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Pfotenfit – Dr. Wuffys Journal für Hundegesundheit
Wie viel Auslauf braucht ein Hund wirklich
Wie viel Auslauf braucht ein Hund wirklich
Wie viel Auslauf ein Hund braucht, lässt sich leider nicht mit einer einfachen Formel beantworten. Klar, die Faustregel von drei bis vier Spaziergängen am Tag ist ein guter Startpunkt, aber das kratzt nur an der Oberfläche. Die Wahrheit ist: Die Bedürfnisse Ihres Hundes sind so einzigartig wie sein Charakter selbst.
Den individuellen auslaufbedarf ihres hundes verstehen
Der größte Irrtum? Zu glauben, alle Hunde bräuchten gleich viel Bewegung. Stellen Sie sich nur mal einen quirligen, jungen Border Collie neben einen gemütlichen, älteren Mops vor. Es ist sofort klar, dass die beiden völlig unterschiedliche Vorstellungen von einem gelungenen Spaziergang haben. Statt also einer starren Regel zu folgen, ist es viel wichtiger, genau hinzusehen und die speziellen Bedürfnisse Ihres Vierbeiners zu erkennen.
Die richtige Dosis Bewegung zu finden, ist eine Mischung aus genauer Beobachtung und ein bisschen Hintergrundwissen. Ihr Hund gibt Ihnen ständig Signale, ob er unter- oder vielleicht sogar überfordert ist. Ein Hund, der zu wenig rauskommt, zeigt das oft durch unerwünschtes Verhalten – sei es die zerkaute Fernbedienung oder ständiges Bellen. Auf der anderen Seite kann zu viel oder zu intensive Bewegung, gerade bei Welpen oder gesundheitlich angeschlagenen Hunden, schnell zu Gelenkproblemen führen.
Die drei Säulen des Auslaufbedarfs
Im Grunde sind es drei große Faktoren, die bestimmen, wie viel und welche Art von Bewegung Ihr Hund wirklich benötigt:
- Die Rasse: Sie gibt die genetische Veranlagung vor. Ein Hütehund wie ein Australian Shepherd ist für ausdauernde Arbeit gezüchtet und hat einen ganz anderen Bewegungsdrang als ein reiner Gesellschaftshund.
- Das Alter: Welpen brauchen kurze, aber häufige Entdeckungstouren, um ihre Gelenke zu schonen. Hundesenioren hingegen genießen oft langsamere, aber dafür regelmäßige und gleichmäßige Spaziergänge.
- Der Gesundheitszustand: Chronische Erkrankungen, Gelenkprobleme oder Übergewicht machen einen individuell angepassten Bewegungsplan absolut notwendig.
Diese Infografik bringt die wichtigsten Punkte, die den Bedarf Ihres Hundes beeinflussen, noch einmal schön auf den Punkt.

Wie Sie sehen, sind Rasse, Alter und Gesundheit das Fundament für einen passgenauen Auslaufplan. Diese drei Aspekte sind eng miteinander verwoben und sollten immer gemeinsam betrachtet werden. Ein gesunder Lebensstil, der darauf abgestimmt ist, sichert das Wohlbefinden Ihres Hundes. Bewegung spielt hierbei eine zentrale Rolle, besonders im Kampf gegen überflüssige Pfunde. Erfahren Sie in unserem Ratgeber mehr darüber, wie Sie Übergewicht beim Hund erkennen und vermeiden können.
Ein perfekt abgestimmter Auslaufplan ist mehr als nur Bewegung. Er ist eine Kombination aus körperlicher Aktivität, mentaler Stimulation und sozialer Interaktion, die Ihren Hund glücklich und ausgeglichen macht.
Am Ende des Tages geht es darum, die goldene Mitte zu finden – eine Routine, die perfekt zu Ihrem Hund und Ihrem gemeinsamen Alltag passt.
Warum Auslauf so viel mehr ist als nur Gassi gehen
Für viele von uns ist der tägliche Spaziergang mit dem Hund Routine: einmal kurz um den Block, damit er sein Geschäft erledigen kann. Aber wer so denkt, übersieht, was diese Zeit für das Wohlbefinden eines Hundes wirklich bedeutet. Jeder Ausflug ist für Ihre Fellnase eine Expedition – eine Reise in eine Welt voller faszinierender Informationen und Sinneseindrücke.
Stellen Sie sich das mal so vor: Wenn Ihr Hund am Wegesrand schnüffelt, ist das für ihn wie das Lesen der lokalen Tageszeitung. Er findet heraus, welcher Nachbarshund hier war, ob eine läufige Hündin die Straße gekreuzt hat oder ob ein fremder Rüde sein Revier markiert hat. Diese Gerüche sind für ihn ein regelrechter Social-Media-Feed, voller Neuigkeiten und Klatsch aus der Nachbarschaft.
Die drei Säulen eines guten Spaziergangs
Ein wirklich erfüllender Spaziergang fußt auf drei wichtigen Säulen. Es geht um weit mehr als nur die reinen Kilometer, die man zurücklegt. Alle drei zusammen sorgen erst für einen richtig ausgeglichenen Hund:
- Körperliche Bewegung: Das ist natürlich der offensichtlichste Teil. Laufen, Rennen und Toben sind das A und O für starke Muskeln, ein gesundes Herz-Kreislauf-System und beugen ganz nebenbei Übergewicht vor.
- Mentale Stimulation: Das intensive Schnüffeln und Erkunden neuer Wege ist echtes Gehirnjogging für Ihren Hund. Es ist, als würde er ein anspruchsvolles Rätsel lösen, das ihn auf eine positive Weise geistig müde und zufrieden macht.
- Soziale Interaktion: Der kontrollierte Kontakt zu anderen Hunden und auch zu Menschen ist enorm wichtig. Das stärkt die Sozialkompetenz und sorgt für ein stabiles seelisches Gleichgewicht.
Dabei kommt es viel mehr auf die Qualität des Auslaufs an als auf die reine Dauer oder die zurückgelegte Strecke.
Ein kurzer, aber intensiver „Schnüffel-Spaziergang“, bei dem der Hund in seinem eigenen Tempo die Umgebung erkunden darf, kann befriedigender sein als ein langer Marsch an kurzer Leine.
Diese Art der mentalen Auslastung baut Stress ab und stärkt ganz nebenbei die Bindung zwischen Ihnen beiden. Sie werden schnell merken, dass Ihr Hund im Alltag viel entspannter ist. Falls die Gelenke schon etwas beansprucht sind, kann eine gezielte Bewegungstherapie eine wertvolle Ergänzung sein. Hier finden Sie einfache Physiotherapie-Übungen für Hunde, die Sie ganz leicht zu Hause umsetzen können.
Auslauf ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe
Wie wichtig hochwertiger Auslauf ist, wird besonders klar, wenn man sich die Zahlen ansieht. In deutschen Haushalten leben rund 12,47 Millionen Hunde – eine gewaltige Zahl. Die Herausforderung, jedem einzelnen dieser Tiere gerecht zu werden, ist riesig. Besonders in Großstädten wie Berlin mit über 100.000 gemeldeten Hunden spürt man, wie wichtig ausreichend Platz und sichere Freilaufzonen sind. Diese Hundezonen in urbanen Gebieten sind entscheidend für ein gutes Miteinander von Mensch und Tier.
Am Ende des Tages ist die tägliche Runde eine direkte Investition in die körperliche und seelische Gesundheit Ihres Hundes. Es ist die Zeit, in der er einfach nur Hund sein darf – mit all seinen Sinnen und Instinkten. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal zur Leine greifen.
Die entscheidenden Faktoren für den individuellen Bedarf
Die Frage „Wie viel Auslauf braucht ein Hund?“ lässt sich einfach nicht mit einer Pauschalantwort abtun. Vergessen Sie starre Regeln. Stellen Sie sich stattdessen vor, Sie sollen einen Trainingsplan für einen Sportler entwerfen. Ihre erste Frage wäre doch: Wie alt ist er? Welchen Sport macht er? Wie fit ist er? Genau dieselbe Herangehensweise brauchen wir bei unseren Hunden.
Jeder Hund ist ein Unikat, dessen Bedürfnisse auf vier wichtigen Säulen ruhen. Wenn Sie diese verstehen, können Sie einen Plan schmieden, der Ihren Hund nicht nur müde, sondern wirklich glücklich und gesund macht. Diese vier Säulen sind Rasse, Alter, Gesundheit und Persönlichkeit.

Rasse – Der genetische Bauplan im Gepäck
Die Rasse ist oft der beste erste Anhaltspunkt, um den Bewegungsdrang eines Hundes einzuschätzen. Sie ist quasi der genetische Bauplan, der über Generationen hinweg für ganz bestimmte Aufgaben geformt wurde. Nehmen wir einen Border Collie: Er wurde gezüchtet, um stundenlang Schafe über weite Wiesen zu treiben. Sein Bedürfnis nach Bewegung und Denksport ist tief in seiner DNA verankert. Ihn mit drei kurzen Runden um den Block abspeisen zu wollen, wäre, als würde man einem Marathonläufer einen gemütlichen Spaziergang durch den Stadtpark als Training verkaufen.
Ganz anders sieht es bei einem Mops aus. Als klassischer Gesellschaftshund hat er einen komplett anderen „Motor“. Seine kurzen Beine und die oft eingeschränkte Atmung machen ihn eher zum Genießer entspannter, aber trotzdem interessanter Runden. Natürlich braucht auch er seine täglichen Ausflüge, aber ausdauernde Joggingrunden wären für ihn eine echte Qual.
Die Rasse gibt eine klare Tendenz vor, wie viel Energie Ihr Hund mitbringt. Ein Blick in die Zuchtgeschichte verrät oft mehr über den tatsächlichen Bewegungsbedarf als jede allgemeine Faustregel.
Andere Beispiele machen das noch deutlicher:
- Die Energiebündel: Rassen wie Jack Russell Terrier, Australian Shepherds oder Weimaraner sind für ihre schier unendliche Ausdauer bekannt. Sie brauchen oft mehr als zwei Stunden intensive Bewegung pro Tag, idealerweise mit Hundesport oder anspruchsvollen Spielen.
- Die gemäßigten Läufer: Ein Labrador oder Golden Retriever ist meistens glücklich mit ausgedehnten Spaziergängen von insgesamt 90 bis 120 Minuten täglich. Das Ganze wird perfekt, wenn noch ein paar Apportierspiele dazukommen.
- Die gemütlichen Begleiter: Französische Bulldoggen, Cavalier King Charles Spaniels oder Basset Hounds kommen oft schon mit 30 bis 60 Minuten ruhigerem Auslauf am Tag wunderbar aus.
Alter – Ein Leben in Phasen
Das Alter Ihres Hundes ist der zweite Faktor, der den Auslaufplan maßgeblich mitbestimmt. Die Bedürfnisse ändern sich im Laufe eines Hundelebens dramatisch, fast wie bei uns Menschen.
Ein quirliger Welpe scheint unendlich viel Energie zu haben, doch sein Körper befindet sich noch voll im Wachstum. Knochen, Gelenke und Bänder sind noch weich und damit anfällig für Verletzungen. Zu lange, wilde Spaziergänge können hier dauerhafte Schäden wie spätere Arthrose verursachen. Die Faustregel „fünf Minuten Bewegung pro Lebensmonat am Stück“ ist hier ein wirklich wertvoller Richtwert.
Ein erwachsener Hund in der Blüte seines Lebens hingegen will und muss gefordert werden, um fit und ausgeglichen zu bleiben. In dieser Phase können Sie das Bewegungspensum, das seiner Rasse entspricht, voll ausschöpfen.
Im Seniorenalter lässt die Energie dann ganz natürlich nach. Die Gelenke werden steifer, die Puste geht schneller aus. Jetzt sind kürzere, aber dafür häufigere und vor allem gelenkschonende Spaziergänge Gold wert. Es geht nicht mehr darum, Rekorde zu brechen, sondern darum, die Mobilität zu erhalten und den Geist wach zu halten.
Gesundheit und Persönlichkeit – Die ganz persönliche Note
Zu guter Letzt sind es der individuelle Gesundheitszustand und der einzigartige Charakter Ihres Hundes, die bestimmen, wie viel Auslauf er wirklich braucht. Ein Hund mit Gelenkproblemen wie Arthrose oder einer Hüftdysplasie benötigt einen sorgfältig angepassten, schonenden Bewegungsplan – am besten in Absprache mit dem Tierarzt. Auch Herz- oder Atemwegserkrankungen setzen klare Grenzen.
Aber selbst topfitte Hunde derselben Rasse können grundverschieden sein. Es gibt den „Athleten“, der jede sportliche Herausforderung mit Begeisterung annimmt, und den „Philosophen“, der am liebsten ganz gemütlich schnüffelt und die Welt in sich aufsaugt. Beobachten Sie Ihren Hund genau: Ist er nach dem Spaziergang entspannt und zufrieden oder immer noch hibbelig? Hechelt er übermäßig oder wirkt er gar erschöpft? Seine Reaktionen sind der beste Kompass, der Ihnen zeigt, ob Sie die richtige Balance gefunden haben.
Praktische Auslaufpläne für verschiedene Hundetypen
Theorie ist eine gute Sache, aber wie sieht der perfekte Auslauf im Alltag wirklich aus? Um das Ganze etwas greifbarer zu machen, schauen wir uns mal drei ganz unterschiedliche Hundepersönlichkeiten an. Sehen Sie diese Tagespläne als eine Art Schablone – eine Inspiration, die Ihnen dabei hilft, die ideale Routine für Ihren eigenen vierbeinigen Freund zu finden.
So könnte der Tag für verschiedene Hunde aussehen
Jeder Hund ist ein Individuum. Ein junger, energiegeladener Labrador hat ganz andere Bedürfnisse als eine gemütliche Bulldoggen-Oma oder ein tapsiger Welpe, der die Welt gerade erst entdeckt.
Die folgende Tabelle zeigt, wie unterschiedlich ein Tagesablauf aussehen kann.
Tagespläne für verschiedene Hundeprofile
| Uhrzeit | Aktivität für 'Bello' (junger Labrador) | Aktivität für 'Luna' (ältere Bulldogge) | Aktivität für 'Fips' (Welpe) |
|---|---|---|---|
| 7:00 / 8:00 | 45 Minuten Waldspaziergang mit Freilauf und Apportierspielen. Volle Power zum Start in den Tag! | 20 Minuten gemütliche Parkrunde mit vielen Schnüffelpausen. Alles ganz entspannt. | 10-15 Minuten im Garten oder vor der Tür. Stubenreinheit trainieren und die Welt erkunden. |
| 13:00 / 14:00 | 15 Minuten kurze Pipi-Runde, um die Beine zu vertreten. | 5 Minuten kurze Runde nur zum Lösen. | Alle 2-3 Stunden kurze Ausflüge nach draußen zum Lösen und für neue Eindrücke. |
| 17:00 / 19:00 | 60 Minuten auf der Hundewiese – Training, Toben mit Artgenossen und soziale Interaktion. | 20 Minuten Abendrunde, bei der Luna das Tempo bestimmt. | Siehe oben – kurze, aber häufige Runden sind das A und O. |
| 21:00 | 20 Minuten ruhige Schnüffelrunde durch die Nachbarschaft zum entspannten Ausklang des Tages. | – | – |
Wie Sie sehen, sind die Unterschiede enorm. Es geht nicht darum, einen Plan stur abzuarbeiten, sondern darum, ein Gefühl für die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes zu entwickeln.
Der gemütliche Senior und der neugierige Welpe
Nehmen wir Luna, unsere zehnjährige Französische Bulldogge. Für sie sind kurze, aber interessante Einheiten Gold wert. Ihr Auslauf muss gelenkschonend sein, und bei warmem Wetter ist besondere Vorsicht geboten, damit sie nicht überhitzt.
Manchmal brauchen Hunde im Alter oder nach einer Verletzung noch mehr Unterstützung. Ein speziell angepasster Plan ist dann unerlässlich. In unserem Ratgeber zum Bewegungsplan für einen Hund nach einer Kreuzband-OP finden Sie wertvolle Tipps, um die Genesung optimal zu begleiten.
Bei älteren oder gesundheitlich angeschlagenen Hunden zählt nicht die Distanz, sondern die Qualität der Zeit draußen. Kurze, regelmäßige Spaziergänge halten die Gelenke geschmeidig und den Geist wach, ohne den Körper zu überfordern.
Und dann ist da noch Fips, unser 12 Wochen alter Mischlingswelpe. Sein Körper befindet sich noch voll im Wachstum. Für ihn gilt: kurz und knackig. Seine Spaziergänge sind eher kleine Entdeckungsreisen, bei denen er die Welt um sich herum kennenlernt und erste positive Erfahrungen sammelt. Überforderung wäre hier absolut kontraproduktiv.
Regelmäßige Pausen sind übrigens nicht nur für Welpen entscheidend. Gerade auf Reisen ist das ein wichtiges Thema. Eine Umfrage des ADAC hat gezeigt, dass 46 Prozent der Hundebesitzer auf langen Fahrten unbewirtschaftete Rastplätze bevorzugen. Auslauf ist für die meisten ein Muss, doch nur 40 Prozent wissen überhaupt von den seltenen Hundewiesen an Rastanlagen. Mehr über die Herausforderungen für Hundehalter auf Reisen erfahren Sie bei adac.de.
Leinenpflicht und legale Freilaufzonen verstehen
Die schönste Gassirunde ist doch die, bei der der Hund auch mal richtig Gas geben und frei seine Umgebung erkunden darf, oder? Doch sobald die Leine klickt und abgenommen wird, beginnt unsere Verantwortung als Halter. Bevor Sie Ihren Hund also von der Leine lassen, sollten Sie die Spielregeln vor Ort kennen, denn einen Freifahrtschein für unangeleinte Hunde gibt es in Deutschland leider nicht.

Die Sache mit der Leinenpflicht ist ein echter Flickenteppich. Was in einem Bundesland gilt, kann in der nächsten Gemeinde schon wieder ganz anders aussehen. In den meisten Städten ist es aber eine klare Sache: In Parks, Fußgängerzonen oder in der Nähe von Schulen und Kindergärten gehört der Hund an die Leine. Das schützt nicht nur andere Menschen und Tiere, sondern verhindert auch von vornherein unnötigen Stress für alle Beteiligten.
Besondere Vorsicht in der Natur
Eine Regel, die Sie sich unbedingt merken sollten, betrifft Ausflüge ins Grüne: die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit. In dieser sensiblen Phase ziehen Wildtiere ihren Nachwuchs auf. Ein freilaufender Hund – auch wenn er nur neugierig schnüffelt oder spielen will – kann für die Natur zur echten Bedrohung werden. Er kann brütende Vögel vom Nest verscheuchen oder junge Rehe so verschrecken, dass die Mutter sie nicht mehr annimmt.
Um die heimische Tierwelt zu schützen, müssen Hunde während der Brut- und Setzzeit, die in der Regel von Anfang März bis Mitte Juli dauert, in Wäldern und auf Feldern konsequent an der Leine geführt werden. Verstöße sind kein Kavaliersdelikt und können erhebliche Bußgelder nach sich ziehen.
Die genauen Daten können sich je nach Bundesland leicht unterscheiden, aber die Verantwortung für uns Hundehalter bleibt die gleiche. Informieren Sie sich also immer über die lokalen Vorschriften, bevor Sie eine Tour ins Grüne planen. Wer die Regeln ignoriert, riskiert nicht nur das Wohl der Tiere, sondern auch empfindliche Strafen. Die Bußgelder können bis zu 25.000 Euro betragen. Einen guten Überblick über hundefreundliche Städte und ihre Regelungen finden Sie auf kurz-mal-weg.de.
Legale Alternativen für sicheren Freilauf
Zum Glück bedeutet das nicht, dass Ihr Hund nie wieder ohne Leine rennen darf! Viele Städte und Gemeinden haben längst erkannt, wie wichtig Freilauf ist, und spezielle Zonen dafür eingerichtet.
Hier kann Ihr Hund sicher toben, spielen und den so wichtigen Kontakt zu Artgenossen pflegen:
- Hundeauslaufgebiete: Das sind oft großzügige, eingezäunte Bereiche in Parks oder am Stadtrand, wo sich die Vierbeiner mal so richtig auspowern können.
- Hundewiesen: Meist etwas kleiner, aber ebenfalls klar als Freilauffläche für Hunde ausgewiesen.
- Hundestrände: Wer in Küstennähe wohnt, findet oft ausgewiesene Strandabschnitte, an denen Hunde nach Herzenslust im Sand und Wasser toben dürfen.
Eine schnelle Suche im Internet nach „Hundewiese“ oder „Hundeauslaufgebiet“ plus dem Namen Ihrer Stadt zeigt Ihnen meist sofort die besten Plätze. So geben Sie Ihrem Hund den Freiraum, den er braucht, ohne dabei mit dem Gesetz oder der Natur in Konflikt zu geraten.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Hundeauslauf
Wie viel Auslauf braucht mein Hund wirklich? Diese Frage stellen sich viele von uns im Alltag. Weil immer wieder dieselben Unsicherheiten auftauchen, haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und beantworten sie hier – kurz, knackig und direkt aus der Praxis.

Sehen Sie diesen Bereich als kleines Nachschlagewerk, das Ihnen im Handumdrehen die passende Info für Ihren vierbeinigen Freund liefert.
Ersetzt ein Garten den täglichen Spaziergang?
Ein eigener Garten ist natürlich ein Traum für jeden Hund, aber eines ist er ganz sicher nicht: ein Ersatz für den richtigen Spaziergang. Draußen in der Welt erlebt Ihr Hund so viel mehr – neue Gerüche, die Begegnung mit Artgenossen und all die kleinen Umweltreize, die sein Gehirn auf Trab halten.
Stellen Sie sich den Garten am besten wie ein großes Wohnzimmer im Freien vor. Der Spaziergang hingegen ist das tägliche Abenteuer, die Zeitung des Hundes. Er ist absolut unverzichtbar für seine mentale Auslastung und sein seelisches Gleichgewicht.
Woran erkenne ich, dass mein Hund zu wenig Auslauf bekommt?
Hunde sind Meister darin, uns durch ihr Verhalten zu zeigen, wenn etwas nicht stimmt. Achten Sie auf diese subtilen, aber klaren Anzeichen für Unterforderung:
- Innere Unruhe und ständiges Hinterherlaufen
- Zerstörungswut, wenn er allein ist
- Übermäßiges Bellen oder Jaulen
- Frustriertes, starkes Ziehen an der Leine
Manchmal sind die Signale auch leiser. Plötzliches Übergewicht oder apathisches, desinteressiertes Verhalten können ebenfalls Warnsignale sein. Ihr Hund kommuniziert ständig – lernen Sie, sein Verhalten zu lesen, denn es gibt Ihnen wertvolle Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse.
Wie viel Bewegung braucht ein Welpe wirklich?
Bei den Kleinsten gilt eine goldene Regel, die man sich leicht merken kann: pro Lebensmonat etwa fünf Minuten Spaziergang am Stück. Und das dann mehrmals über den Tag verteilt. Ein drei Monate alter Welpe sollte also nicht länger als 15 Minuten am Stück Gassi gehen.
Warum ist das so wichtig? Weil seine Gelenke noch weich und im Wachstum sind. Eine Überlastung in dieser Phase kann zu dauerhaften Schäden führen. Und denken Sie daran: Für einen Welpen sind die vielen neuen Eindrücke ohnehin viel anstrengender als die Bewegung selbst.
Ein Welpe verarbeitet die Welt in kurzen, intensiven Schüben. Weniger ist hier definitiv mehr, um Körper und Geist eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen und Überforderung zu vermeiden.
Muss ich bei Regen und Kälte wirklich raus?
Die kurze und ehrliche Antwort? Ja, absolut! Ihr Hund muss sich lösen, egal, was das Wetter draußen veranstaltet. Der Trick ist nicht, die Runden ausfallen zu lassen, sondern sie clever anzupassen.
Bei starkem Regen oder Kälte reichen oft kürzere, aber dafür knackige Runden. Die körperliche Auslastung verlagern Sie an solchen Tagen einfach nach drinnen. Suchspiele, kleine Tricks oder Intelligenzspielzeug sind eine fantastische Alternative, um den Kopf Ihres Hundes müde zu machen. Ein bisschen frische Luft tut am Ende beiden gut – Hund und Halter.
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