist lang und entscheidend für die Vitalität Ihres Vierbeiners. Hier sind die wichtigsten Funktionen im Überblick:
- Zellwachstum und -reparatur: Ob bei der Heilung einer kleinen Schramme oder der ständigen Erneuerung von Haut und Fell – Zink ist der Motor der Zellteilung und somit für jede Art von Regeneration unverzichtbar.
- Stärkung des Immunsystems: Zink ist der General der Körperabwehr. Es dirigiert die Immunzellen und hilft dem Körper, Krankheitserreger wie Bakterien und Viren schnell und effektiv zu bekämpfen.
- Haut- und Fellgesundheit: Für eine widerstandsfähige Hautbarriere und ein kräftiges, glänzendes Fell ist eine gute Zinkversorgung das A und O. Es hilft dabei, trockene Haut, Schuppen und Juckreiz in den Griff zu bekommen.
- Hormon- und Enzymfunktion: Als wichtiger Bestandteil unzähliger Enzyme und Hormone ist Zink an der Steuerung des gesamten Stoffwechsels beteiligt – von der Verdauung bis zur Energieproduktion.
Zink ist dabei kein Einzelkämpfer. Es arbeitet Hand in Hand mit vielen anderen Nährstoffen, um seine volle Kraft zu entfalten. Besonders wichtig ist auch seine Rolle als Antioxidans, das die Zellen vor den Angriffen freier Radikale schützt.
Ein unsichtbarer Schutzschild für die Gesundheit
Am Ende des Tages wirkt Zink wie ein unsichtbarer Schutzschild, der die Gesundheit Ihres Hundes von innen heraus stärkt. Es stellt sicher, dass all die kleinen, aber lebenswichtigen Prozesse reibungslos ablaufen und Ihr Hund vor Krankheiten geschützt ist. Eine konstante und ausreichende Zinkversorgung ist also keine nette Zugabe, sondern eine absolute Notwendigkeit für ein langes, glückliches und aktives Hundeleben.
Ohne genügend Zink wird der Körper anfälliger für Infektionen, Hautprobleme nehmen zu und die allgemeine Vitalität leidet. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Nährstoffe die Zellen schützen, werfen Sie einen Blick in unseren Artikel über Antioxidantien für Hunde.
Woran erkenne ich einen Zinkmangel bei meinem Hund?
Ein Mangel an Zink kommt oft auf leisen Pfoten. Er entwickelt sich schleichend und die ersten Anzeichen sind leider alles andere als eindeutig – man kann sie leicht mit anderen Wehwehchen verwechseln. Stellen Sie sich den Zinkhaushalt Ihres Hundes wie den Wassertank einer Kaffeemaschine vor: Er ist nicht plötzlich leer, sondern der Füllstand sinkt langsam, bis die Maschine irgendwann streikt.
Die ersten Symptome sind oft so unauffällig, dass man sie schnell mal übersieht.

Genau deshalb ist es so wichtig, die Warnsignale frühzeitig zu kennen. Ein aufmerksamer Blick auf Haut, Fell und das allgemeine Verhalten Ihres Vierbeiners kann Ihnen entscheidende Hinweise geben, bevor aus einem kleinen Defizit ein echtes Problem wird.
Sichtbare warnsignale auf haut und fell
Die Haut ist meist der erste Ort, an dem ein Zinkmangel sichtbar wird. Da Zink für die Regeneration der Zellen absolut entscheidend ist, zeigen sich hier die deutlichsten Spuren. Halten Sie Ausschau nach diesen Veränderungen:
- Trockene, schuppige Haut: Das Fell verliert seinen Glanz, wirkt stumpf und die Haut darunter ist trocken. Oft rieseln regelrecht die Schuppen, besonders am Rücken oder Kopf.
- Haarausfall: Ihnen fallen kahle Stellen oder ein insgesamt dünner werdendes Fell auf, häufig symmetrisch auf beiden Körperseiten.
- Verkrustungen und wunde Stellen: Vor allem an empfindlichen Stellen wie der Nase, den Augenrändern, Ohren und den Ballen können sich dicke, harte Krusten bilden. Diese Bereiche sind oft gerötet und entzündet.
- Schlechte Wundheilung: Kleine Kratzer oder Schrammen heilen spürbar langsamer als sonst.
Diese Hautprobleme sind mehr als nur ein Schönheitsfehler. Sie schwächen die natürliche Schutzbarriere der Haut und machen Ihren Hund anfälliger für hartnäckige bakterielle Infektionen oder Pilzbefall.
Dezentere hinweise, die aufhorchen lassen sollten
Neben den offensichtlichen Hautveränderungen gibt es auch subtilere Symptome, die auf einen Mangel hindeuten können. Diese betreffen das allgemeine Wohlbefinden und die Abwehrkräfte:
- Ständige Infekte: Ihr Hund scheint eine "Dauerkarte" beim Tierarzt zu haben – mal sind es die Ohren, dann wieder die Haut oder andere kleinere Infektionen.
- Appetitlosigkeit und Trägheit: Ein Mangel kann den Appetit dämpfen und zu einer allgemeinen Lustlosigkeit führen. Ihr sonst so agiler Hund wirkt schlapp und müde.
- Verhaltensänderungen: Manche Hunde werden durch den Mangel reizbarer oder zeigen sich plötzlich ängstlicher als gewohnt.
Die folgende Tabelle fasst die häufigsten Anzeichen noch einmal übersichtlich zusammen, damit Sie schnell erkennen können, worauf Sie achten müssen.
Häufige Symptome eines Zinkmangels beim Hund
| Betroffener Bereich | Symptome und Anzeichen |
|---|---|
| Haut & Fell | Stumpfes, glanzloses Fell, übermäßige Schuppenbildung, symmetrischer Haarausfall (Alopezie), trockene Haut, verzögerte Wundheilung. |
| Krustenbildung | Harte, dicke Verkrustungen (Hyperkeratose) und Läsionen, besonders an Nase, Augen, Ohren und Pfotenballen. Oft verbunden mit Rötungen und Entzündungen. |
| Immunsystem | Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. Ihr Hund leidet häufiger unter Hautinfektionen (Pyodermie), Ohrenentzündungen oder anderen wiederkehrenden bakteriellen oder Pilzinfektionen. |
| Allgemeinbefinden | Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Lethargie und allgemeine Teilnahmslosigkeit. Manche Hunde zeigen auch Verhaltensänderungen wie erhöhte Reizbarkeit. |
Die Beobachtung dieser Symptome ist der erste und wichtigste Schritt. Wenn Ihnen mehrere dieser Punkte bekannt vorkommen, ist es ratsam, der Sache auf den Grund zu gehen.
Wichtig zu wissen: Ein Nährstoffmangel kann sich auf vielfältige Weise äußern. Lethargie und neurologische Symptome können beispielsweise auch auf ein ganz anderes Defizit hindeuten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel über die Symptome eines Vitamin-B12-Mangels bei Hunden.
Man muss bedenken, dass der Zinkbedarf nicht für jeden Hund gleich ist. Als Faustregel geht man in Deutschland von etwa 0,9 mg Zink pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag aus. Aber in stressigen Phasen, bei Verletzungen oder bestehenden Hautproblemen schießt dieser Bedarf schnell in die Höhe.
Da viele Fleischsorten heute selbst nicht mehr optimal mit Zink versorgt sind, kann die Deckung allein über die Nahrung zur Herausforderung werden. Das kann langfristig zu den genannten Symptomen führen. Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen bei Ihrem Vierbeiner beobachten, ist der nächste logische Schritt ein Gespräch mit Ihrem Tierarzt, um die Ursache sicher abzuklären.
Wann braucht Ihr Hund eigentlich mehr Zink?
Der Zinkbedarf eines Hundes ist alles andere als in Stein gemeißelt. Man kann ihn sich ein bisschen wie den Kalorienverbrauch bei uns Menschen vorstellen: Ein junger, sportlicher Hund, der den ganzen Tag auf Achse ist, hat einen ganz anderen „Nährstoff-Appetit“ als ein gemütlicher Senior, der den Tag am liebsten auf dem Sofa verbringt. Lebensphase, Aktivität, Rasse und Gesundheitszustand – all das spielt eine Rolle dabei, wie viel Zink für den Hund wirklich nötig ist.
Der normale Grundbedarf eines gesunden, ausgewachsenen Hundes ist quasi nur die Ausgangsbasis. Es gibt aber eine ganze Reihe von Situationen, in denen der Organismus Ihres Vierbeiners eine ordentliche Extraportion dieses Spurenelements braucht, um alle wichtigen Funktionen am Laufen zu halten. Ein genauer Blick auf die Lebensumstände Ihres Hundes hilft dabei, einen erhöhten Bedarf rechtzeitig zu erkennen.
Lebensphasen, die echte „Zink-Fresser“ sind
Manche Abschnitte im Leben eines Hundes sind wahre Zink-Fresser. Immer dann, wenn der Körper auf Hochtouren läuft und für Wachstum, Entwicklung oder Regeneration große Geschütze auffährt, wird Zink in rauen Mengen verbraucht.
- Welpen und Junghunde: Ganz klar, im Wachstum ist der Bedarf am allerhöchsten. Knochen müssen stabil werden, das Immunsystem muss sich erst noch richtig entwickeln und die Zellen teilen sich in rasantem Tempo – ohne Zink geht da gar nichts.
- Trächtige und säugende Hündinnen: Sie leisten quasi doppelte Arbeit. Erst müssen die Welpen im Bauch versorgt werden, und später braucht die Hündin Zink für die Produktion von nahrhafter Milch.
- Hundesenioren: Im Alter wird der Stoffwechsel oft ein wenig träge. Das bedeutet auch, dass Nährstoffe aus dem Futter manchmal nicht mehr so gut aufgenommen und verwertet werden können. Der Bedarf steigt also, um das auszugleichen.
Der Zinkbedarf ist keine feste Größe. Er passt sich dynamisch an das Leben Ihres Hundes an. Wer das im Blick behält, kann einem Mangel aktiv vorbeugen.
Wenn besondere Umstände den Bedarf erhöhen
Neben den typischen Lebensphasen gibt es noch andere Faktoren, die den Zinkverbrauch ordentlich ankurbeln können. Das betrifft sowohl körperliche als auch seelische Belastungen.
Gerade Hunde, die immer wieder mit Hautproblemen, Allergien oder einem schwächelnden Immunsystem zu kämpfen haben, profitieren oft von mehr Zink. Hier ist das Spurenelement ein zentraler Baustein für die Reparatur der Haut und eine starke Abwehr. Auch sportlich aktive Hunde, die regelmäßig an ihre Grenzen gehen, oder Hunde in stressigen Phasen (nach einem Umzug, bei Trennungsangst) haben einen höheren Verbrauch.
Leider zeigt die Praxis, dass viele kommerzielle Futtersorten oder auch BARF-Rationen den Zinkbedarf nicht immer zuverlässig decken. Ein erwachsener Hund kommt mit etwa 0,9 bis 1 mg Zink pro Kilogramm Körpergewicht am Tag aus. Doch bei einem Welpen zwischen 3 und 6 Monaten schießt der Bedarf auf bis zu 5,1 mg/kg hoch – das ist fast das Fünffache! Eine säugende Hündin benötigt ebenfalls bis zu 3,2 mg/kg, um genügend Milch für ihre Kleinen zu produzieren. Mehr spannende Details zur Zinkversorgung bei Hunden finden Sie bei futtermedicus.de.
Und dann gibt es da noch die Genetik. Einige Rassen, allen voran nordische wie Siberian Huskies oder Alaskan Malamutes, haben eine Veranlagung für die sogenannte zinkreaktive Dermatose. Das ist eine erblich bedingte Störung, bei der ihr Körper Zink nicht richtig aufnehmen kann. Diese Hunde brauchen ihr Leben lang eine deutlich höhere Zinkzufuhr.
Die besten Zinkquellen für eine optimale Versorgung
Wie stellen wir also sicher, dass unser Hund genug Zink bekommt? Grundsätzlich gibt es zwei Wege, die sich am besten ergänzen: eine clevere Fütterung mit zinkreichen Zutaten und bei Bedarf die gezielte Gabe eines hochwertigen Ergänzungsmittels. Eine durchdachte Kombination aus beidem ist oft der Königsweg, um den Zinkhaushalt stabil zu halten und einem Mangel erst gar keine Chance zu geben.
Dafür müssen wir natürlich wissen, wo das wertvolle Spurenelement überhaupt drinsteckt und – ganz wichtig – wie gut der Körper unseres Hundes es überhaupt verwerten kann.
Was gehört in den Napf? Natürliche Zinklieferanten
Eine artgerechte Ernährung ist und bleibt die Basis für alles. Glücklicherweise hat die Natur einige fantastische Zinkquellen parat, die sich ganz einfach in den Futterplan einbauen lassen.
Ganz oben auf der Liste der Zink-Superstars stehen tierische Produkte. Das hat einen einfachen Grund: Das Zink ist hier in einer Form enthalten, die der Hundekörper optimal aufnehmen und nutzen kann.
Hier sind die besten natürlichen Zinklieferanten:
- Rotes Fleisch: Vor allem Rind und Lamm sind wahre Zink-Kraftpakete.
- Innereien: Leber ist nicht nur reich an Zink, sondern ein echtes Nährstoffwunder insgesamt.
- Geflügel: Huhn und Pute liefern ebenfalls eine gute Portion, wobei das dunklere Fleisch die Nase vorn hat.
- Eigelb: Eine tolle Quelle für Zink, gesunde Fette und viele Vitamine.
- Käse und Milchprodukte: In kleinen Mengen können auch sie einen Beitrag zur Zinkversorgung leisten.
Moment mal, was ist mit pflanzlichen Quellen? Haferflocken oder Linsen enthalten zwar auch Zink, aber hier gibt es einen Haken: Pflanzen enthalten oft sogenannte Phytate. Diese Stoffe binden das Zink und machen es für den Hund schwerer, es im Darm aufzunehmen. Deshalb gilt: Tierische Quellen sind für die Zinkversorgung immer die bessere und effizientere Wahl.
Wenn Futter nicht reicht: Das richtige Zinkpräparat finden
Manchmal kommt man mit der Fütterung allein nicht ans Ziel. Das kann bei einem erhöhten Bedarf der Fall sein, etwa im Wachstum, bei Hunden mit Hautproblemen oder wenn bereits ein Mangel besteht. Dann sind Ergänzungsmittel gefragt. Aber Achtung: Zink ist nicht gleich Zink.
Der springende Punkt ist die chemische Verbindung, an die das Zink gebunden ist. Sie entscheidet über die sogenannte Bioverfügbarkeit – also darüber, wie viel vom zugeführten Zink der Körper tatsächlich aufnehmen und dorthin transportieren kann, wo es gebraucht wird.
Grob gesagt, gibt es zwei Hauptgruppen:
-
Organische Zinkverbindungen: Hier wird Zink an eine Aminosäure gekoppelt, wie es bei Zinkchelat (z. B. Zinkbisglycinat) der Fall ist. Diese Form ist clever, denn sie ahmt die natürliche Bindung von Zink in Fleisch nach. Der Körper erkennt sie quasi als "normales Futter" und kann sie deshalb hervorragend aufnehmen. Sie sind in der Regel sehr gut verträglich und magenschonend.
-
Anorganische Zinkverbindungen: Dazu gehören Zinksulfat oder Zinkoxid. Diese Verbindungen sind oft günstiger in der Herstellung, haben aber den Nachteil, dass der Hundekörper sie deutlich schlechter verwerten kann. Bei manchen Hunden können sie außerdem auf den Magen schlagen.
Merke: Bei der Wahl eines Zinkpräparats ist eine organische Verbindung wie Zinkchelat fast immer die bessere Entscheidung. Durch die hohe Bioverfügbarkeit stellen Sie sicher, dass das Zink auch wirklich ankommt und seine Arbeit tun kann, ohne den Verdauungstrakt unnötig zu belasten.
Um die Auswahl zu erleichtern, habe ich die gängigsten Zinkformen in einer Tabelle gegenübergestellt.
Vergleich von Zinkpräparaten für Hunde
Diese Tabelle vergleicht verschiedene Formen von Zink-Ergänzungsmitteln hinsichtlich ihrer Bioverfügbarkeit, typischen Anwendungsbereiche und potenziellen Nachteile.
| Zinkform | Bioverfügbarkeit | Vorteile | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Zinkchelat (z.B. Bisglycinat) | Sehr hoch | Exzellente Aufnahme, da an Aminosäuren gebunden; sehr magenfreundlich; ideal bei Mangelzuständen und für sensible Hunde. | Gilt als Goldstandard bei der Supplementierung. |
| Zinkgluconat | Gut | Gute organische Verbindung; wird gut vom Körper aufgenommen und ist weit verbreitet. | Eine solide und bewährte Option. |
| Zinksulfat | Mäßig | Günstige anorganische Verbindung. | Kann bei empfindlichen Hunden zu Magenreizungen führen; schlechtere Aufnahme als bei Chelaten. |
| Zinkoxid | Gering | Wird oft in Futtermitteln als günstige Zinkquelle verwendet oder in Salben zur äußeren Anwendung. | Für die orale Supplementierung zur Behebung eines Mangels weniger geeignet, da die Aufnahme sehr gering ist. |
Wie die Tabelle zeigt, sind organische Verbindungen klar im Vorteil. Die Investition in ein hochwertiges Zinkchelat zahlt sich durch eine bessere Wirkung und Verträglichkeit meistens aus.
Zink richtig dosieren: So finden Sie die perfekte Balance für Ihren Hund
Wenn es um Zink für Hunde geht, ist das richtige Maß entscheidend. Denken Sie daran wie beim Kochen: Eine Prise Salz kann ein Gericht perfektionieren, aber zu viel davon macht es ungenießbar. Genauso ist es mit Zink – ein Mangel ist problematisch, aber ein Überschuss kann ebenso schaden.
Die ideale Zinkmenge für Ihren Hund ist keine Einheitsgröße. Sie hängt von seinem Gewicht, seinem Alter, wie aktiv er ist und seinem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Es gibt also kein Patentrezept, aber klare Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können. Der wichtigste Anhaltspunkt ist dabei immer das Körpergewicht Ihres Vierbeiners.
So ermitteln Sie den individuellen Bedarf Ihres Hundes
Als Faustregel gilt: Ein gesunder, ausgewachsener Hund braucht täglich etwa 1 mg elementares Zink pro Kilogramm Körpergewicht, um seinen Basisbedarf zu decken. Für einen 20 kg schweren Hund bedeutet das also rund 20 mg Zink am Tag. Aber Vorsicht, das ist nur ein Startpunkt, der je nach Situation angepasst werden muss.
Einige Rassen, wie zum Beispiel Siberian Huskies, haben eine genetische Veranlagung für die sogenannte zink-reaktive Dermatose. Das ist eine Hauterkrankung, die entsteht, weil ihr Körper Zink nicht richtig aufnehmen kann. In solchen Fällen liegt die empfohlene Anfangsdosis zur Behandlung bei 2–3 mg elementarem Zink pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Die genaue Menge hängt aber stark von der Art der Zinkverbindung ab. Mehr zu diesem speziellen Thema finden Sie in einem Fachartikel zur zink-reaktiven Dermatose auf laboklin.de.
Eine Überdosierung ist zwar selten, aber nicht unmöglich. Sie passiert meistens dann, wenn hoch dosierte Präparate über lange Zeit ohne triftigen Grund und ohne tierärztliche Kontrolle gegeben werden. Sprechen Sie deshalb unbedingt mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie zu einem Ergänzungsmittel greifen.
Diese Infografik fasst schön zusammen, wie Ihr Hund Zink bekommen kann: entweder ganz natürlich über sein Futter oder durch gezielte Ergänzungsmittel.

Man sieht deutlich: Eine ausgewogene Ernährung ist immer die Basis. Ergänzungen sind dann sinnvoll, wenn ein echter Mangel vorliegt oder der Bedarf aus bestimmten Gründen erhöht ist.
Anzeichen einer Überdosierung – was Sie im Auge behalten sollten
Eine akute Zinkvergiftung kommt zum Glück selten vor. Viel häufiger ist eine chronische Überdosierung, die sich schleichend entwickelt und ernsthafte Probleme verursachen kann. Ein Zuviel an Zink behindert nämlich die Aufnahme anderer wichtiger Mineralstoffe, vor allem Kupfer und Eisen. Das kann wiederum zu einem Mangel dieser Nährstoffe führen.
Seien Sie bei diesen Warnsignalen wachsam:
- Magen-Darm-Beschwerden: Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit können die ersten Anzeichen sein.
- Lethargie: Ihr Hund wirkt müde, antriebslos und hat auf nichts mehr so richtig Lust.
- Blutarmut (Anämie): Eine Folge des gestörten Eisenhaushalts, die den Hund schwächt.
Denken Sie auch daran, dass Nährstoffe im Körper immer zusammenspielen. Eine hohe Zinkdosis kann zum Beispiel den Bedarf an anderen Vitaminen beeinflussen. Um das große Ganze zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf verwandte Themen, wie zum Beispiel die richtige Dosierung von Vitamin E für Hunde. Im Zweifel gilt immer: Sicherheit geht vor! Stimmen Sie jede Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln mit Ihrem Tierarzt ab.
Häufig gestellte Fragen zu Zink für Hunde
Wenn es um die Gesundheit unserer Fellnasen geht, haben wir als Hundebesitzer oft ganz ähnliche Fragen im Kopf. Das Thema Zink ist da keine Ausnahme. Viele sind unsicher, wie schnell man eine Besserung erwarten kann, ob die Zinktabletten aus der eigenen Hausapotheke eine Option sind oder was die Aufnahme im Körper eigentlich beeinflusst.
Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein. Wir haben die häufigsten Fragen gesammelt und geben Ihnen hier klare, praxisnahe Antworten, damit Sie sich im Umgang mit diesem wichtigen Spurenelement sicher fühlen.
Wie schnell wirkt Zink bei einem Hund?
Das Wichtigste zuerst: Haben Sie ein wenig Geduld. Eine Zink-Kur wirkt nicht über Nacht. Stellen Sie sich den Zinkspeicher Ihres Hundes wie einen leeren Akku vor. Es dauert eine Weile, ihn wieder vollständig aufzuladen, damit alle Systeme wieder auf Hochtouren laufen können.
Gerade bei Haut- und Fellproblemen wie Schuppen oder glanzlosem Haar können Sie oft erste sichtbare Verbesserungen nach etwa drei bis vier Wochen beobachten. Bis sich die Haut aber komplett regeneriert hat und das Fell wieder kräftig und gesund nachwächst, können gut und gerne sechs bis acht Wochen oder sogar mehr vergehen.
Wie lange es im Einzelfall dauert, hängt von verschiedenen Dingen ab:
- Die Schwere des Mangels: Je leerer der "Akku" war, desto länger braucht es natürlich, ihn wieder aufzufüllen.
- Der allgemeine Gesundheitszustand: Ein ansonsten fitter Hund wird in der Regel schneller auf die Zufuhr ansprechen.
- Die Qualität des Präparats: Hochwertige, organische Zinkformen wie Zinkchelat kann der Körper viel besser verwerten. Sie wirken daher meist effizienter und schneller als anorganische Verbindungen.
Entscheidend ist, dass Sie das Präparat konsequent und regelmäßig in der richtigen Dosierung geben. Nur so kann der Körper die Zinkspeicher nachhaltig auffüllen und die nötigen Reparaturprozesse starten.
Kann ich meinem Hund Zink für Menschen geben?
Eine verständliche Frage, schließlich sind Zinkpräparate aus der Drogerie oft günstiger und schnell zur Hand. Die Antwort ist jedoch ein klares und unmissverständliches Nein. Bitte tun Sie das auf keinen Fall.
Produkte für den menschlichen Bedarf sind für Hunde aus mehreren Gründen ungeeignet und sogar potenziell gefährlich:
- Viel zu hoch dosiert: Tabletten für Menschen sind auf ein Körpergewicht von 60, 70 oder 80 kg ausgelegt. Eine sichere und genaue Dosierung für einen 10-kg-Hund ist damit praktisch unmöglich. Das Risiko einer gefährlichen Überdosierung ist enorm hoch.
- Gefährliche Zusatzstoffe: Viele Humanpräparate enthalten Süßstoffe wie Xylit (auch Birkenzucker genannt). Für Hunde ist dieser Stoff hochgiftig! Bereits winzige Mengen können einen lebensbedrohlichen Blutzuckerabfall und schweres Leberversagen auslösen.
- Schlechte Verträglichkeit: Oft werden anorganische Zinkverbindungen genutzt, die Hunde schlechter aufnehmen können und die häufig zu Magen-Darm-Problemen führen.
Greifen Sie daher bitte immer zu einem Produkt, das speziell für Hunde entwickelt wurde. Nur dann können Sie sicher sein, dass Dosierung, Zusammensetzung und alle Inhaltsstoffe auf die Bedürfnisse und die Sicherheit Ihres Vierbeiners abgestimmt sind.
Gibt es Nährstoffe, die die Zinkaufnahme beeinflussen?
Ja, absolut! Die Aufnahme von Zink im Darm ist ein ziemlich komplexer Vorgang, der von anderen Nährstoffen stark beeinflusst wird. Man kann es sich ein bisschen wie eine stark befahrene Einbahnstraße vorstellen: Wenn zu viele andere „Fahrzeuge“ (Nährstoffe) gleichzeitig durch wollen, kommt das „Zink-Fahrzeug“ nur langsam oder im schlimmsten Fall gar nicht an sein Ziel.
Einige Stoffe wirken als regelrechte Zink-Blocker:
- Calcium: Eine sehr hohe Calciumzufuhr, zum Beispiel durch zu viele Knochen oder überdosierte Mineralstoffmischungen, konkurriert direkt mit Zink um die Aufnahme im Darm.
- Phytate: Diese Stoffe stecken vor allem in Getreide und Hülsenfrüchten. Sie binden Zink im Darm an sich und machen es so für den Körper unbrauchbar.
- Eisen und Kupfer: Auch diese beiden Spurenelemente nutzen teilweise dieselben Transportwege wie Zink. Ein Zuviel davon im Futter kann die Zinkaufnahme ausbremsen.
Zum Glück gibt es aber auch Helfer, die die Aufnahme verbessern:
- Tierisches Protein: Die Aminosäuren aus Fleisch sind echte Booster für die Zinkaufnahme. Das ist auch einer der Gründe, warum Zink aus tierischen Quellen vom Hund so hervorragend verwertet wird.
Eine ausgewogene Fütterung, die nicht übermäßig viel Getreide oder zu viel Calcium enthält, schafft also die besten Voraussetzungen für eine optimale Zinkversorgung.
Bei Dr. Wuffy legen wir größten Wert auf eine wissenschaftlich fundierte und sichere Zusammensetzung unserer Produkte, um die Gesundheit Ihres Hundes optimal zu unterstützen. Unsere Gelenkformel wurde entwickelt, um die Beweglichkeit und Lebensfreude Ihres Vierbeiners zu fördern, basierend auf reinen und geprüften Inhaltsstoffen. Erfahren Sie mehr über unseren Ansatz auf https://dr-wuffy.de.
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