hund verstauchte pfote: Erste Hilfe & Symptome

Ein spitzer Schrei beim Herumtoben, dann dieses klägliche Humpeln – eine verstauchte Pfote gehört leider zu den häufigsten Alltagsverletzungen bei Hunden. Meistens ist es ziemlich offensichtlich: Die Verletzung zeigt sich durch plötzliche Lahmheit und eine deutliche Schwellung. Oft will oder kann Ihr Hund die betroffene Pfote dann gar nicht mehr aufsetzen.

Woran erkenne ich eine verstauchte Pfote?

Stellen Sie sich die klassische Szene vor: Ihr Hund jagt voller Freude seinem Ball hinterher, tritt unglücklich in ein kleines Loch im Boden und jault kurz auf. Im nächsten Moment kommt er auf drei Beinen zu Ihnen gehumpelt. Das ist ein typischer Moment, in dem Bänder und Sehnen im Pfotengelenk überdehnt wurden – zum Glück ohne dass dabei Knochen brechen oder Gelenke auskugeln.

Tierärztin untersucht und behandelt die verletzte Pfote eines Hundes auf blauer Decke

Besonders junge, stürmische Hunde oder sehr aktive Rassen erwischt es häufiger. Manchmal reicht aber auch schon ein ungeschickter Sprung vom Sofa oder das Ausrutschen auf glattem Parkett.

Typische Symptome im Überblick

Die Anzeichen treten meist sofort nach dem kleinen Unfall auf und sind oft eine klare Sache. Achten Sie auf diese Kombination von Symptomen:

  • Plötzliches Humpeln: Ihr Hund belastet das Bein schlagartig nicht mehr oder nur noch ganz vorsichtig.
  • Schwellung und Wärme: Das Gelenk fühlt sich spürbar dicker an und ist wärmer als an den anderen Pfoten.
  • Berührungsempfindlichkeit: Er zieht die Pfote weg, quietscht oder schnappt vielleicht sogar, wenn Sie sie anfassen wollen.
  • Intensives Lecken: Viele Hunde versuchen, den Schmerz durch ständiges Lecken der verletzten Stelle zu lindern.
  • Verhaltensänderungen: Vielleicht ist Ihr Hund auffallend ruhig, hat keinen Appetit oder zieht sich einfach zurück.

Es ist wirklich wichtig, diese Signale richtig zu lesen, denn Hunde zeigen Schmerzen oft viel subtiler als wir Menschen. Wenn Sie sich unsicher sind, finden Sie in unserem Leitfaden detaillierte Hilfe, wie Sie bei Ihrem Hund Schmerzen erkennen können.

Aus meiner Erfahrung als Experte: Wenn die Schwellung extrem stark ist, die Pfote in einem komischen Winkel steht oder Ihr Hund das Bein absolut gar nicht mehr belasten kann – nicht mal ein bisschen – dann könnte es sich um einen Bruch oder einen Bänderriss handeln. In so einem Fall zögern Sie bitte nicht und fahren Sie sofort zum Tierarzt.

Was sind die typischen Ursachen für eine Verstauchung?

Im Grunde ist eine Verstauchung eine klassische Alltagsverletzung. Gerade in Deutschland, wo viele unserer rund 15 Millionen Hunde in Wohnungen mit glatten Böden oder Treppen leben, ist die Gefahr allgegenwärtig.

Die häufigsten Auslöser sind schnell passiert:

  • Wildes Spiel mit abrupten Stopps und Wendungen.
  • Ein Fehltritt auf unebenem Gelände, zum Beispiel in einem Maulwurfhügel.
  • Das Wegrutschen auf glatten Oberflächen wie Fliesen, Laminat oder gefrorenem Boden.
  • Ein unglücklicher Sprung vom Sofa, aus dem Bett oder aus dem Kofferraum.

Statistiken zeigen, dass solche Unfälle bei etwa 10–15 % der betroffenen Hunde zu vorübergehenden Bewegungseinschränkungen führen. Wird eine Verstauchung nicht richtig auskuriert, kann das langfristig das Risiko für chronische Gelenkprobleme wie Arthrose erhöhen. Der erste und wichtigste Schritt ist also immer, die Symptome richtig zu deuten, um Ihrem Vierbeiner schnell und korrekt zu helfen.

Was tun, wenn die Pfote verstaucht ist? Erste Hilfe für den Ernstfall

Ein falscher Tritt beim Toben, ein unglücklicher Sprung – und schon ist es passiert: Ihr Hund humpelt plötzlich und schont ein Bein. In so einem Moment ist schnelles und richtiges Handeln Gold wert. Die ersten Stunden nach der Verletzung sind entscheidend, um Schlimmeres zu verhindern, Schmerzen zu lindern und die Weichen für eine schnelle Heilung zu stellen. Aus der Humanmedizin kennen wir die PECH-Regel, und die lässt sich wunderbar auf unsere vierbeinigen Freunde übertragen.

Hund mit verletzter Pfote erhält Erste Hilfe durch Besitzer mit blauem Verband

Keine Sorge, das klingt komplizierter, als es ist. Wir führen Sie jetzt ganz praktisch durch die einzelnen Schritte, damit Sie genau wissen, was zu tun ist, um Ihrem Liebling zu helfen.

P wie Pause: Sofortige Ruhe und Entlastung

Das absolut Wichtigste bei einer verstauchten Pfote ist: sofortige Entlastung. Brechen Sie das Spiel oder den Spaziergang auf der Stelle ab. Jede weitere Belastung reizt die überdehnten Bänder und das verletzte Gewebe nur noch mehr und kann aus einer leichten Verstauchung eine ernste Verletzung machen.

Ist Ihr Hund klein genug, tragen Sie ihn am besten nach Hause. Bei größeren Hunden nehmen Sie ihn an die kurze Leine und führen ihn ganz langsam, ohne jeden Druck, zum Auto oder direkt nach Hause. Ab jetzt herrscht strikte Ruhe. Das heißt: kein Toben, keine Sprünge auf die Couch und erst recht kein Treppensteigen. Richten Sie ihm einen gemütlichen, ruhigen Liegeplatz ein, wo er sich entspannen kann.

E wie Eis: Die verletzte Pfote richtig kühlen

Kälte ist jetzt Ihr bester Verbündeter. Sie bewirkt, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen, was Schwellungen und Blutergüsse eindämmt. Gleichzeitig wirkt die Kälte wie ein natürliches Schmerzmittel.

Hierfür haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Kühlpacks oder Gelkompressen: Wickeln Sie diese immer in ein dünnes Handtuch. Legen Sie sie niemals direkt auf die Haut, das kann zu Erfrierungen führen!
  • Ein Beutel mit TK-Erbsen: Der Klassiker. Passt sich durch seine Form super an die Konturen des Gelenks an. Auch hier gilt: Tuch drumwickeln.
  • Ein kalter, nasser Waschlappen: Eine sanftere Methode, die Sie allerdings öfter erneuern müssen, da sie sich schnell erwärmt.

Kühlen Sie die betroffene Stelle für etwa 10 bis 15 Minuten. In den ersten 24 Stunden nach der Verletzung können Sie das alle zwei bis drei Stunden wiederholen. Achten Sie dabei genau auf die Reaktion Ihres Hundes. Zieht er die Pfote weg oder zeigt Unbehagen, hören Sie lieber früher auf.

Experten-Tipp: Eine verstauchte Pfote kann einer Entzündung ähneln. Bei einer akuten Verletzung ist Kühlen richtig. Bei manchen chronischen Entzündungen kann hingegen Wärme lindernd wirken. Mehr zur Unterscheidung und bewährten Hausmitteln erfahren Sie in unserem Ratgeber zur entzündeten Pfote beim Hund.

C wie Compression: Ein stützender Verband mit Fingerspitzengefühl

Ein leichter Druckverband kann die Schwellung in Grenzen halten und dem Gelenk etwas Stabilität geben. Aber hier ist wirklich Vorsicht geboten! Ein zu fester Verband schnürt die Blutzufuhr ab und richtet mehr Schaden an, als er nützt.

Wenn Sie sich das zutrauen, verwenden Sie eine selbsthaftende, elastische Binde. Polstern Sie die Stelle vorher etwas ab, zum Beispiel mit Watte – ganz wichtig ist das zwischen den Zehen. Wickeln Sie die Binde dann mit sanftem, gleichmäßigem Zug um Pfote und Gelenk. Der Verband darf auf keinen Fall einschnüren.

Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Zehen darunter noch warm sind und ihre normale Farbe haben. Wird die Pfote darunter plötzlich dick, kalt oder zeigt Ihr Hund Schmerzen, muss der Verband sofort runter.

H wie Hochlegen: Schwellungen aktiv reduzieren

Der letzte Punkt der PECH-Regel ist das Hochlagern. Das klingt beim Hund erstmal komisch, ist aber effektiv. Es unterstützt den Abtransport von Flüssigkeit aus dem Gewebe und hilft so, die Schwellung zu reduzieren.

Natürlich können Sie Ihren Hund nicht bitten, das Bein hochzulegen. Aber Sie können ihm helfen. Bringen Sie ihn dazu, sich auf die gesunde Seite zu legen. Schieben Sie dann vorsichtig ein Kissen oder eine gefaltete Decke unter die verletzte Pfote, sodass sie ein wenig höher liegt als sein Herz. Zwingen Sie ihn zu nichts – viele Hunde nehmen diese Position aber dankbar an, weil sie schnell merken, wie gut es tut.

Die PECH-Regel für Hunde praktisch erklärt

Eine schrittweise Übersicht der Ersten-Hilfe-Maßnahmen, um Schmerzen schnell zu lindern und die Heilung zu fördern.

Maßnahme Praktische Anleitung für Hundebesitzer Dauer und Häufigkeit
P – Pause Aktivität sofort beenden. Hund tragen oder sehr langsam führen. Strikte Ruhe einhalten (keine Sprünge, kein Toben). Sofort und für die nächsten 24-48 Stunden
E – Eis Kühlpack oder TK-Erbsen in ein Tuch wickeln. Nie direkt auf die Haut legen. 10-15 Minuten kühlen, alle 2-3 Stunden wiederholen (innerhalb der ersten 24 h)
C – Compression Nur wenn man es sich zutraut: Leichten Verband mit elastischer Binde anlegen. Zehenzwischenräume polstern. Nur für kurze Zeit und unter ständiger Kontrolle. Bei Schwellung/Schmerz sofort entfernen.
H – Hochlegen Hund auf die gesunde Seite legen. Verletzte Pfote auf einem Kissen so lagern, dass sie höher als das Herz liegt. Mehrmals täglich für jeweils 15-20 Minuten, wenn der Hund es toleriert.

Diese vier Schritte sind eine hervorragende Erstversorgung. Sie ersetzen aber nicht den geschulten Blick eines Tierarztes, besonders wenn sich die Symptome nicht schnell bessern.

Wann der Gang zum Tierarzt unerlässlich ist

Als Hundebesitzer ist der erste Impuls bei einer kleinen Blessur oft: „Warten wir mal ab.“ Bei einer verstauchten Pfote ist dieses Zögern allerdings riskant. Manchmal verschleppt man damit nicht nur die Heilung, sondern riskiert sogar, dass ein chronisches Problem daraus wird. Erste Hilfe nach der PECH-Regel ist super und wichtig, aber es gibt ganz klare Grenzen, an denen Sie nicht zögern dürfen.

Behalten Sie Ihren Hund in den ersten 24 Stunden nach dem Malheur ganz genau im Auge. Sehen Sie eine leichte Besserung, weil Sie die Pfote gekühlt und für Ruhe gesorgt haben? Perfekt, das ist ein gutes Zeichen. Tritt aber keine Besserung ein oder wird es sogar schlimmer, ist professionelle Hilfe gefragt. Mein Rat aus Erfahrung: Lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig.

Klare Alarmsignale: Wann Sie sofort los müssen

Manchmal steckt einfach mehr dahinter, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Für uns als Laien ist es praktisch unmöglich, eine schwere Verstauchung von einem feinen Haarriss, einem handfesten Bruch oder einem Bänderriss zu unterscheiden. Zögern Sie also bitte keine Sekunde länger, wenn Ihnen eines der folgenden Symptome auffällt:

  • Extreme Schmerzreaktion: Ihr Hund schreit oder jault schon bei der leichtesten Berührung auf. Vielleicht zittert er auch oder schnappt sogar aus Schmerz nach Ihnen.
  • Keine Besserung nach 24 Stunden: Trotz Kühlen und absoluter Ruhe humpelt Ihr Hund genauso stark wie am Anfang oder die Schwellung geht nicht zurück.
  • Komplette Entlastung: Das ist ein ganz deutliches Warnsignal. Der Hund setzt die Pfote gar nicht mehr auf, sondern hält sie permanent in der Luft.
  • Sichtbare Fehlstellung: Sieht das Gelenk oder der Knochen irgendwie komisch aus? Steht etwas in einem unnatürlichen Winkel ab?
  • Instabilität im Gelenk: Fühlt sich das Gelenk beim vorsichtigen Abtasten wackelig oder unnatürlich beweglich an?
  • Zusätzliche Symptome: Ihr Hund wirkt plötzlich apathisch, hat Fieber oder verweigert sein Futter.

Ganz wichtig: Diese Anzeichen schreien förmlich danach, dass es sich nicht nur um eine simple Überdehnung handelt. Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Knochen, Bänder oder Sehnen ernsthaft verletzt sind. Das muss sofort ein Profi abklären!

Was erwartet Sie in der Tierarztpraxis?

Der Tierarzt wird als Allererstes eine gründliche klinische Untersuchung machen. Er wird die Pfote ganz behutsam abtasten, um den genauen Schmerzpunkt zu finden und zu testen, wie stabil das Gelenk noch ist.

Danach sind meist bildgebende Verfahren nötig, um hinter die Fassade zu blicken und eine wasserdichte Diagnose zu stellen. Nur so kann die richtige Therapie eingeleitet werden. Die gängigsten Methoden sind hier:

  • Röntgenaufnahmen: Sie sind das A und O, um Knochenbrüche (Frakturen) oder andere knöcherne Veränderungen im Gelenk sicher auszuschließen oder zu bestätigen.
  • Ultraschall: Damit kann der Tierarzt einen Blick auf die Weichteile werfen – also Bänder, Sehnen und die Gelenkkapsel. Risse oder Entzündungen werden so sichtbar.

Sobald die Diagnose steht, gibt es einen maßgeschneiderten Behandlungsplan. In der Regel ist das eine Kombination aus Schmerztherapie und konsequenter Ruhigstellung. Typischerweise kommen entzündungshemmende Schmerzmittel zum Einsatz, die für Hunde gut verträglich sind, gepaart mit der klaren Anweisung zu strikter Boxenruhe. Bei schwereren Verletzungen kann auch mal eine Schiene, ein Stützverband oder sogar eine Operation nötig sein, um das Gelenk wieder zu stabilisieren. Ergänzend kann eine gezielte Physiotherapie wahre Wunder wirken, um die Heilung zu beschleunigen und die volle Beweglichkeit zurückzubringen.

Die richtige Pflege und Reha zu Hause: Jetzt sind Sie gefragt

Sobald der Tierarzt Entwarnung gegeben und einen Plan aufgestellt hat, beginnt der wohl wichtigste Teil der Genesung: Ihre Pflege zu Hause. Jetzt liegt es in Ihrer Hand, Ihrem Hund zu helfen, wieder ganz auf die Beine zu kommen und zu verhindern, dass aus der Verstauchung ein Dauerproblem wird. Das A und O sind hier Geduld und Konsequenz.

Frau übt mit Beagle-Hund Stretching-Übungen auf Matte vor Kamin zur Schonung der Pfote

Das oberste Gebot ist die vom Tierarzt verordnete Schonzeit. Je nachdem, wie heftig es die Pfote erwischt hat, kann das von ein paar Tagen bis zu mehreren Wochen dauern. In dieser Phase ist jede unnötige Belastung für die verstauchte Pfote absolut tabu.

Was das im Alltag bedeutet?

  • Strikter Leinenzwang: Ja, auch im eigenen Garten! Die Gassirunden sollten kurz ausfallen und wirklich nur zum Lösen dienen.
  • Sprungverbot: Das Hopfen aufs Sofa, ins Auto oder vom Bett herunter muss unterbunden werden. Eine Rampe oder Ihre helfenden Hände sind jetzt gefragt.
  • Treppen meiden: Wenn es irgendwie geht, tragen Sie Ihren Hund die Stufen hoch und runter.
  • Spielpause: Wildes Toben mit Hundekumpels oder ausgelassene Ballspiele sind für eine Weile gestrichen.

Bewegung ja, aber mit Köpfchen – und mentale Auslastung nicht vergessen

Komplette Ruhigstellung ist aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Sobald Ihr Tierarzt grünes Licht gibt, sind sanfte, kontrollierte Bewegungen enorm wichtig. Sie erhalten die Muskulatur und halten die Gelenke geschmeidig. Kurze, langsame Spaziergänge an der Leine auf weichem, ebenem Boden – eine Wiese ist perfekt – sind dafür ideal.

Ein Hund, der körperlich auf die Bremse treten muss, kann schnell frustriert oder hibbelig werden. Deshalb rückt jetzt die mentale Beschäftigung in den Vordergrund.

Aus der Praxis: Nutzen Sie diese ruhige Phase für Denk- und Schnüffelspiele. Eine Schnüffelmatte, Intelligenzspielzeuge oder das Einüben kleiner Tricks, die man im Liegen machen kann, fordern den Kopf Ihres Hundes und stärken ganz nebenbei Ihre Bindung.

Denken Sie auch daran, dass gezielte, einfache Übungen den Heilungsprozess massiv unterstützen können. Hier finden Sie wertvolle Anleitungen und Ideen zur Physiotherapie für Hunde und passende Übungen, die Sie zu Hause umsetzen können.

Machen Sie Ihr Zuhause zur sicheren Heilungszone

Mit ein paar kleinen Handgriffen können Sie Ihr Zuhause sicherer machen und das Risiko eines erneuten Ausrutschens oder einer Fehlbelastung deutlich senken. Gerade glatte Böden wie Parkett, Fliesen oder Laminat sind für einen Hund mit verletzter Pfote eine echte Rutschpartie.

Hier sind ein paar bewährte Tipps:

  • Teppiche auslegen: Schaffen Sie "sichere Laufwege" mit Teppichen oder Läufern, besonders auf den Hauptrouten Ihres Hundes – zum Beispiel vor dem Sofa, dem Körbchen und dem Futterplatz.
  • Zugänge blockieren: Ein einfaches Kindergitter vor der Treppe kann Wunder wirken und unkontrolliertes Rauf- und Runterrennen verhindern.
  • Näpfe erhöhen: Erhöhte Futter- und Wassernäpfe können die Haltung beim Fressen angenehmer machen, da die verletzte Pfote weniger belastet wird.

Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie eine Umgebung, die die Heilung optimal unterstützt. Sie geben Ihrem Hund nicht nur die nötige körperliche Ruhe, sondern auch die mentale Sicherheit, diese anstrengende Zeit gut zu überstehen und bald wieder fit auf allen vier Pfoten durchs Leben zu springen.

Zukünftigen Gelenkproblemen aktiv vorbeugen

Wenn die Pfote Ihres Hundes endlich verheilt ist, ist die Erleichterung groß. Aber betrachten Sie diese überstandene Verstauchung nicht einfach als erledigt, sondern als Weckruf. Genau jetzt ist der beste Moment, um proaktiv zu werden und die Gelenke Ihres Lieblings für die Zukunft zu wappnen. Vorausschauende Pflege ist nämlich der effektivste Weg, um weitere schmerzhafte Verletzungen und schleichende Spätfolgen wie Arthrose zu vermeiden.

Frau trainiert mit Labrador auf Balancebrett im Freien zur Gelenkstärkung und Verletzungsprävention

Ein ganz entscheidender Hebel für gesunde Gelenke ist das optimale Körpergewicht. Jedes Pfund zu viel ist eine Dauerbelastung für Bänder, Sehnen und Gelenkknorpel. Es erhöht nicht nur das Risiko für eine erneute verstauchte Pfote, sondern auch für unzählige andere orthopädische Probleme.

Die Basis für einen widerstandsfähigen Bewegungsapparat legt eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung. Achten Sie auf hochwertiges Futter, das wirklich zu den Bedürfnissen Ihres Hundes passt – also zu seinem Alter, seiner Rasse und seinem täglichen Aktivitätslevel.

Starke Muskeln schützen schwache Gelenke

Stellen Sie sich eine gut trainierte Muskulatur wie ein natürliches Stützkorsett vor. Sie stabilisiert die Gelenke, fängt Stöße ab und nimmt den Bändern eine Menge Arbeit ab. Gezieltes Training muss dabei weder kompliziert noch zeitaufwendig sein.

Sie können einfache, aber effektive Übungen ganz leicht in den Alltag einbauen:

  • Bewusste Spaziergänge auf wechselnden, unebenen Untergründen wie Waldboden oder Wiesen sind ein tolles Koordinationstraining.
  • Balance-Übungen, zum Beispiel auf einem speziellen Wackelkissen, kräftigen die wichtige Tiefenmuskulatur rund um die Gelenke.
  • Schwimmen ist ein fantastisches Ganzkörpertraining. Es baut Muskeln auf, ohne die Gelenke zu belasten – ideal für Hunde jeder Größe und jedes Alters.

Prävention ist keine lästige Pflicht, sondern eine echte Investition in die Lebensqualität Ihres Hundes. Statt auf die nächste Verletzung zu warten, bauen Sie jetzt das Fundament für ein langes, schmerzfreies und aktives Hundeleben.

Gezielte Unterstützung durch Gelenksupplemente

Zusätzlich zur Bewegung und Ernährung können Sie die Gelenkgesundheit auch von innen unterstützen. Hochwertige Ergänzungsmittel, die auf die Gelenkfunktion abzielen, sind hier eine sinnvolle Option. Bewährte Inhaltsstoffe wie Grünlippmuschel, Glucosamin und MSM können dabei helfen, den Knorpel zu nähren und die natürliche „Gelenkschmiere“ zu erhalten.

Spezielle Präparate, wie die von Dr. Wuffy, sind genau darauf ausgelegt, die Gelenke mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Solche Supplemente eignen sich nicht nur zur Unterstützung bei bereits bestehenden Empfindlichkeiten, sondern auch zur präventiven Gabe bei jungen, aktiven Hunden, um die Gelenke von Anfang an stark zu halten.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Orthopädische Probleme sind weit verbreitet, denn etwa 20 % aller Hunde leiden im Laufe ihres Lebens an Gelenkerkrankungen. Eine Verletzung wie eine verstauchte Pfote kann das Risiko für ernste Folgeschäden wie einen Kreuzbandriss, eine der häufigsten Lahmheitsursachen überhaupt, leider deutlich erhöhen. Prävention ist also unerlässlich. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie Problemen beim Treppensteigen und Gelenkbeschwerden vorbeugen können.

Typische Fragen zur verstauchten Pfote – kurz und bündig beantwortet

Jetzt haben wir uns ja schon einiges angesehen – von den ersten Anzeichen über die Notfallmaßnahmen bis zur richtigen Nachsorge. Trotzdem bleiben im Eifer des Gefechts oft noch ein paar ganz konkrete Fragen übrig. Das ist völlig normal, schließlich will man als Hundebesitzer nichts falsch machen.

Deshalb habe ich hier die häufigsten Sorgen und Anliegen, die mir in der Praxis immer wieder begegnen, für Sie zusammengefasst.

Wie lange muss mein Hund mit der verstauchten Pfote pausieren?

Das ist die Frage, die natürlich allen unter den Nägeln brennt. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt ganz auf die Schwere der Verstauchung an.

Bei einer leichten Zerrung, bei der die Bänder nur ein bisschen überstrapaziert wurden, kann der Spuk mit konsequenter Schonung oft schon nach ein bis zwei Wochen vorbei sein. Das ist der Idealfall.

Ist die Verstauchung aber mittelschwer oder gar heftig, müssen Sie leider deutlich mehr Geduld mitbringen. Rechnen Sie hier eher mit vier bis sechs Wochen, manchmal sogar noch länger. Das Wichtigste für eine vollständige Heilung ohne bleibende Schäden ist, dass Sie sich penibel an die vom Tierarzt verordnete Ruhepause halten.

Mein Rat aus Erfahrung: Werden Sie nicht ungeduldig. Das ist der größte Fehler, den man machen kann. Wenn Sie zu früh wieder voll durchstarten, riskieren Sie nicht nur einen Rückfall, sondern im schlimmsten Fall eine chronische Instabilität im Gelenk. Und das ist oft die direkte Eintrittskarte für eine spätere Arthrose.

Kann ich meinem Hund einfach ein Schmerzmittel von mir geben?

Hier gibt es nur eine einzige, unmissverständliche Antwort: Nein, auf gar keinen Fall! Das ist keine übertriebene Vorsicht, sondern kann tatsächlich über Leben und Tod entscheiden.

Viele Schmerzmittel, die für uns Menschen alltäglich und sicher sind, wirken bei Hunden wie pures Gift. Die Klassiker sind:

  • Ibuprofen: Kann bei Hunden schwere Magen-Darm-Blutungen und akutes Nierenversagen auslösen.
  • Paracetamol: Greift schon in kleinen Mengen die Leber des Hundes massiv an und ist hochgiftig.
  • Diclofenac: Wirkt ähnlich wie Ibuprofen und ist extrem schädlich für den Magen und Darm.

Bitte geben Sie Ihrem Hund wirklich nur das, was Ihnen der Tierarzt mitgibt oder verschreibt. Nur diese Medikamente sind auf den Stoffwechsel von Hunden ausgelegt und sicher dosiert.

Mein Hund leckt ununterbrochen an der verletzten Pfote – was tun?

Dieses Verhalten ist ein ganz natürlicher Instinkt. Ihr Hund versucht, den Schmerz wegzulecken und die Stelle instinktiv zu „pflegen“. So gut das gemeint ist, so schädlich kann es leider sein.

Durch das ständige Lecken weicht die Haut auf, was die Heilung massiv behindert. Gleichzeitig ist die feuchte, gereizte Haut ein idealer Nährboden für Bakterien, was schnell zu einer üblen Infektion führen kann.

Die wirksamste Methode, das zu verhindern, ist und bleibt der klassische Halskragen (der berüchtigte „Trichter“). Ja, die meisten Hunde hassen ihn, aber er ist oft das kleinste Übel. Es gibt aber auch Alternativen wie weiche, aufblasbare Kragen oder spezielle Schutz-Bodys, die angenehmer zu tragen sind. Manchmal genügt auch schon ein leichter Pfotenschuh oder ein gut sitzender Verband, um die direkte Zunge fernzuhalten.


Um die Gelenke Ihres Lieblings langfristig zu unterstützen und die Regeneration zu fördern, spielt die richtige Nährstoffversorgung eine entscheidende Rolle. Dr. Wuffy hat eine durchdachte Gelenkformel entwickelt, die auf bewährte Wirkstoffe wie Grünlippmuschel und Glucosamin setzt. Schauen Sie doch mal vorbei und erfahren Sie, wie Sie die Bewegungsfreude Ihres Hundes aktiv fördern können: Dr. Wuffy Gelenknahrung.

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