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Pfotenfit – Dr. Wuffys Journal für Hundegesundheit
gastritis hund hausmittel: Schnelle Hilfe für Ihren Hund
gastritis hund hausmittel: Schnelle Hilfe für Ihren Hund
Wenn der Futternapf plötzlich unberührt bleibt, Ihr Hund sich übergibt oder einfach nur schlapp und teilnahmslos in der Ecke liegt, könnte eine Magenschleimhautentzündung, also eine Gastritis, der Grund sein. Keine Sorge, das ist erstmal kein Grund zur Panik. Wenn Sie die Anzeichen richtig deuten, können Sie Ihrem Vierbeiner mit den richtigen Hausmitteln bei Gastritis oft schnell und wirksam unter die Arme greifen.
Was geht bei einer Gastritis im Hundemagen eigentlich vor?

Man kann sich die Magenschleimhaut wie eine innere Schutzmauer vorstellen. Sie kleidet den Magen aus und schirmt ihn vor der aggressiven Magensäure ab, die ja für die Zersetzung der Nahrung unverzichtbar ist. Bei einer Gastritis ist genau diese Schutzschicht entzündet, gereizt und quasi „löchrig“ geworden.
Die Folge? Der Magen reagiert extrem empfindlich – auf Futter, Wasser und sogar auf seine eigene Säure. Das erklärt auch die typischen Symptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit und sichtbare Bauchschmerzen. Für den Hund fühlt es sich vermutlich an wie eine Mischung aus starkem Sodbrennen und anhaltender Übelkeit.
Akute Gastritis: Der plötzliche Notfall
Hier ist es wichtig, zwei Verlaufsformen zu unterscheiden. Die akute Gastritis schlägt oft wie aus heiterem Himmel zu, meist mit heftigen Symptomen. In der Regel steckt ein ganz konkreter Auslöser dahinter:
- Falsches Futter: Der Klassiker. Ihr Hund hat draußen etwas Verdorbenes erwischt, den Mülleimer geplündert oder einfach etwas zu Fettiges gefressen.
- Stress: Ja, auch Hunden schlägt Stress auf den Magen. Ein Umzug, die laute Silvesternacht oder ein neuer tierischer Mitbewohner können der Auslöser sein.
- Medikamente: Manche Schmerzmittel oder Antibiotika sind dafür bekannt, dass sie die Magenschleimhaut angreifen können.
Chronische Gastritis: Der schleichende Prozess
Ganz anders verhält es sich mit der chronischen Gastritis. Sie entwickelt sich langsam, fast unbemerkt über einen längeren Zeitraum. Die Anzeichen sind viel subtiler, aber dafür hartnäckig: immer mal wieder Appetitlosigkeit, häufiges Schmatzen, leeres Schlucken oder exzessives Grasfressen.
Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 20 bis 40 Prozent aller Hunde an einer chronischen Form leiden, die oft lange unentdeckt bleibt.
Die häufigsten Ursachen im Alltag
Die Auslöser für einen gereizten Magen sind unglaublich vielfältig und oft direkt in unserem Alltag zu finden. Neben den schon genannten Gründen können auch bakterielle Infektionen oder Viren eine Rolle spielen.
Ein zentraler Punkt, den viele Hundehalter übersehen, ist die Übersäuerung. Ein Magen, der permanent zu viel Säure produziert – sei es durch Stress oder eine unpassende Fütterung – ist viel anfälliger für Entzündungen.
Auch unentdeckte Allergien oder Futterunverträglichkeiten können eine ständige Reizung im Magen-Darm-Trakt verursachen und so den Boden für eine chronische Gastritis bereiten. Oft werden unspezifische Signale wie lautes Magenknurren oder nächtliche Unruhe gar nicht direkt mit dem Magen in Verbindung gebracht.
Dieses Hintergrundwissen ist die Basis für alles Weitere. Es hilft Ihnen, die Situation richtig einzuschätzen und zu verstehen, warum die nachfolgenden Hausmittel bei Gastritis so wirken, wie sie wirken. So können Sie Ihrem Liebling gezielt und sicher helfen, schnell wieder auf die Beine zu kommen.
Hausmittel, die dem Hundemagen guttun
Wenn der Magen deines Hundes rebelliert, musst du nicht sofort zur chemischen Keule greifen. Es gibt eine ganze Reihe bewährter Gastritis Hund Hausmittel, die oft überraschend schnell und sanft für Linderung sorgen. Der Schlüssel liegt darin, das richtige Mittel für deinen Hund zu finden und genau zu beobachten, wie er darauf anspricht.
Viele dieser natürlichen Helfer sind seit Generationen im Einsatz, um einen gereizten Magen wieder ins Lot zu bringen. Sie wirken auf ganz unterschiedliche Weisen: Einige legen sich wie ein Schutzfilm über die Magenschleimhaut, andere binden überschüssige Säure oder entspannen die verkrampfte Magenmuskulatur.
Selbst viele Tierärzte sehen den gezielten Einsatz dieser Methoden als wertvolle Ergänzung. Bei der Behandlung einer Gastritis sind neben der Schulmedizin auch natürliche Helfer wie Ulmenrindenpulver oder Flohsamenschalen weit verbreitet, um die Magenschleimhaut zu beruhigen. Weitere Details zu diesen ganzheitlichen Ansätzen finden Sie auch in dem Artikel über die Behandlung von Hundegastritis auf reavet.de.
Ulmenrinde: Ein natürlicher Magenschutz
Ein echter Klassiker bei Magen-Darm-Problemen ist die amerikanische Ulmenrinde, auch als Slippery Elm Bark bekannt. Das feine Pulver wird mit Wasser zu einem Schleim angerührt, der sich wie ein Pflaster auf die entzündete Magenschleimhaut legt. Dieser Schutzfilm schirmt die wunden Stellen vor der aggressiven Magensäure ab und verschafft dem Magen die nötige Ruhe, um zu heilen.
So einfach bereitest du den Sirup zu:
- Anrühren: Vermische einen Teelöffel Ulmenrindenpulver mit etwa 50–100 ml kaltem Wasser, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
- Aufkochen: Erhitze die Mischung unter ständigem Rühren, bis sie kurz aufkocht und eine sirupartige Konsistenz bekommt.
- Abkühlen: Lass den Sirup unbedingt auf Körpertemperatur abkühlen, bevor du ihn verfütterst.
Kleinen Hunden gibst du davon etwa einen halben Teelöffel, mittelgroßen einen und großen Hunden bis zu zwei Teelöffel. Ganz wichtig ist das Timing: Verabreiche den Sirup etwa 30 Minuten vor jeder Mahlzeit, damit er seine schützende Wirkung voll entfalten kann.
Beruhigende Kräutertees für den Bauch
Was uns Menschen guttut, hilft oft auch unseren Vierbeinern. Milde Kräutertees aus Kamille oder Fenchel können bei Hunden krampflösend wirken und die Entzündung im Magen lindern.
- Kamille: Sie ist bekannt für ihre beruhigenden Eigenschaften und hilft dabei, die angespannte Magenmuskulatur zu lockern und Übelkeit zu mildern.
- Fenchel: Wirkt ebenfalls entkrampfend und kann zusätzlich gegen Blähungen helfen, die eine Gastritis oft begleiten.
Brüh einfach einen milden, ungesüßten Tee auf und lass ihn komplett abkühlen. Du kannst deinem Hund mehrmals täglich eine kleine Menge mit einer Spritze direkt ins Maul geben oder den Tee unkompliziert unter seine Schonkost mischen. Oft reichen schon kleine Portionen, um eine spürbare Besserung zu erzielen. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, findest du in unserem umfassenden Ratgeber weitere Informationen zu Hausmitteln bei Magenverstimmung bei Hunden.
Heilerde und Manuka-Honig: Zwei Kraftpakete aus der Natur
Zwei weitere starke Helfer, die auf ganz unterschiedliche Weise unterstützen, sind Heilerde und Manuka-Honig.
Heilerde ist ein wahres Talent darin, überschüssige Magensäure und Giftstoffe zu binden. Das kann bei Sodbrennen und saurem Aufstoßen schnell für Erleichterung sorgen. Rühre einfach eine kleine Menge (je nach Hundegröße von einer Messerspitze bis zu einem halben Teelöffel) in etwas Wasser an und gib deinem Hund die Mischung zwischen den Mahlzeiten.
Aus der Praxis: Heilerde solltest du niemals gleichzeitig mit Medikamenten verabreichen. Ihre starke bindende Wirkung kann die Aufnahme von Wirkstoffen verhindern. Halte daher immer einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Stunden ein.
Manuka-Honig aus Neuseeland ist berühmt für seine starken antibakteriellen Eigenschaften. Besteht der Verdacht, dass Bakterien bei der Gastritis eine Rolle spielen, kann eine kleine Gabe Honig unterstützen. Ein kleiner Hund bekommt nur eine Messerspitze, ein großer bis zu einem halben Teelöffel pro Tag. Du kannst den Honig einfach unters Futter mischen oder deinen Hund direkt vom Löffel schlecken lassen – die meisten lieben das
Die richtige Schonkost selbst zubereiten
Bei einer Gastritis ist die Ernährung wirklich das A und O. Stellen Sie sich eine gezielte Schonkost wie einen wohltuenden Balsam für die gereizte Magenschleimhaut Ihres Hundes vor. Sie entlastet den Magen und gibt ihm die Ruhe, die er zum Heilen dringend braucht. Anstatt den Organismus mit komplexen Nährstoffen zu überfordern, füttern wir simple, reizarme Bausteine.
Das Ziel ist es, den Verdauungstrakt so wenig wie möglich zu fordern. Hierbei kommt es nicht nur darauf an, was Ihr Hund frisst, sondern auch wie. Mehrere kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten sind deutlich magenfreundlicher als ein oder zwei große Portionen, die die Säureproduktion unnötig ankurbeln würden.
Grundrezept für eine einfache Schonkost
Ein absolut bewährtes Gastritis Hund Hausmittel ist eine simple Mahlzeit, die auf drei einfachen Komponenten basiert. Dieses Rezept ist super leicht verdaulich, liefert trotzdem wichtige Energie und belastet den Magen kaum.
So geht's:
- Mageres Fleisch: Gekochtes Hühner- oder Putenfleisch – aber bitte ohne Haut und Knochen – ist die perfekte, leicht verdauliche Proteinquelle. Einfach in ungesalzenem Wasser kochen, bis es gar ist, und dann in kleine Stücke zupfen oder schneiden.
- Sanfte Kohlenhydrate: Weich gekochter, fast schon matschiger Reis oder ein einfaches Kartoffelpüree (natürlich ohne Salz, Butter oder Milch) liefern die nötige Energie, ohne den Magen zu reizen.
- Ein kleiner Bonus: Ein Löffel Hüttenkäse ist nicht nur eine zusätzliche Proteinquelle, sondern wird auch von den meisten Hunden sehr gut vertragen.
Für den Anfang hat sich eine Mischung aus etwa zwei Teilen Kohlenhydraten und einem Teil Fleisch bewährt. Diese Zusammensetzung ist besonders schonend.
Aus meiner Praxis weiß ich, dass Magen-Darm-Probleme weit verbreitet sind. Tatsächlich leiden rund 13 Prozent der Hunde, die in Tierarztpraxen vorgestellt werden, an gastrointestinalen Beschwerden wie Gastritis. Tierärzte empfehlen daher fast immer als ersten Schritt eine strikte Diät mit leicht verdaulicher Schonkost – genau diese Mischung aus Reis, Kartoffeln und magerem Geflügel.
Dieser dreistufige Ansatz – Schützen, Beruhigen und Binden – ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Anwendung von Hausmitteln.

Die Grafik macht deutlich: Eine erfolgreiche Behandlung stützt sich immer auf mehrere Säulen, die zusammenwirken müssen, damit die Magenschleimhaut sich regenerieren kann.
Zutaten für die Schonkost im Überblick
Um Ihnen die Auswahl und Zubereitung zu erleichtern, habe ich hier eine kleine Übersicht zusammengestellt. Diese Tabelle vergleicht gängige Zutaten für eine magenschonende Diät, zeigt deren Vorteile und gibt wichtige Zubereitungshinweise für die Praxis.
| Zutat | Vorteil für den Magen | Wichtiger Zubereitungshinweis |
|---|---|---|
| Gekochtes Huhn | Leicht verdauliches Protein, wenig Fett | Ohne Haut und Knochen in Wasser kochen, nicht braten. |
| Weißer Reis | Schleimbildend (schützend), liefert Energie | Sehr weich und matschig kochen, Kochwasser mitverwenden. |
| Kartoffeln | Basisch, gut verträgliche Kohlenhydrate | Gekocht und zu Püree gestampft (ohne Zusätze). |
| Hüttenkäse | Probiotisch, zusätzliche Proteine | Nur in kleinen Mengen, laktosearme Variante bevorzugen. |
| Karotten | Reich an Pektinen, beruhigend | Weich kochen oder dünsten, dann pürieren. |
Denken Sie daran: Jede Zutat sollte gut durchgegart und ungewürzt sein. Einfachheit ist hier der Schlüssel zum Erfolg!
Der Fütterungsplan für die ersten Tage
Jetzt ist Geduld gefragt. Einer der häufigsten Fehler, den ich beobachte, ist die zu schnelle Rückkehr zum normalen Futter. Das provoziert oft sofort einen Rückfall. Halten Sie sich daher am besten an einen stufenweisen Plan.
Wichtiger Hinweis: Fangen Sie erst mit der Fütterung an, wenn Ihr Hund mindestens 12-24 Stunden lang nicht mehr erbrochen hat. Ein kurzer Futterentzug (die sogenannte Nulldiät) gibt dem Magen Zeit, sich erst einmal zu beruhigen. Frisches Wasser muss aber natürlich immer bereitstehen.
Tag 1-3:
Geben Sie vier bis sechs winzige Portionen der Schonkost über den Tag verteilt. Für einen mittelgroßen Hund bedeutet das vielleicht nur ein bis zwei Esslöffel pro Mahlzeit. Beobachten Sie Ihren Hund in dieser Zeit ganz genau.
Tag 4-6:
Wenn alles gut drin bleibt, können Sie die Portionsgröße langsam steigern und die Frequenz auf drei bis vier Mahlzeiten reduzieren. Jetzt können Sie auch anfangen, eine winzige Menge – zum Beispiel einen Teelöffel – des normalen Futters unter die Schonkost zu mischen.
Ab Tag 7:
Erhöhen Sie nun den Anteil des normalen Futters jeden Tag ein kleines bisschen mehr, während Sie die Menge der Schonkost entsprechend reduzieren. Dieser Übergang sollte sich über mindestens eine Woche erstrecken, um den Magen nicht zu überfordern.
Nach der Genesung ist die Wahl des richtigen Futters entscheidend, um zukünftige Magenprobleme zu vermeiden. In unserem Ratgeber finden Sie wertvolle Tipps zur Auswahl von speziellem Hundefutter für einen empfindlichen Magen, damit die Magengesundheit auch langfristig stabil bleibt.
So unterstützen Sie die Heilung zusätzlich
Neben der passenden Schonkost und den richtigen Hausmitteln gibt es noch ein paar andere Hebel, die Sie umlegen können, um Ihrem Hund die Genesung zu erleichtern. Ein ganzheitlicher Blick, der über den Futternapf hinausgeht, macht hier oft den entscheidenden Unterschied. Es sind meist die kleinen Anpassungen im Alltag, die dem geplagten Magen-Darm-Trakt die dringend benötigte Ruhepause verschaffen.
Ein riesiger Faktor, der oft unterschätzt wird, ist Stress. Genau wie bei uns Menschen schlägt psychische Belastung auch unseren Hunden direkt auf den Magen. Stress kann eine Gastritis nicht nur verschlimmern, sondern sogar auslösen. Ein ruhiges, beständiges Umfeld ist daher eines der wirksamsten Gastritis Hund Hausmittel überhaupt.
Stressmanagement als wichtiger Baustein der Therapie
Für einen Hund mit Magenproblemen ist es absolut entscheidend, Stressfaktoren zu minimieren. Ein fester Tagesablauf mit klaren Fütterungs- und Gassi-Zeiten gibt ihm die Sicherheit und Struktur, die er jetzt braucht.
Versuchen Sie, in der akuten Phase alles zu meiden, was aufregend sein könnte – sei es der Besuch im wuseligen Hundepark, laute Familienfeiern oder lange Autofahrten. Viel besser sind jetzt kurze, entspannte Spaziergänge in gewohnter Umgebung. Manchmal wirken auch sanfte Streicheleinheiten oder leise, beruhigende Musik wahre Wunder.
- Feste Routinen: Halten Sie die Zeiten für Futter, Schlaf und Spaziergänge konsequent ein.
- Sicherer Rückzugsort: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund einen ungestörten Platz hat, an den er sich jederzeit zurückziehen kann.
- Aufregung vermeiden: Verzichten Sie auf anstrengende Aktivitäten oder den Kontakt mit fremden Hunden, bis es ihm sichtlich besser geht.
Flüssigkeit und Futterpause – das richtige Timing
Besonders wenn Ihr Hund erbricht, besteht die Gefahr, dass er dehydriert. Sorgen Sie also dafür, dass immer frisches, sauberes Wasser bereitsteht. Ein kleiner Trick: Manche Hunde trinken lieber, wenn man dem Wasser einen Teelöffel der Kochbrühe vom Huhn untermischt.
Direkt nach dem Erbrechen, in der allerersten akuten Phase, ist eine kurze Futterpause oft der wichtigste erste Schritt. Eine solche „Nulldiät“ für 12 bis maximal 24 Stunden gibt der gereizten Magenschleimhaut die Chance zur Beruhigung, ohne direkt wieder mit Verdauungsarbeit belastet zu werden.
Diese Futterkarenz hilft, den Teufelskreis aus Reizung und erneutem Erbrechen zu durchbrechen. Im Anschluss beginnen Sie, wie im vorherigen Kapitel beschrieben, mit winzigen Portionen Schonkost. So führen Sie den Magen langsam wieder an seine Arbeit heran und legen den Grundstein für eine nachhaltige Besserung.
Wann ist der Gang zum Tierarzt unausweichlich?

So gut bewährte Hausmittel bei einer leichten Gastritis auch helfen können, es ist unglaublich wichtig, ihre Grenzen zu kennen. Die eigene Behandlung zu Hause ist wirklich nur eine Option, wenn es sich um einen leichten, unkomplizierten Fall handelt. In manchen Situationen ist Zögern aber brandgefährlich und der sofortige Gang zum Profi ist die einzig richtige Entscheidung.
Es gibt ganz klare Warnsignale, bei denen Sie keine Zeit verlieren dürfen. Diese deuten auf ernste Probleme hin, die weit über eine simple Magenverstimmung hinausgehen und schnell abgeklärt werden müssen.
Alarmzeichen, bei denen Sie sofort handeln müssen
Beobachten Sie Ihren Hund ganz genau. Bestimmte Symptome sind absolute "rote Flaggen", bei denen Sie sofort in die Tierarztpraxis oder eine Tierklinik fahren sollten. Ein Notfall liegt vor, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken:
- Blut im Erbrochenen: Völlig egal, ob es frisches, hellrotes Blut ist oder eher dunkel und wie Kaffeesatz aussieht – beides ist ein klares Zeichen für Blutungen im Magen-Darm-Trakt.
- Erbrechen ohne Ende: Wenn Ihr Hund sich immer wieder übergeben muss und absolut nichts, nicht einmal Wasser, bei sich behalten kann, droht eine gefährlich schnelle Austrocknung.
- Starke Schmerzen: Ihr Hund nimmt eine gekrümmte Haltung ein, die sogenannte „Gebetsstellung“? Hechelt er stark, jault bei Berührung des Bauches oder ist extrem unruhig? Das sind eindeutige Schmerzsignale.
- Extreme Abgeschlagenheit: Ein Hund, der apathisch wirkt, kaum noch auf Sie reagiert und sehr schwach oder wackelig auf den Beinen ist, braucht sofort professionelle Hilfe.
- Durchfall kommt dazu: Wenn zum Erbrechen noch starker, vielleicht sogar ebenfalls blutiger Durchfall hinzukommt, kann sich der Zustand Ihres Hundes rapide verschlechtern.
Handeln Sie lieber einmal zu viel als zu wenig. Wenn Sie sich unsicher sind, ist eine schnelle tierärztliche Untersuchung immer die bessere und sicherere Wahl. So können ernste Komplikationen wie Magengeschwüre oder im schlimmsten Fall ein Magendurchbruch vermieden werden.
Was in der Tierarztpraxis passiert
Wenn Sie mit einem solchen Notfall in der Praxis ankommen, wird der Tierarzt als Allererstes den Kreislauf Ihres Hundes stabilisieren. Das geschieht meist über eine Infusion, um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust sofort auszugleichen.
Danach beginnt die Ursachenforschung. Dazu gehören oft eine Blutuntersuchung und bildgebende Verfahren wie Röntgen oder ein Ultraschall des Bauchraums. Manchmal ist auch eine Magenspiegelung (Endoskopie) nötig, um die Schleimhaut direkt anzusehen und vielleicht sogar kleine Gewebeproben zu entnehmen.
Erst mit einer genauen Diagnose kann eine gezielte Therapie gestartet werden. Diese umfasst dann spezielle Medikamente wie Magenschutzmittel oder Säureblocker – Mittel, die weit über das hinausgehen, was wir mit Hausmitteln erreichen können.
Fragen und Antworten rund um Hausmittel bei Gastritis
Wenn der eigene Hund Magenprobleme hat, ist man als Halter natürlich verunsichert und hat viele Fragen. Das ist völlig normal. Gerade bei einem so sensiblen Thema wie Hausmitteln für Hunde mit Gastritis will man alles richtig machen. Um Ihnen etwas mehr Sicherheit zu geben, habe ich die häufigsten Fragen gesammelt, die mir in der Praxis immer wieder begegnen.
Viele möchten natürlich wissen, wie schnell sie mit einer Besserung rechnen können. Die Antwort ist nicht immer ganz einfach, denn sie hängt stark davon ab, wie schwer die Gastritis ist. Wichtig ist, realistisch zu bleiben und seinen Hund ganz genau im Auge zu behalten.
Wie schnell wirken Hausmittel bei einer Hundegastritis?
Bei einer leichten, akuten Magenverstimmung können Sie oft recht schnell erste Erfolge sehen. Sanfte Helfer wie Ulmenrinde oder ein milder Kamillentee können manchmal schon innerhalb weniger Stunden für Linderung sorgen. Man merkt es daran, dass die Übelkeit nachlässt und der Bauch sichtlich zur Ruhe kommt.
Eine spürbare, allgemeine Verbesserung sollte sich bei konsequenter Schonkost und den passenden Hausmitteln innerhalb von 24 bis 48 Stunden einstellen. Ihr Hund wirkt dann wieder etwas aufgeweckter und kann die kleinen Portionen Schonkost gut bei sich behalten.
Anders sieht es bei einer chronischen, also einer länger andauernden Gastritis aus. Hier ist Geduld gefragt. Hausmittel sind in diesem Fall eher eine langfristige Unterstützung auf dem Weg zur Heilung. Die Regeneration der Magenschleimhaut kann sich über Wochen oder sogar Monate hinziehen.
Meine wichtigste Faustregel für Sie: Wenn sich der Zustand Ihres Hundes nach 24 Stunden kein bisschen verbessert oder sich sogar verschlechtert, zögern Sie nicht und fahren Sie zum Tierarzt. Hausmittel sind eine tolle Unterstützung, aber sie ersetzen bei ernsten Symptomen niemals eine professionelle Diagnose.
Kann ich Hausmittel auch vorbeugend einsetzen?
Absolut! Einige natürliche Mittel eignen sich hervorragend, um einem empfindlichen Hundemagen unter die Arme zu greifen und erneuten Gastritis-Schüben vorzubeugen. Vorausschauend zu handeln, ist oft der beste Weg.
Hier sind ein paar bewährte Tipps aus der Praxis:
- Probiotika für eine starke Mitte: Ein gesunder Darm ist die beste Verteidigung. Regelmäßige Gaben von Probiotika können das gesamte Magen-Darm-System stabilisieren und widerstandsfähiger machen.
- Ulmenrinde als Schutzschild vor Stress: Steht eine stressige Situation wie eine lange Autofahrt, der Tierarztbesuch oder die Silvesterknallerei bevor? Eine Dosis Ulmenrindensirup etwa 30 Minuten vorher legt sich wie ein schützender Film auf die Magenschleimhaut.
- Die Basis ist die Fütterung: Die beste Vorbeugung ist und bleibt ein artgerechtes, gut verträgliches Futter. Vermeiden Sie abrupte Futterwechsel und seien Sie sparsam mit sehr fettigen Leckerlis.
Trotzdem sollten Sie Hausmittel nicht dauerhaft ohne konkreten Anlass geben. Sprechen Sie eine prophylaktische Anwendung am besten mit Ihrem Tierarzt oder einem erfahrenen Tierheilpraktiker ab, um die richtige Strategie für die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes zu finden.
Welche Fehler sollte ich bei der Behandlung unbedingt vermeiden?
Der größte und gefährlichste Fehler ist, bei ernsten Alarmsignalen zu lange zu zögern. Sehen Sie Blut im Erbrochenen oder ist Ihr Hund extrem schlapp und apathisch, gehört er sofort in tierärztliche Hände. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl – lieber einmal zu viel zum Arzt als einmal zu wenig.
Ein weiterer typischer Fehler ist Ungeduld. Die gereizte Magenschleimhaut braucht Zeit, um sich zu erholen. Beenden Sie die Schonkost nicht abrupt, sondern schleichen Sie sie langsam über mehrere Tage aus. Wer zu schnell wieder zum normalen Futter zurückkehrt, riskiert oft einen direkten Rückfall.
Vermeiden Sie es auch, zu viele verschiedene Hausmittel auf einmal zu geben. Das kann den ohnehin schon gestressten Magen noch mehr durcheinanderbringen. Fangen Sie lieber mit einem einzigen Mittel in kleiner Dosis an und beobachten Sie genau, wie Ihr Hund darauf reagiert, bevor Sie eventuell ein weiteres dazunehmen.
Die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes haben immer oberste Priorität. Während Hausmittel eine wertvolle Unterstützung bei leichten Magenproblemen sein können, ist eine solide Basis entscheidend. Dr. Wuffy bietet wissenschaftlich fundierte Ergänzungsfuttermittel, um die Vitalität Ihres Hundes langfristig zu fördern. Entdecken Sie unsere natürlichen Formeln zur Stärkung der Gelenke und unterstützen Sie die Bewegungsfreude Ihres Vierbeiners auf https://dr-wuffy.de.
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